Die besten 4 Daytrading-Strategien für Anfänger

Daytrading Strategien für AnfängerDaytrading, sowie prinzipiell der digitale Handel über einen Online-Broker ist aktuell in aller Munde. Doch was genau verbirgt sich eigentlich hinter der Thematik Daytrading?

Vorweg: Daytrading ist ein für viele Menschen recht kontroverses und zugleich emotional aufgeladenes Investmentkonzept. Im Grunde genommen beschreibt das Daytrading nämlich den sogenannten Intraday-Handel mit Wertpapieren – also den kurzfristigen, über maximal einen Handelstag passierenden Handel mit verschiedenen Anlageprodukten.

Ein Daytrader kauft im Zuge seiner Handelstätigkeit über einen Online-Broker entsprechende Wertpapiere (z.B. Aktien, Forex-Währungspaare, CFDs oder Kryptowährungen), um diese innerhalb kurzer Zeit wieder mit Gewinn zu veräußern.

CFD Daytrading Handel

Daytrading stellt damit das glatte Gegenteil zur klassischen „Buy-and-Hold-Strategie“ dar, bei der Anlageprodukte langfristig gehalten werden sollen. Ziel beim Daytrading ist es für den Anleger dabei, selbst von kleinsten Kursschwankungen profitieren zu können.

Da die Gewinnspannen beim Daytrading – anders als beim regulären Wertpapierhandel – jedoch äußerst gering sind, nutzt der Daytrader für den Handel in der Regel nicht nur sein eigenes Kapital, sondern hebelt dieses durch die kurzzeitige Aufnahme von Fremdkapital.

CFD Daytrading

Diese Vorgehensweise wird auch als Leverage-Effekt bezeichnet. Der „Hebel“ bezeichnet dabei das Verhältnis zwischen dem eingesetzten Eigenkapital des Daytraders und dem vom Broker geliehenen Geld. Ein Hebel in Höhe von 1:10 bedeutet beispielsweise, dass zehnmal mehr Kapital für den jeweiligen Trade eingesetzt werden kann, als der Daytrader selbst an finanziellen Mitteln dafür einsetzt.

Im nun folgenden Text möchten wir für Dich einmal Licht ins Dunkel des Daytradings bringen, möchten Dir die wichtigsten Begriffe kurz erklären und wollen Dir gern ein paar praktische Einsteigerstrategien mit auf den Weg geben, mit denen Du Dich langsam in die Thematik Daytrading einarbeiten kannst.


Eine kleine Einführung in die Welt des Daytradings

Die wichtigsten Begrifflichkeiten aus dem Daytrading kurz erklärt

Im Daytrading wirst Du zunächst auf die Begrifflichkeiten Margin sowie auf die Spreads und die verschiedenen Order-Befehle wie z.B. Stopp-Loss, Take-Profit, Long oder Short stoßen.

Die Margin beschreibt die Sicherheitsleistung, die Du für den gehebelten Handel hinterlegen musst. Gehebelt werden kann durch die sogenannten Lots.

Ein Lot entspricht dabei genau 100.000 Einheiten des zugrunde liegenden Basiswerts (z.B. bei USD gegen EUR handelst Du 100.000 US-Dollar gegen den jeweiligen Gegenwert in Euro). Mit den Spreads ist der Ausgabeabschlag gemeint, den Dein Broker für den An- oder Verkauf von Wertpapieren für sich veranschlagt.

CFD Indikator Moving AveragesEin Spread von 2 Pips (mit Pips ist die vierte Stelle nach dem Komma gemeint) heißt also, dass Du die entsprechende Währung für 2 Pips teurer einkaufst, bzw. für 2 Pips weniger verkaufst.

Unter einem Long-Trade kannst Du verstehen, dass Du auf einen steigenden Kursverlauf setzt, bei einem Short-Trade entsprechend auf fallende Kurse.

Zusätzlich kannst Du im Handel die Order-Befehle Stopp-Loss und Take-Profit einsetzen.

Stopp-Loss bedeutet dabei, dass der Broker potentielle Verluste Deines Trades nach unten hin abgrenzt und den Trade bei Erreichen dieses Werts automatisch schließt.

Bei Take-Profit realisiert der Broker hingegen Deine potentiellen Gewinne beim Erreichen eines von Dir vorher eingestellten Gewinnkurses.

Trading Gewinn Verlust

Die besten 4 Anfängerstrategien für Dich

1. Als Anfänger im Daytrading erst einmal nur gelegentlich traden

CFD Trading DAX

Als Anfänger solltest Du die Sache erst einmal ruhig angehen und zunächst ab und zu traden.

Nutze zu Beginn auch erst einmal die kostenlosen Demokonten vieler Online-Broker, um Dir einen Einblick ins Geschehen zu machen.

Mario GeldDarüber hinaus empfiehlt es sich am Anfang auch, einfach nur die Märkte zu beobachten. Wenn Du also anfangs nur wenig tradest, hast Du automatisch auch mehr Zeit dafür, Deine individuelles Trades im Nachgang zu analysieren und zu lernen, was Du richtig oder falsch gemacht hast.

