Was sind CFDs?

Was sind CFDs?Der Traum vom schnellen Geld hat schon viele zum Handel mit Aktien gebracht. Während die meisten den Aktienhandel nach den ersten Verlusten wieder aufgeben, kristallisieren sich immer wieder auch einige Gewinner an den Börsen hervor. Eine besonders unkomplizierte Variante des Aktienhandels sind die sogenannten CFDs. Die „Contracts for Difference“ können online und bequem von Zuhause aus getradet werden. Doch eignet sich der Handel mit CFDs für mich? Und wie funktionieren die mysteriösen Differenzkontrakte überhaupt? In diesem Beitrag bekommst du die Antwort (und noch viel mehr) auf die Frage: Was sind CFDs?


CFD-Erklärung: So funktionieren CFDs!

Ähnlich wie beim herkömmlichen Derivathandel tradet man bei CFDs nicht direkt mit den Aktien, sondern spekuliert/wettet auf deren weitere Kursentwicklung.

CFD Short LongWie wird sich der Kurs entwickeln? Geht’s bergab oder bergauf? Bei CFDs kann man auch mit fallenden Kursen Gewinne erzielen.

Nachdem man sich bei einem Online-Broker angemeldet hat, kann man bei einem Basiswert (zB. bei einer Aktie oder einem Index) „short gehen“ oder „long gehen“.

Bedeutung: Geht man „short“, so spekuliert man darauf, dass der Kurs fallen wird. Geht man „long“, erhofft man sich einen Anstieg des Kurses.

Bei einem CFD handelt es sich um ein Hebelprodukt. Das bedeutet, dass der Kunde nur einen ganz kleinen Prozentanteil des Gesamtwerts eines Handels beim Broker hinterlegen muss. Entwickelt sich der Kurs in die gewünschte Richtung, kann man mit einem kleinen Einsatz große Gewinne erzielen.

Hebelprodukt CFDDer Hebel bei einem Contract for Difference kann dem Händler zugute kommen, wenn sich der Chart wie erhofft entwickelt. Zeigt er in die andere Richtung, kann es jedoch auch schnell zu hohen Verlusten kommen.

Es ist daher immer sehr wichtig, sich als Trader aller Risiken bewusst zu sein. Noch gefährlicher wird es bei Brokern mit Nachschusspflicht. Im Gegensatz zu Brokern ohne Nachschusspflicht, kommt es bei Brokern mit Nachschusspflicht zu weiteren Geldforderungen seitens der Handelsplattform, wenn der Betrag des Verlusts höher als das beim Broker hinterlegte Geld ist.

Seit Mitte 2017 sind Broker mit Nachschusspflicht in Deutschland verboten, da es zu einigen Privatinsolvenzen kam. Laut BaFin hat man sich wegen des Verbraucherschutzes für diese Maßnahme entschieden – die Nachschusspflicht stelle ein „unkalkulierbares Risiko“ für private Anleger dar.

Beispiel der Hebelwirkung: Kauft der Kunde mit 500€ Kapitaleinsatz 100 CFDs einer Aktie, die gerade 50€ kostet (1 CFD ist 10% des Kaufpreises von 50€ Wert – daher 5€) und steigt der Wert der Aktie auf 52€, so hat der Kunde bereits einen Gewinn von 200€ gemacht. Sinkt der Wert auf 48€, gibt’s einen Verlust von 200€.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bei einem viel kleineren Einsatz gleich hohe Gewinne wie bei Aktien möglich sind. Gleichzeitig ist dies jedoch auch mit einem höheren Risiko verbunden – geht’s in die andere Richtung, ist man sein Geld schnell wieder los.


Eignet sich CFD-Trading für mich?

Während einige den schnellen Handel mit kleinen Einsätzen mögen, setzen andere lieber auf die klassische Anlage mit herkömmlichen Aktien. Im Endeffekt sollte sich aber jeder der Vor- und Nachteile von CFDs bewusst sein.

Risiken von CFDs

Wie bereits erwähnt, kann man das ganze eingesetzte Kapital verlieren, wenn sich der Kurs in die falsche Richtung bewegt. Durch die Hebelwirkung geht’s schnell bergauf – und bei falschen Entscheidungen auch schnell bergab.

