Andere für sich traden lassen: Gute Idee?

Andere für sich traden lassenWer nicht selber traden möchte oder einfach keine Zeit dafür hat, der kann andere für sich traden lassen. Das Internet und moderne Trading-Plattformen machen es möglich. Dabei handelt es sich um das sogenannte „Social Trading“. Social-Trading-Plattformen ähneln sozialen Netzwerken, in denen man sich andere Trader und deren Performance ansehen kann.

Doch ist es überhaupt empfehlenswert, andere für sich traden zu lassen? Im folgenden Beitrag präsentieren wir, was Social Trading überhaupt bedeutet, wie du teilnehmen kannst und ob wir Social Trading weiterempfehlen würden.


Was ist „Social Trading“?

Bei Social Trading handelt es sich mehr oder weniger um eine Weiterentwicklung des herkömmlichen Tradings.

Als wäre man in einem sozialen Netzwerk, wie beispielsweise Instagram oder Facebook, kann man anderen Menschen folgen und deren Trades ansehen.

Das spannende dabei: Es ist möglich, Trades und Portfolios 1:1 zu kopieren. Möchte man also andere für sich traden lassen, kann man in den eigenen Followings eine Gruppe von mehreren Profi-Tradern sammeln und diese die Arbeit erledigen lassen.

Anhand von Ranglisten wird bei Social-Trading-Plattformen außerdem angezeigt, welche Personen den größten Erfolg haben. Außerdem kann man die einzelnen Trader nach mehreren Attributen sortieren (beispielsweise „Größter Gewinn im letzten Monat“ oder „Erfolgreichstes Portfolio“).

Wie bei normalen Brokern ist es auch bei Social-Trading-Plattformen möglich, ein Demokonto zu eröffnen und es erst einmal mit virtuellem Geld zu versuchen.

Welche Plattformen gibt es?

eToro traden lassenWährend es bereits ziemlich viele herkömmliche CFD-Broker gibt, so ist die Anzahl der Social-Trading-Broker noch eher klein.

Die größte und bekannteste Social-Trading-Plattform ist ganz klar eToro.

Der Broker wurde bereits im Jahr 2006 in Israel gegründet. Heute gibt es Standorte in Zypern, dem Vereinigten Königreich und in Israel. Bei eToro kann man darauf vertrauen, dass es sich um einen seriösen und großen Online-Broker handelt, bei dem das eigene Trading-Kapital sicher aufbewahrt ist. Es ist außerdem noch nicht sehr lange her, dass eToro Werbung in den deutschen Fernsehsendern gezeigt hat.

Wie man im folgenden Screenshot erkennen kann, werden die beliebtesten und erfolgreichsten Trader in der Social-Übersicht angezeigt. Mit wenigen Klicks ist es möglich, das Portfolio dieser Trader zu kopieren.

eToro Screenshot

eToro wird von der zypriotischen Finanzaufsichtsbehörde überwacht und reguliert. Das Webinterface ist aufgeräumt, modern und übersichtlich.

Weitere bekannte Social-Trading-Broker sind Wikifolio und Tradeo.

Wie kann ich andere für mich traden lassen?

Zuallererst muss ein Konto bei einem der Anbieter erstellt werden.

Danach findest du unter „Entdecken“ (bei eToro) die erfolgreichsten Trader, aber auch sogenannte Trader-Pools. Das sind Gruppen von mehreren erfolgreichen Tradern.


Mit einem Klick auf „Copy“ kannst du das Portfolio oder einzelne Trades kopieren. Da eToro auch klassisches CFD-Trading ist, wird mit einem Hebel gehandelt. Das bedeutet, dass trotz kleinem Einsatz hohe Gewinne (und hohe Verluste) möglich sind.

Obwohl Trades kopiert werden, ist man selber immer noch der Schirmherr über sein Portfolio. Das bedeutet, dass man beispielsweise auch eingreifen und einen Trade stoppen kann – auch wenn es die kopierte Person nicht tut.

Ist „Social Trading“ empfehlenswert?

Bei dieser Frage scheiden sich – wie so oft im Trading Business – die Geister.

Während einige Menschen Social Trading befürworten und es als „das nächste große Ding“ ansehen, warnen viele Menschen vor diesen Plattformen.

Klar ist, dass die Wahrscheinlichkeit, Gewinne einzukassieren, bei Social Trading etwas höher ist. Das liegt einfach daran, dass man bereits die erfolgreichsten Trader kopieren kann.

Man sollte sich aber auch einfach darüber im Klaren sein, dass vergangener Erfolg nicht auf zukünftige Ergebnisse schließen lässt. Einfach gesagt: Nur weil jemand in der Vergangenheit viel Erfolg mit seinem Portfolio hatte, heißt das nicht automatisch und 100%, dass er auch in Zukunft so viel Erfolg haben wird. Daher sollte man sich die Entscheidung, wen man kopieren möchte, genau überlegen.


Fazit: Andere für sich traden lassen?

Social Trading hat einige Vorteile. Man überlässt die Entscheidung einer dritten, scheinbar erfahreneren Person und die reale Chance, Gewinne einzufahren, ist höher. Vor allem Anfänger dürften sich sehr für das Social Trading interessieren.

Andererseits darf man aber auch nicht außer Acht lassen, dass auch bei Social Trading vieles schiefgehen kann.

Wir empfehlen daher: Bevor du ins Social Trading mit Echtgeld einsteigst, solltest du einpaar Demo-Trades versuchen (mit einem Demokonto bei einem Social Trading Anbieter).

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