Außerdem lernst Du so auch, Deine Emotionen bewusster zu steuern und nicht gleich bei jedem vermeintlich lukrativen Trade einzusteigen.

Gleichzeitig dutzende Trades einzugehen ist für den Anfänger weder ratsam noch hilfreich – diese überfordern Dich zunächst auch vollkommen. Vermeide es zu Beginn auch, Dich am sogenannten Scalping zu beteiligen – also eine große Anzahl an Trades innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums einzugehen.

Handle daher erst einmal im größeren Zeitrahmen und wähle Deine Trades äußerst selektiv. Schärfe also zunächst Deine Urteilskraft sowie lerne Gefühle wie z.B. Angst oder Gier in den Griff zu bekommen.

2. „The trend is your friend!” – Betreibe Daytrading als Anfänger erst nur in Trendrichtung

Mit dem Trend handeln

Versuche zunächst nicht, die Hochs und Tiefs einen jeweiligen Trends ausfindig zu machen und diese als potentielle Ein- oder Ausstiegspunkte Deiner Trades abzupassen – das wird Dir als Anfänger schlichtweg nicht gelingen.

Übe Dich daher in Gelassenheit und folge zunächst dem aktuellen Trendverlauf geduldig. Dementsprechend musst Du auch lernen, Geduld aufzubringen, bis sich ein derartiger Trend konstatiert.

Steige dann in diesen Trend ein und setze Deinen Stopp-Loss eng unter den Einstandskurs. Sichere bei glücklichem Verlauf des Trends, der sich in Deine Kursrichtung bewegt, Deine potentiellen Gewinne immer mit Nachziehen des Stopp-Loss ab.

Das Trading mit dem Trend wird Dir als Daytrading-Anfänger dabei helfen, Dich auf eine Geisteshaltung umzuprogrammieren, die notwendig ist, um dauerhaft rentabel traden zu können.

3. Achte als Anfänger im Daytrading vor allem auf ein vernünftiges Risikomanagement

Risikomanagement

Nachdem Du im Daytrading bereits erste Erfahrungen im Umgang mit einem potentiellen Demokonto sammeln konntest, wird es schlussendlich Zeit, sich in den Echtgeld-Account zu wagen und mit echtem Kapital zu traden.

Gerade beim gehebelten Handel solltest Du als Einsteiger jedoch einige, wichtige Dinge beachten.

Nutze vor allem ein adäquates Risikomanagement, bei dem Du pro Trade nicht mehr als einen vorher von Dir festgeschriebenen Prozentsatz Deines Kapitals riskierst – angeraten wird, nie mehr als 1 Prozent Deines Kapitals pro Trade zu riskieren.

Nutze darüber hinaus immer nur das Kapital zum Traden, dessen Verlust Du im schlimmsten Fall ohne weiteres verschmerzen könntest. Lade Deinen Trading-Account daher nie mit über einen Kredite bezogenem Kapital auf.

Sichere Deine entsprechenden Trades zudem (gemäß Deines Risikomanagements) mit einem Stopp-Loss nach unten hin ab.

4. Handle anfangs nur Finanzwerte aus Deinem Wirtschaftsraum

Finanzwerte

Beschränke die Auswahl Deiner Trades zunächst auf kostengünstigere und zeitlich besser steuerbare Trades in Deinen Heimatmärkten.

Für den Anfang bieten sich hier z.B. die Währungspaare USD/EUR oder EUR/GBP an, da diese z.B. über die XETRA gehandelt werden können, deren Handelszeiten zwischen 9 und 18 Uhr stattfinden und die mit relativ geringen Spreads behaftet sind.

Handelst Du hingegen eher exotischere Währungspaare wie z.B. JPY/AUD, musst Du mit wesentlich volatileren Kursen, teureren Spreads sowie abweichenden Handelszeiten rechnen.


Fazit & abschließende Tipps

Gerade als Anfänger im Daytrading sollte es zunächst nicht Dein Ziel sein, von Anfang an jeden Tag Gewinne zu erzielen.

Auch phantastische Trading-Pläne, wie z.B. die des damaligen „Forex-Millionärs“, über ein Jahr hinweg jeden Tag 1 Prozent Gewinn zu machen und dadurch im besagten Zeitraum von 1.000 Euro auf 1.000.000 Euro Depotwert zu gelangen, sind unrealistisch.

Daytrading erfolgreich zu beherrschen, ist ein Prozess, der sich über Jahre hinweg entwickelt und der auch immer wieder mit Rückschlägen verbunden ist.

Minimiere daher von Anfang an Dein individuelles Risiko und lerne daher zunächst, Dein Kapital zu erhalten und Dir Dein Überleben am Markt zu sichern.

Erst dann folgen große Gewinne und ein potentielles Einkommen durch das Daytrading, von dem Du gut leben kannst.

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