Wie handelt man mit CFDs?

Wie handelt man mit CFDsCFDs oder auch „Contracts for Difference“ sind in aller Munde und können trotzdem für Verwirrung sorgen. Schon der Name ist schwer auszusprechen. Dabei ermöglichen (zu Deutsch) Differenzkontrakte einfaches Handeln mit Aktien und anderen Basiswerten. In diesem Beitrag erklären wir, wie man mit CFDs handeln kann – vom Lernen der Grundlagen bis hin zum ersten Trade mit Echtgeld. Außerdem zeigen wir, worauf du bei jedem Schritt achten solltest und welche Fehler dringend vermieden werden müssen.


Mit CFDs handeln: 6 Schritte bis zum ersten Trade

1. Lernen und sich informieren

CFD lernenDer ein oder andere denkt sich jetzt wohl, dass er diesen Schritt getrost überspringen kann.

Fehlanzeige! Außer, du möchtest ganz schnell die Lust am CFD-Trading verlieren.

Wer es mit dem CFD-Trading ernst meint, sollte sich die Zeit dafür nehmen, das Traden zu erlernen, an Kursen teilzunehmen und aus Fehlern lernen. Nur so steigst du vom Amateur zum Profi auf.

Wir empfehlen Anfängern vor allem, die Tipps und Tricks auf unseren Seiten durchzulesen, sich einen Kurs zu kaufen (video- oder textbasiert) und mit Demokonten viele Test-Trades zu machen.

Empfehlung: Auf unserer Webseite bekommst du viele kostenlose Informationen, für die du sonst zahlen müsstest. Wir vergleichen außerdem die besten Kurse und andere Lernmaterialien.

Erst nachdem du all diese Schritte hinter dich gebracht hast, solltest du an Trades mit Echtgeld denken.

Fazit: Niemals ohne Erfahrung traden – außer, du möchtest deinen Broker finanziell unterstützen.

2. Einen Broker aussuchen

Broker aussuchenNachdem du dich also in die Welt des Online-Tradings eingelesen (oder eingeschaut) hast, geht’s ans Eingemachte: Der richtige Broker muss her!

Wie bei allen finanziellen Dingen gibt es auch hier einige Punkte, die du beachten solltest.

Das wichtigste gleich am Anfang: Ist der Broker überhaupt seriös? Mithilfe einer einfachen Google-Suche und mithilfe unseres Broker-Vergleichs wirst du das schnell herausfinden. Außerdem solltest du dich immer nur für Broker entscheiden, die einen Sitz in der EU haben. Im Falle von Problemen kannst du dich dann viel leichter ans Unternehmen wenden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Webinterface – die Software, die du vom Broker fürs Traden bekommst. Nur wenn die Charts und die Bedienelemente übersichtlich sind, solltest du dich für den Anbieter entscheiden.

Außerdem solltest du auf die Liquidität des Brokers achten. Wer Angst davor hat, dass der Broker einfach von der Bildfläche verschwindet, der sollte sich für einen großen, bekannten Anbieter (zB. Plus500, etoro, IQOption) entscheiden. Diese Unternehmen existieren schon länger und haben erwiesenermaßen hohe Geldreserven. Die meisten speichern ihr Unternehmenskapital und das Kapital der Nutzer übrigens separat.

Last but not least: Der Support! Vor allem in den letzten Jahren wurden viele CFD-Broker wegen des unzureichenden Supports stark kritisiert. Endlich tut sich was: Viele bieten nun einen Livechat an, bei deutschen CFD-Brokern gibt es sogar Telefonnummern, über die man den Kundensupport 24/7 erreichen kann.

Fazit: Die Brokerauswahl hängt von einigen Faktoren ab – wichtig sind vor allem die Seriosität und der Kundensupport.

3. Sich registrieren

Wie handelt man mit CFDs?Broker ausgesucht? Sehr gut!

Jetzt geht’s ans anmelden. Musste man früher nur die E-Mail und das Passwort definieren, so wurde der Registrierungsprozess in der vergangenen Zeit durch behördliche Auflagen etwas schwieriger.

Damit man heute mit Echtgeld traden kann, muss man eine Kopie des Personalausweises (oder Reisepasses) hochladen.

Außerdem wird von Brokern verlangt, dass man ein Anmeldeformular ausfüllt. In diesem muss man einige (teils ziemlich private) Fragen beantworten. Der Grund: Der Broker will herausfinden, wie viel Erfahrung man hat und ob man Gefahr laufen könnte, süchtig zu werden.

