5. CFD-Indikatoren

CFD Indikatoren

Immer wieder liest man bei uns und auf anderen CFD-Plattformen, wie wichtig die richtige Tradingstrategie ist. Nur mit einer ausgeklügelten Taktik kann man längerfristig Tradingerfolge erreichen. Eines der wichtigsten Mittel bei diesen Handelsstrategien sind CFD-Indikatoren. Sie ermöglichen es, noch mehr Interpretationen aus den Charts auszulesen. Gab es vor dem PC nur eine Handvoll Indikatoren, so ist die Anzahl im Zeitalter des PCs drastisch angestiegen: Es müssen keine komplizierten Rechnungen erledigt werden – der Computer übernimmt die ganze Arbeit.


Was sind Indikatoren?

Beim Handel – egal ob mit „richtigen Aktien“ oder CFDs – geht es um Entscheidungen, die oft sehr schnell gefällt werden müssen. Dazu zählt zB. der richtige Kaufs- bzw. Verkaufszeitpunkt oder einfach die Frage, wie sich der Kurs jetzt weiterentwickeln wird. Da die Börse ständig in Bewegung ist, hat man oft nicht viel Zeit, eine Entscheidung zu überdenken bzw. längerfristig zu planen.

Hier kommen Indikatoren ins Spiel: Sie sollen bei der Entscheidung helfen und unsere These (zB. „Der Kurs wird steigen“) unterstützen oder ihr widersprechen. Natürlich muss man sich bei Indikatoren auch darüber im Klaren sein, dass sie nie mit Sicherheit voraussagen können, wohin sich der Kurs jetzt tatsächlich entwickeln wird. Sie können aber sehr gut darstellen, in welche Richtung sich die Charts im Durchschnitt bewegen (zB. mit den Moving Averages).

Moving Averages

Im oberen Screenshot sind die Moving Averages (rote Linie oben) und die Bollinger Bänder (rote und schwarze Linien unten) aktiviert. Während man bei den Kerzen nur ein Wirrwarr aus roten und grünen Balken sieht, zeichnen die Moving Averages schon ein verständlicheres Bild.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Indikatoren eigentlich keine neuen Informationen geben – sie stellen die vorhandenen Daten aber anders da und ermöglichen somit neue Interpretationsspielräume und geben mehr Sicherheit. Vor allem bei Einsteigern sind Indikatoren sehr beliebt, da sie für etwas mehr Übersicht sorgen. Nur auf einen Indikator sollte man sich aber auch nicht verlassen.

Welche Indikatoren sind besonders beliebt?

1. Moving Average

Der wohl bekannteste und simpelste Indikator: Der gleitende Durchschnitt. Er war auch bereits vor der Blütezeit des Computers in Verwendung, da der gleitende Durchschnitt einfach berechenbar ist. Zwar gibt es heutzutage bereits viel ausgeklügeltere und kompliziertere Indikatoren, wegen der Einfachheit entscheiden sich aber noch immer viele Trader für den gleitenden Durchschnitt.

Neben der Durchschnittsrichtung eines Kurses (fallend oder steigend) kann man am Moving Average auch sehen, ob der Markt gerade bärisch oder bullisch gelaunt ist. Bärisch bedeutet, dass viele gerade verkaufen – bullisch, dass viele gerade kaufen.

CFD Indikator Moving Averages

Am oberen Screenshot sieht man am Beispiel von Platin, dass der Markt bis zum 13. März eher bullisch gestimmt war. Dann folgte die Trendwende.

2. Bollinger Bänder

Ein komplexerer, aber trotzdem sehr beliebter Indikator sind die Bollinger Bänder. Sie sind bei nahezu jeder Tradingsoftware dabei und vor allem bei vielen technischen Tradern im Standardrepertoire enthalten.

Bei den Bollinger Bändern gibt es drei Linien. Die mittlere ist der gleitende Durchschnitt (normalerweise wird der Durchschnitt der letzten 20 Tage berechnet). Der Durchschnitt wird (oben und unten) von zwei Standardabweichungs-Bändern umgeben.

Auch die Bollinger Bänder können verschieden interpretiert werden: Befindet sich der Kurs in der nähe des oberen Bandes sollte verkauft und am unteren Rand gekauft werden. Die Position des Kurses an den Rändern deutet (laut der Interpretation von Bollinger) eine Trendwende an.

CFD Indikator Bollinger

Am Beispiel von Kakao kann man die Funktionsweise der Bollinger Bänder gut erkennen: Am 20. April hat sich der Kurs zum unteren Bollinger Band bewegt, was ein Anzeichen für eine Trendwende (und somit ein Kaufsignal für Techniktrader) wäre. Tatsächlich stieg der Kurs noch am gleichen Tag bis zum Höhepunkt am 25. März.

3. Donchian Channel

Beim Donchian Channel handelt es sich, wie bei den Bollinger Bändern, um einen Preisindikator. Er orientiert sich also an den vergangenen Hochs und Tiefs. Der Donchian Kanal zeigt außerdem an, wie volatil ein Markt gerade ist. In ruhigen Zeiten ist der Kanal ganz schmal, in stürmischeren Zeiten wird er breit.

Die obere Linie zeigt das größte Hoch der eingestellten Zeit dar, die untere Linie das größte Tief.

Bewegt sich der Kurs an den Rand der oberen Linie, ist das ein Kaufsignal, denn der Kurs ist aus der Norm ausgebrochen. Das gleiche gilt für Verkaufssignale: Nähert sich der Kurs an die untere Linie, sollte man (wenn man dieser Theorie Glauben schenkt) verkaufen.

CFD Indikator Donchian Kanal

Auch für dieses Beispiel sehen wir uns den Kursverlauf von Kakao an: Am 14. Februar hat sich der Kurs an den oberen Rand genähert, was ein klares Kaufsignal darstellt.

4. Relative Strenght Index (RSI)

Auch der RSI ist ein Standard-Indikator und bei Tradern weit verbreitet. Er soll auf überkaufte, bzw. überverkaufte Situationen hindeuten und eine Trendwende signalisieren.

Trader, die an RSI glauben, handelt auf mit der 30-70-Strategie: Befindet sich die RSI-Linie unter 30, wird gekauft. Befindet sich die Linie über 70, wird verkauft.

CFD Indikator RSI

Bei Mais gab es am 31. März / 1. April einen Höhepunkt und die RSI-Linie schoss über 70. Für einige Trader ist das ein Signal für einen überkauften Markt – sie würden jetzt verkaufen.

Welche Indikatoren gibt es bei meinem Broker?

Abhängig von Broker gibt es mehr, bzw. weniger Indikatoren. Bei der Auswahl eines Brokers sollte man aber auch auf die Anzahl von Indikatoren Acht geben. Meist sieht man bereits auf der Homepage, welche Indikatoren der Anbieter zur Verfügung stellt.

Das könnte Dich auch interessieren...