Was ist ein Trader?

Was ist ein Trader?Was ein Trader ist und was dieser genau macht – Daytrading und dessen Prinzipien kurz erklärt: Forex-Daytrading, CFD-Trading und Krypto-Trading sowie auch andere Tradingarten sind derzeit in aller Munde. Sie beschreiben allesamt die Möglichkeit, als Privatanleger am aktiven Börsenmarkt teilnehmen zu können. Trading – zu Deutsch: „handeln“ – beschreibt den Kauf sowie Verkauf von Wertpapieren, Indizes, Rohstoffen, Währungen oder anderweitigen Anlageprodukten, an dessen Kursschwankungen potentielle Marktteilnehmer Gewinne erzielen können.

Der entsprechende „Trader“, wie der aktiv handelnde Anleger in diesem Fall genannt werden soll, kann an Kursschwankungen am Markt profitieren, indem dieser eigenes Kapital dafür aufbringt.

Gänzlich interessant dürfte jedoch die Tatsache sein, dass Trader beim Trading sowohl an steigenden, als auch an fallenden Märkten Gewinne realisieren können.

Inwieweit das Trading für Privatanleger an sich funktioniert und wie sich dieses insgesamt umsetzen lässt, dazu soll der nun folgende Artikel ein paar wichtige Fakten liefern. 


Wie wird man Trader? Welche Plattformen gibt es?

Unabhängig von der jeweiligen Art des Tradings – also z.B. Forex-Daytrading, CFD-Trading usw. – können alle Anlagestrategien nur über spezielle Brokerplattformen im Internet getätigt werden. 

Die etwaige Brokerplattform dient hier als exekutives Medium, die die jeweiligen Kaufbefehle – oder englisch: „Orders“ – vom Trader aufnimmt und diese gegen Gebühren direkt umsetzt.

Der Broker an sich verdient hier an der Orderausführung selbst in Form von Spreads, Transaktionskosten und Ordergebühren.

Um am Handel über eine Broker-Plattform teilnehmen zu können, muss der potentielle Anleger sich zunächst für einen beliebigen Anbieter entscheiden und sich bei diesem anmelden, registrieren und verifizieren lassen. Im folgenden Schritt erhält dieser dann Zugang zu seinem eigenen Nutzeraccount.

Plus500 Demo

Beispiel einer Trading-Plattform: Plus500

Auf diesen Account können nun via Kreditkarte oder per Banküberweisung entsprechende Einzahlungen getätigt werden. Des Weiteren können vom Account auch individuelle Beträge abgehoben werden.

Welche Arten von Tradern gibt es?

Trading kann zum einen langfristiger oder kurzfristiger Natur sein. Unterschieden wird hier vor allem anhand der Dauer des Haltens der entsprechenden Anlageprodukte. Reine Daytrader halten die etwaigen Anlageprodukte wie z.B. CFDs, Krypto-Währungen usw. nur maximal einen Tag lang, wobei der Handel hier stellenweise auch im Minuten- oder Sekundentakt stattfindet. 

Darüber hinaus gibt es auch Trader, die eine Vielzahl kleinerer Transaktionen über einen Tagesverlauf tätigen – man spricht hier vom so genannten „scalpen“. Diese Art des Tradings wird aber vielerorts auch als „Swingtrading“ bezeichnet, da der Trader hier kurzfristig in verschiedene Trades rein- und auch wieder „rausschwingt“.

Des Weiteren kann auch anhand des Eigenkapitaleinsatzes unterschieden werden. Denn durch das hinterlegen einer Sicherheitsleistung – der so genannten „Margin“ – können Trader auch mit dem Einsatz von Fremdkapital traden.

Welche Anlageklassen aktuell getradet werden

Wie bereits weiter oben im Artikel angesprochen, können beim Trading eine Vielzahl verschiedener Finanzprodukte beliebig gehandelt werden. Zur Auswahl stehen z.B.: Aktien, Indizes, CFDs, Kryptowährungen, binäre Optionen, Futures, Rohstoffe, Währungen usw. 

Beim Handel mit Forex-Derivaten – also Währungen – kauft sich der jeweilige Trader in den Kursverlauf des entsprechenden Währungspaares ein. Es werden immer zwei Währungen gegeneinander gehandelt. Beispielsweise kann so an den Kursänderungen zwischen dem Dollar und dem Euro im Forex-Paar „USD/EUR“ spekuliert werden.

Auch Indizes – also Aktienindexes – können getradet werden. Diese jedoch zumeist in Form von CFDs – also so genannten „Differenzkontrakten“. Auch hier erwirbt der Trader keinen Besitz an der eigentlichen Sache, sondern kauft sich in den Kursverlauf des etwaigen Indizes wie z.B. dem Dax30 Index ein.

Weiterhin möglich ist auch der Handel mit Rohstoff-Kontrakten wie z.B. Edelmetalle, Rohöl usw., an dessen Kursverläufen der Trader ebenso Geld verdienen kann.

Beim Krypto-Trading hingegen handeln Trader Krypto-Währungspaare gegeneinander. Die Vorgehensweise hier funktioniert im Prinzip ähnlich wie im Forex-Trading. Mittlerweile besteht bei vielen Plattformen bereits die Möglichkeit, spezielle Krypto-CFDs zu handeln.