Das größte Risiko ist daher, dass man das investierte Geld verliert. Da die Nachschusspflicht verboten wurde, kann es zu keinen späteren Geldforderungen vom Broker mehr kommen. Somit kann man wirklich nur das Kapital verlieren, welches man zum Broker gesendet hat.

Ein weiteres nicht zu unterschätzendes Risiko ist die Suchtgefahr beim Traden. Ähnlich wie beim Casino kann man vom vermeintlich schnellen Reichtum geblendet werden und zu viel Geld investieren. Die Wahrheit sieht natürlich anders aus: Nur wenige schaffen es zum Profi-Trader – dafür benötigt es die richtige Willenskraft und die Bereitschaft, von anderen zu lernen.

Vorteile von CFDs

Der größte Vorteil bei Differenzkontrakten ist sicherlich die Tatsache, dass es extrem unkompliziert funktioniert: Broker aussuchen, registrieren, traden.

Egal ob man gerade im Wohnzimmer, im Bett oder am Strand liegt. Das einzige was man braucht ist ein internetfähiges Gerät (auch Smartphone-Apps sind verfügbar) und eine schnelle Internetverbindung.

Das größte Risiko bei CFDs ist gleichzeitig auch der größte Vorteil: Der Hebel erlaubt es, mit einem geringen Einsatz hohe Gewinne zu erzielen. Da kann es (bei geschicktem Trading) schon vorkommen, dass bei einem zweistelligen Einsatz ein drei- oder vierstelliger Gewinn rauskommt, sofern sich die Aktie in die gewünschte Richtung bewegt.

Last but not least: Die Anzahl an Anbietern! Das Internet ist voll von CFD-Anbietern. Als Händler hat man die Auswahl zwischen verschiedenen Brokern, die auf die ganze Welt verteilt sind. Ist man mit einer Plattform unzufrieden, kann man zu einem anderen Broker wechseln.

Wichtig ist, dass man sich für einen Broker mit Sitz in der EU entscheidet. Diese müssen eine Lizenz bei der entsprechenden Finanzaufsicht des Herkunftslandes erwerben und werden auch streng überwacht.


CFD-Trading lernen: Diese Möglichkeiten gibt’s!

Wer den Handel mit CFDs beherrschen möchte, der sollte das Trading lernen. Die Möglichkeiten reichen von gratis YouTube-Videos bis hin zu kostenpflichtigen Online-Kursen.

Modusauswahl

Die Modusauswahl am Beispiel von Plus500.

Demokonto

Nahezu jeder Broker bietet ein CFD-Demokonto an. Dabei handelt es sich um ein Konto, mit welchem man ganz normal traden kann. Auch das Interface sieht ganz gewöhnlich aus. Der Unterschied zum Echtgeldkonto liegt darin, dass man mit virtuellem Geld handelt. Es gibt daher keine Risiken und in Learning-by-Doing-Manier lernt man das Einmaleins der Differenzkontrakte.

Online-Kurse

Auch das ist eine sinnvolle Methode, den Handel zu erlernen: Im Internet gibt es eine Reihe von hilfreichen Online-Kursen, die einem den Handel mit CFDs näherbringen können.

Zwar gibt es Gurus, die einem das Blaue vom Himmel versprechen und selber keinen Plan haben, aber es gibt auch Leute, die sich tatsächlich mit CFDs auskennen und mit Tipps und Tricks behilflich sein können. Bei einigen Online-Kursen hat man sogar die Möglichkeit, den Ersteller des Kurses zu kontaktieren und ihm Fragen zu stellen.

Der wichtigste Punkt bei Kursen ist daher die Unterscheidung von guten und schlechten Kursen.

Kostenlose Anleitungen im Internet

Auch bei YouTube oder bei Google findet man Lernmaterialien für CFD. Vor allem Anfänger können sich damit einen ersten Überblick über die Marterie verschaffen. Auch wir arbeiten an einer Schritt-für-Schritt-Anleitung, die bald online gehen wird und den Einstieg in CFDs erleichtern soll.


Wir hoffen, wir konnten dir mit diesem Beitrag eine Antwort auf die Frage „Was sind CFDs“ geben. Weitere Infos zur Thematik bekommst du in der Kategorie Über CFDs.

Das könnte Dich auch interessieren...