Was ist ein CFD Hebel?

Was ist ein CFD Hebel?Wie der CFD-Handel unter dem Einsatz von Hebelwirkungen noch lukrativer werden kann – Hebel- und Gewinnmöglichkeiten einmal kurz und verständlich erklärt! 

Eine der sicherlich attraktivsten Eigenschaften, die der CFD-Handel seinen Nutzern bietet, ist der Handel mit Hebeln. Mithilfe dieser kann Fremdkapital für den jeweiligen Trade aufgenommen werden.

Damit kann die eigene Handelsposition vergrößert werden und dementsprechend auch lukrativer gestaltet werden. Anders als beim Kauf von Einzelaktien oder Fondsanteilen, können beim CFD-Handel unter Aufnahme eines quasi Kurzzeitkredits beim Broker die Gewinnmöglichkeiten beträchtlich gesteigert werden.

Indem der potentielle Anleger hierfür die notwendige Sicherheit – oder auch „Margin“ genannt – hinterlegt, gewährt dieser ihm den Handel mit dem über diesen Kredit aufgenommenem Kapital.


Was ist überhaupt ein CFD?

Der Handel mit Hebeln funktioniert beim CFD-Handel vor allem deswegen so unkompliziert, weil der Anleger hier keinen Besitz an der eigentlichen Sache erwirbt, sondern sich vielmehr in den Kursverlauf des jeweiligen Basiswerts einkauft.

Ein solcher CFD – oder zu Deutsch auch „Differenzkontrakt“ genannt – beschreibt die Kursverläufe des jeweiligen Wertes, an denen der Anleger partizipieren kann. Demnach kann hier entweder auf steigende oder auch auf fallende Kursverläufe spekuliert werden. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche, weitere Handelsmöglichkeiten, mit denen der Handel mit CFDs betrieben werden kann – z.B. „Stopp-Loss“ oder „Take-Profit“-Orders sowie weitere Handelsbefehle, die im weiteren Verlauf des Textes noch detaillierter beschrieben werden sollen.

Der CFD-Handel ist kein Direkthandel und kann daher mit weniger Kapitaleinsatz betrieben werden.

Durch das Hinterlegen einer Sicherheitsleistung von in der Regel 0,1 bis 5 Prozent des eigentlichen Handelsvolumens muss relativ wenig eigenes Geld in die entsprechende Handelsposition investiert werden. Das wird vor allem dadurch möglich, da es sich beim CFD-Handel nicht um ein Direktinvestment handelt.

Somit kann überschüssiges Eigenkapital noch für weitere Handelspositionen genutzt werden. Je nachdem, welche Anlageklasse gewählt wird, so hoch fällt auch die vom Broker geforderte und vom Anleger zu hinterlegende Margin aus.

Wie funktioniert der gehebelte CFD-Handel?

(eine kleine Beispielrechnung)

Um einen kleinen Einblick bezüglich des gehebelten CFD-Handels zu gewähren, sollen dem Leser die nun folgenden Rechenbeispiele aufgeführt werden.
In beiden Beispielen werden CFDs im Wert von 10.000 Euro bei einem beliebigen CFD-Broker gekauft:

Hierfür wird im Fallbeispiel 1 eine Eigenkapitalquote von genau 100 Prozent genutzt – das heißt der Anleger bezahlt für die etwaigen CFDs genau 10.000 Euro von seinem eigenen Kapital. Erhöht sich der Kurswert der gekauften CFDs nun um 1 Prozent, so hat der Anleger dadurch genau 100 Euro verdient. Gemessen an seinem für den Trade eingesetzten Kapital hat der Anleger damit eine Rendite von genau 1 Prozent erwirtschaftet – nicht schlecht, es geht aber noch deutlich besser.

Im Fallbeispiel 2 nutzt der Anleger nun den gehebelten Handel mit CFDs und kauft wieder CFDs im Wert von 10.000 Euro. Diesmal setzt der Anleger aber nur Eigenkapital in Höhe von 1.000 Euro für den Trade ein und hebelt damit einen Betrag in Höhe von 10.000 Euro durch vom Broker zur Verfügung gestelltes Fremdkapital. Im Vergleich zum eingesetzten Eigenkapital beträgt der Hebel nun 1:10, denn der Anleger kann nun die zehnfache Menge des eingesetzten Kapitals handeln. Hierfür hinterlegt der Anleger 1.000 Euro Margin und erhält vom Broker die 10.000 Euro für seinen Trade. Tritt bei diesem Trade – wie im Fallbeispiel 1 – eine Kurssteigerung in Höhe von 1 Prozent bei seinen gekauften CFDs ein, so realisiert dieser zwar ebenfalls 100 Euro Gewinn, hat dafür aber ursprünglich nur 1.000 Euro eigenes Kapital eingesetzt, was hier schlussendlich einer Rendite von nun 10 Prozent entspricht.