Ein weiteres Feld im Trading ist der Handel mit binären Optionen. Auch diese bezeichnen ein Finanzderivat, welches jedoch zur Kategorie der Termingeschäfte gezählt wird. Bei einer binären Optionen tritt der Trader eine Wette auf den Ausgang von vorher definierten Ereignissen an. Dieser bestimmt den Ausgang dieser im Voraus – zwei Auswahlmöglichkeiten stehen zur Auswahl – und erhält nach Laufzeitende der Option entweder einen Gewinn ausbezahlt oder verliert seinen Einsatz.

So genannte Futures – also „Terminkontrakte“ – sind eine besondere Form des Trading. Hier legt der Trader vertraglich fest, ein bestimmtes Finanzprodukt in einem vorher festgelegten Zeitraum zu einem festgelegten Preis zu kaufen und erhält dafür eine Prämie. Die Marge, die zwischen dem vorher geschätzten Einkaufspreis des Finanzprodukts in Zukunft und dem dann tatsächlichen Preis, liegt, stellt seinen Gewinn dar.

Warum das Trading derzeit so populär ist

Das Trading stellt speziell für viele Kleinanleger mit nur wenig Kapital eine gute Möglichkeit dar, lukrative und unkomplizierte Gewinne zu realisieren. Darüber hinaus kann sich per Trading auch unter wenig Gebühreneinsatz am Börsengeschehen beteiligt werden.

Beim Trading ist der Anleger direkt am Marktgeschehen dran und handelt aktiv im jeweiligen Chart – dem Kursverlauf des entsprechenden Anlageprodukts. Des Weiteren ist das Trading über vielseitige Wege möglich und bietet eine große Auswahl verschiedenster Finanzprodukte, die gehandelt werden können.

Beim Trading kann an steigenden sowie an fallenden Kursverläufen verdient werden. Durch unterschiedliche Orderbefehle wie z.B. „Long“ oder „Short“ kann z.B. auf steigende, bzw. auf fallende Kurse gesetzt werden.

Der Handel mit großem Ordervolumen ist über diverse Hebelfunktionen bereits durch das Hinterlegen einer kleinen Sicherheitsleistung möglich. Beispielsweise kann bei einem Hebel von 1:100 beispielsweise unter Kapitaleinsatz in Höhe von 1.000 Euro ein Handelsvolumen in Höhe von sogar 100.000 Euro getradet werden.

Im Vergleich zum regulären Aktienhandel sind so wesentlich größere Gewinne in einer viel kürzeren Zeitspanne möglich. Im gleichen Zug bestehen für den Anleger hier aber auch deutlich größere Risiken. 

Potentielle Risiken für den Trader

Copytrading AchtungIm Gegensatz zum Aktienhandel droht beim gehebelten Trading nebst eines Totalverlust zudem eine potentielle Nachzahlungspflicht des im Zuge des gehebelten Handels aufgenommenen Fremdkapitals. Dieses muss der Trader im Verlustfall im schlimmsten Fall dem Broker rückerstatten. 

Da beim Trading bereits an kleinsten Kursänderungen verdient werden kann, können unvorhersehbare Kurssprünge im Extremfall zu einem finanziellen Desaster mutieren. Derartige Fälle gibt es im Daytrading beispielsweise immer dann, wenn Positionen über Nacht oder übers Wochenende gehalten werden oder es im Falle einer Konsolidierung zu plötzlichen Kursabänderungen kommt.

Beim Trading erwirbt der Trader keine Vermögenswerte, die passive Erträge abwerfen sondern beteiligt sich lediglich am aktiven Handel mit den jeweiligen Finanzprodukten.

Hinweis: Bei den meisten Brokern (bei allen großen) gibt es keine Nachzahlungspflicht mehr. Diese wurde in Deutschland von der BaFin verboten. Das Risiko, mehr Geld einzahlen zu müssen, bleibt bei diesen Anbietern also aus.

Was für das Trading benötigt wird & was Neueinsteiger beachten sollten

Ein großer Vorteil ist, dass das Trading über einen zuverlässigen Internetanschluss ortsunabhängig an jedem Ort der Welt betrieben werden kann. Als Voraussetzung hier steht jedoch die vormalige Anmeldung bei einem Broker, über diesen ein individueller Trading-Account erstellt werden kann. 

Des Weiteren wird bei vielen Brokern für das Anlegen eines Trading-Accounts eine gewisse Mindesteinlage gefordert, die sich oft zwischen 100 und 1.000 Euro je nach Anbieter bewegt.

Viele Broker bieten mittlerweile auch nützliche Apps, durch welche auch über mobile Endgeräte wie z.B. Smartphones oder Tablets getradet werden kann.

Zu guter Letzt sollten potentielle Trader auch erst einmal über ein gewisses Know-How verfügen, bevor diese in den eigentlichen Handel einsteigen. Hierfür eignen sich die kostenlosen Demo-Accounts, die viele Broker mittlerweile anbieten. Auf diesen kann sich zunächst mittels Spielgeld am Echtzeit-Marktgeschehen beteiligt werden.

Auch sollten potentielle Trader im späteren Umgang mit dem Echtgeld-Account nur jenes Kapital einsetzen, dessen Totalverlust für diese im schlimmsten Fall zu verschmerzen wäre.

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