Die Registrierung ist erst dann völlig abgeschlossen, wenn die Identität vom Broker bestätigt wurde. Das dauert in der Regel einige Stunden.

Fazit: Beim Registrierungsprozess muss man viel Geduld beweisen.

4. Erste Trades mit dem Demokonto

Die Registrierung ist endlich abgeschlossen, jetzt kannst du dich an die ersten (Demo-)Trades wagen!

CFD Demokonto

Abhängig vom Broker sieht dein Webinterface mehr oder weniger übersichtlich aus. Wähle einen Basiswert, über den du dich bereits informiert hast, stelle deine Analysen an und wenn du dir sicher bist, wohin der Kurs tendiert, kannst du Short oder Long gehen.

Zuerst bist du immer im Minus. Das liegt daran, dass bei CFD-Brokern jeder Kurs einem gewissen Spread unterliegt.

Erklärung: Als „Spread“ bezeichnet man den Unterschied zwischen den Kursen, zu denen ein Basiswert ge- bzw. verkauft wird. Dadurch finanziert sich der Broker.

Fazit: Je mehr Demokonto-Trades du machen wirst, desto eher wirst du ein Gefühl fürs Traden bekommen.

5. Zum Echtgeld-Konto wechseln

Du hast dich auf dem Demokonto ausgetobt und dein virtueller Kontostand ist hoffentlich höher als am Anfang.

Jetzt wird’s ernst: Im Webinterface findest du irgendwo den Button „Zu Echtgeld wechseln“. Durch einen Klick auf diesen Button kommst du ins Echtgeld-Webinterface.

Modusauswahl

Die Modusauswahl am Beispiel von Plus500.

Normalerweise sieht dieses ganz gleich aus, wie das Demo-Interface.

Bevor du mit dem Traden beginnen kannst, musst du Geld auf dein Brokerkonto hochladen. Das ist zB. mit einer Kreditkarte, mit PayPal oder mit einer klassischen Überweisung möglich. Die genauen Einzahlungsmöglichkeiten hängen natürlich von Land und Anbieter ab.

Fazit: Der Wechsel zum Echtgeld-Konto ist normalerweise mit 1-2 Klicks erledigt.

6. Ersten Trade machen

Aktien CFD handelnBis hierher alle Schritte befolgt? Perfekt!

Jetzt liegt’s an dir: Wähle den zu tradenden Basiswert aus und verkaufe oder kaufe. Mit etwas Wissen (und Glück) hast du deinen ersten Profit mit CFDs gemacht. Falls nicht: Weiterüben.

Fazit: Der letzte Schritt ist der einfachste, wenn du alle vorherigen Schritte durchgeführt hast.


Kein Kurs der Welt ersetzt Erfahrung!

Auch wenn du 5 Kurse absolviert hast: Das Demokonto sollte genutzt werden!

Theoretisches Wissen kann nicht direkt in praktisches umgewandelt werden. Erst mit einer gewissen Erfahrung kannst du Schritt-für-Schritt zum praktischen Profi werden.

Am effektivsten kannst du Erfahrung mit einem Demokonto sammeln. Auch kleinere Echtgeld-Trades zeigen dir, wo deine Limits sind und wann du dich selbst überschätzt hast. Es empfiehlt sich außerdem, sich auf einen Basiswert zu konzentrieren und diesen zu perfektionieren.

Was du dir anfangs erwarten solltest…

Kein Meister ist bisher vom Himmel gefallen. Leider tun viele YouTube-Gurus heute so, als könnte man nach wenigen Tagen bereits vom Traden leben.

Das ist Unsinn. Erwarte dir daher nicht, dass sich der Erfolg in den ersten Tagen, bzw. Wochen einstellen wird. Je mehr Trading-Erfahrung du hast, desto größer sind deine Chancen, erfolgreich zu sein.

YouTube-Gurus locken deshalb mit solchen Versprechen, da sie selber ihre total überteuerten Kurse verkaufen wollen.

Fazit: Wie handelt man mit CFDs?

Wie du siehst, gibt es bei CFDs viele verschiedene Faktoren und Komponenten, die eine wichtige Rolle spielen. Je besser du dein CFD-Können anfangs perfektionierst, desto weniger Geld wirst du im Echtgeld-Modus verlieren.

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