CFD Hebel-Rechnung anhand des Handelsrechners

Je nachdem, wie hoch die entsprechende Handelssumme des jeweiligen Trades ist, gestaltet sich auch die Höhe des Hebels.

Bei einem Handelsvolumen in Höhe von 10.000 Euro – also beim Vorhaben des Traders, CFDs im Wert von 10.000 Euro zu kaufen – muss bei einem Hebel von 1:50 eine Margin von genau 200 Euro hinterlegt werden, um den Trade zu eröffnen.

Der gewählte Hebel gibt also maßgeblich Auskunft darüber, wie hoch das individuelle Handelsvolumen gestaltet werden kann. Je höher Hebel und die zur Verfügung stehende Margin in Form von Eigenkapital, desto mehr CFDs können vom Trader gekauft werden.

Je höher der Hebel bei gleichbleibender Margin ist, desto mehr Rendite auf das eingesetzte Kapital kann der Trader beim betreffenden Trade erzielen.

Die Höhe des maximal wählbaren Hebels kann vom Trader bei seinem Broker-Anbieter individuell eingestellt werden, bzw. wird dem Trader mit steigender Liquidität und Risikoklasse zudem die Verwendung deutlich größerer Hebel möglich. Neben den Kosten für die zu hinterlegende Margin sollten aber immer auch die durch die größere Handelsposition auch höher zu Buche schlagenden Spreads in das Kalkül mit einbezogen werden.

Warum der gehebelte Handel mit CFDs so lukrativ sein kann

Im Gegensatz zum Handel mit Einzelaktien kann sich der Handel mit CFDs dank CFD Hebel als besonders lukrativ erweisen, da hier bereits mit dem Einsatz von wenig Eigenkapital, hohe Gewinne realisiert werden können.

Gehebelter Handel bedeutet in diesem Zusammenhang, dass dem Trader durch das Hinterlegen der geforderten Sicherheitsleistung – oder „Margin“ – vom Broker eine größere Menge Fremdkapital für den etwaigen Trade zur Verfügung gestellt werden kann.

Durch den Einsatz von mehr Kapital kann dieser dann wiederum eine größere Menge an Differenzkontrakten kaufen und kann damit den potentiellen Gewinn seiner Anlage um ein Vielfaches erhöhen.

Der große Vorteil beim Handel mit gehebelten CFDs ist demnach die Möglichkeit, bereits mit wenig Kapitaleinsatz, überdurchschnittlich hohe Gewinne realisieren zu können. Gerade vielen Neulingen oder Kleinsparern dürfte diese Taktik besonders gut in die Karten spielen.

Bereits mit wenigen hundert oder tausend Euro auf dem Depot lassen sich so Erträge erwirtschaften, die unter Umständen die finanzielle Unabhängigkeit nebenbei sichern können.

Potentielle Risiken beim CFD Hebel

Unter Umständen birgt der gehebelte Handel mit CFDs mögliche Risiken in der Form, dass ebenso große Verluste vom Trader erlitten werden können. Läuft der Trade hier also in die Verlustzone, so vergrößert sich der Verlust eben auch um das beim Broker aufgenommene Fremdkapital.

Im schlimmsten Fall verliert der Trader so also seine hinterlegte Margin sowie muss die Menge an aufgenommenen Fremdkapital an den Broker rückerstatten.

Es empfiehlt sich daher immer, den Hebel so gering wie möglich zu wählen und Trades insgesamt unter Berücksichtigung eines nachhaltigen Money-Managements einzugehen.

Ein derartiges Money-Management zielt darauf ab, dass pro Trade nie mehr als maximal 1 Prozent des vorhandenen Eigenkapitals eingesetzt werden sollten. Ein Betrag in Höhe von 1 Prozent des individuell vorhandenen Eigenkapitals kann demnach pro Trade als Margin hinterlegt werden. Um sich hier als Trader abzusichern, können zudem diverse Orderbefehle genutzt werden, die die entsprechenden Trades automatisch vor zu großen Verlusten absichern.

Aktives Risikomanagement beim CFD-Broker durch den Einsatz von Orderbefehlen betreiben

Neben den bereits genannten Vorkehrungen in Bezug auf ein ganzheitliches Money-Management beim Trading, können Trader bei einem CFD-Broker aber auch das umfangreiche Angebot an Handelsbefehlen nutzen.

Hier stehen dem Trader zumeist die Handelsbefehle „Stopp-Loss“ sowie „Take-Profit“ zur Verfügung, mit denen entsprechend agiert werden kann. Mithilfe eines „Stopp-Loss“-Orders liquidiert der Broker den jeweiligen Trade automatisch beim Unterschreiten eines selbstgewählten Kurswerts in der Verlustzone und sichert den Trade somit automatisch vor potentiell noch größeren Verlusten ab.

Im Gegenzug dazu kann der „Take-Profit“-Orderbefehl dazu genutzt werden, um den Trade vom Broker automatisch liquidieren zu lassen, sobald dieser einen selbstgewählten Kurswert überschreitet, der bereits in der Gewinnzone liegt.

Die jeweiligen Limits – so werden die Kurse genannt, bei denen der Broker gemäß „Stopp-Loss“ oder „Take-Profit“ agiert – sollten vor allem bei positiven Kursverläufen stets vom Trader nachgezogen werden. Darüber hinaus kann der Trader aber auch einstellen, inwieweit der Broker automatisch CFD-Kontrakte nachkaufen soll, sollte der Trade bereits in der Gewinnzone liegen und weiter zulegen.

Ebenso kann diese Taktik aber auch genutzt werden, um im Falle eines potentiellen Verlusts automatisch Anteile vom Broker nachkaufen zu lassen – natürlich unter der Berücksichtigung des individuellen Stopp-Kurses.

Welche Chancen der CFD Hebel Handel insgesamt bietet

Für den Trader bietet der gehebelte CFD-Handel vor allem folgende Chance: bereits mit wenig Kapitaleinsatz oder Kapitalbindung kann hier ein hübsches Nebeneinkommen aufgebaut werden.

Dieses ist zudem wenig zeitaufwendig, da viele Broker die genannten Automatismen in Form von automatischen Orderbefehlen bieten. So genügen bereits wenige hundert Euro auf dem Brokerdepot, um in einen lohnenswerten Handel mit CFDs einsteigen zu können. Unter Beachtung eines ganzheitlichen Risikomanagements kann das individuelle Risiko beim Trading mit dem CFD Hebel zudem beträchtlich minimiert werden.

Eine weitere Chance beim Handel mit gehebelten CFDs ist zudem, dass diese dank der genannten Orderbefehle und der Ortsunabhängigkeit – denn zum Traden genügt ein Internetzugang – des Traders auch völlig passives Einkommen generieren können. Dem Trader obliegt – insofern dieser ein funktionierendes Handelssystem etabliert hat – einzig und allein die sporadische Überwachung seiner Trades, während der Markt im besten Fall für diesen arbeitet.

Erste Erfahrungen am besten über ein Demokonto sammeln

Da der Handel mit gehebelten CFD-Kontrakten dennoch ein nicht zu vernachlässigendes Risiko birgt, sollte der Trader vor dem Agieren im Live-Account unbedingt erste Erfahrungen im Umgang mit dem CFD-Trading auf einem Demo-Account sammeln.

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Viele Broker bieten derartige Demokonten in Verbindung mit der Eröffnung eines Depots. Mithilfe von Spielgeld können potentielle Trader hier anhand marktähnlicher Kurse das Traden mit gehebelten CFDs trainieren, ohne dabei eigenes Risiko eingehen zu müssen.

So können nebst den zahlreichen Orderbefehlen auch verschiedene Handelstechnik und Chartanalyse-Funktionen genutzt werden, um sich seine individuelle Handelsstrategie im späteren Live-Account zusammenstellen zu können. Und auch sonst sei Neulingen im Bereich des CFD-Tradings beim Trading mit CFD Hebel angeraten, zunächst nur kleinere Hebel zu verwenden, um große Verluste zunächst ausschließen zu können.

Fazit: Gehebelter CFD-Handel & was es sonst noch zu beachten gilt

Speziell beim CFD-Handel kann sich der Hebeleffekt beim Trading als besonders lukrativ und chancenreich erweisen. Potentielle Trader sollten aber ebenso das mögliche Risiko im Auge behalten, insofern eine große Handelsposition durch das Hinterlegen einer nur sehr geringen Margin eröffnet wird.

Bei einem entsprechend volatilen Markt – also einem großen Kursschwankungen unterliegenden Markt – kommen Vor- als auch Nachteile des gehebelten CFD-Tradings deutlich stärker zum Vorschein, als beispielsweise bei einem sich seitwärts bewegenden Markt.

Wie hoch der jeweilige Hebel vom Trader schlussendlich gewählt wird, hängt natürlich immer auch von dessen individueller Risikobereitschaft ab. Wichtig ist es daher speziell beim gehebelten CFD-Trading, ein umfassendes Risikomanagement zu etablieren, an welches sich der entsprechende Trader dann auch ausnahmslos hält.

Dann steht den umfangreichen Möglichkeiten, die der gehebelte Handel von Differenzkontrakten über einen CFD-Broker bietet, insgesamt nichts mehr im Wege. Neben dem eigentlichen Handel mit gehebelten CFDs sollte aber auch der Auswahl des individuell passenden Brokers eine ebenso große Beachtung geschenkt werden.

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