Broker werden: Definition, Ratgeber & Alternative

Broker werdenImmer mehr Menschen interessieren sich dafür, Broker zu werden. Der Börsenberuf scheint für viele eine besondere Anziehung auszuüben. Broker handeln für Dritte mit Devisen, Rohstoffen, Aktien oder anderen Basiswerten.

Broker möchten mit ihren Handelsbewegungen einen so hohen Gewinn wie möglich erzielen.

Dafür sind Analysen, Know-How und ausgeklügelte Strategien nötig, denn nur dann wird ein Gewinn realisierbar.

Dass es möglich ist, sich mit dem Kauf und Verkauf von Aktien große Profite anzueignen, beweist auch Warren Buffet. Er hat mit den richtigen Investitionen milliardenschwere Gewinne erzielt.

Damit man Broker werden kann, sind in Deutschland jedoch einige Schritte nötig.

Im folgenden Beitrag zeigen wir, was ein Broker überhaupt ist, wie Privatpersonen mit dem CFD-Handel beginnen können und welche Risiken der Job mit sich bringt. Weiters erfährst du im Beitrag, wie ein Demokonto bei einem Online-Broker eröffnet wird und wieviel Profi-Broker im Durchschnitt verdienen.


Was ist ein Broker?

Broker werden

Unter der Definition “Broker” verstecken sich gleich mehrere Berufsbilder.

Der klassische Broker ist ein Börsenmakler, welcher (meist durch eine kaufmännische Ausbildung) das Know-How dazu hat, für ein Unternehmen oder für Drittkunden mit Rohstoffen oder Aktien zu handeln.

CFD HändlerAls Broker (etwa “Online-Broker”) werden jedoch auch Unternehmen betitelt, die für Privatpersonen an der Börse handeln. Kunden geben dabei nur die Order an den Börsenmakler, welcher daraufhin im Auftrag des Ordergebers beispielsweise eine Aktie kauft oder verkauft.

Online-Broker bieten etwa vielen Privatanlegern, die früher nie die Chance hätten, in den Aktienhandel einzusteigen, einen einfachen Einstieg in die globalen Markets.

Zusammengefasst handelt es sich bei Brokern also um Dienstleister oder Online-Angebote, die für ihre Kunden (Unternehmen oder Private) den Handel mit Aktien durchführen. Im Gegensatz zu Tradern treffen Broker jedoch keine eigenen Anlage-Entscheidungen. Vielmehr nehmen sie Anträge von Kunden auf und führen diese durch.

Broker handeln außerdem nicht für die eigene Tasche, sondern für die ihrer Kunden. Durch Provisionen und andere Kundengebühren verdienen sie ihr Geld.

Nicht vergessen sollte man aber, dass Broker ihre Kunden bei Investitionsentscheidungen beraten dürfen. Durch Analysen der Märkte geben sie Tipps für zukünftige Investitionen.

Da es jedoch immer mehr Direktbanken gibt, die als reiner Börsenmakler ohne Beratung agieren, beschränkt sich auch der Tätigkeitsbereich des Brokers auf das Durchführen von Wertpapierkäufen und Verkäufen.

Was ist der Unterschied zwischen Trader und Broker?

Broker werden Animation

Zwischen Tradern und Brokern gibt es einen entscheidenden Unterschied.

Viele Menschen verwechseln diese beiden Berufsbilder, weshalb wir im Folgenden die Unterschiede zwischen Tradern und Brokern erläutern werden.

Als Händler (oder Trader) werden Personen bezeichnet, die selbsttätig Handelsentscheidungen treffen. Sie handeln meist für die eigene Tasche und nutzen Broker, die dann ihre Orders durchführen. Trader arbeiten in den meisten Fällen nicht mit Fremdkapital, sondern mit ihrem eigenen Geld.

Im Gegensatz dazu stehen Broker (oder auch Börsenmakler). Sie führen im Auftrag ihrer Kunden Orders durch, treffen selber aber keine Entscheidungen bezüglich der Investments. Damit der Broker für den Kunden eine Order durchführt, wird eine Provision fällig – auch Vermittlungsgebühr genannt.

Wenn man also Broker werden möchte, bezeichnet dies einen Beruf, welcher sich mit der Abwicklung von Börsengeschäften auseinandersetzt.

Wer auf eigene Verantwortung Handelsentscheidungen treffen möchte, wird Trader genannt. Dazu empfehlen wir diesen Beitrag: Wie wird man Trader?

Die besten CFD-Broker:
Zum aktuellen Top 5 Vergleich

Wie wird man Broker?

MACD Indikator interpretierenUm in Deutschland als Börsenmakler zu arbeiten, benötigt man eine Lizenz der Deutschen Börse.

Diese erhält man, nachdem man eine mehrtägige Schulung abgeschlossen hat. Am Ende dieser Schulung gibt es dann die Lizenz.

Mit der Lizenz kann man dann zwar als Broker arbeiten, um damit aber Erfolg zu haben, benötigt es viel Know-How und Wissen. Experten empfehlen daher für all jene, die Broker werden möchten, ein Bachelorstudium im Wirtschaftswesen abzuschließen. Auch ein Hochschulabschluss oder Finanzabschluss auf einer Schule kann von großem Nutzen sein. Als klassiche Ausbildung für den Broker-Beruf gilt eine Lehre im Banksektor.

Damit ein Broker innerhalb eines Unternehmens erfolgreich arbeiten kann, bekommen neue Job-Anwärter anfangs außerdem bei vielen Firmen eine Einschulung, um sich mit den handelbaren Assets vertraut zu machen und die Dienstleistungen des Unternehmens näher kennenzulernen.

Die Job-Aussichten stehen gut. Dank der Digitalisierung haben Broker viele Vorteile erfahren. Sie müssen jetzt nicht mehr täglich am Börsenparkett stehen, sondern können ihre Orders bequem von daheim ausführen. Daher ist der Beruf auch Home-Office-geeignet.

Was sollte man für den Job als Broker mitbringen?

Broker werden

Wer Broker werden möchte, braucht das gewisse Etwas.

Eva die TraderinProfi-Broker haben eines gemeinsam: Sie können sehr gut mit Stress umgehen. Da an den Börsen nahezu permanent eine generelle Panikstimmung herrscht, benötigt man einen kühlen Kopf, um sich ein objektives Bild von den Kursen zu machen.

Außerdem müssen Broker verantwortungsvoll mit den Kundengeldern umgehen. Ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein sollten Broker also ebenfalls mitbringen.

Weiters sollte sich jeder Berufsanwärter schon im Vornhinein darüber bewusst sein, dass er logische Entscheidungen treffen und sehr rational denken muss. Trading-Umgebungen verleiten viele Menschen zu emotionalem Handeln, was fast immer zu Verlusten führt. Wenn man also auch in den stressigsten Momenten eine Situation rational einschätzen kann, ist das bereits eine sehr gute Voraussetzung für den Broker-Beruf.

Last but not least: Ein gewisses Grundwissen in Sachen Finanzen sollte jeder Broker-Anwärter mitbringen. Zwar kann man vieles auch in Schulungen und Ausbildungen lernen, ohne jegliches Interesse wird man es an den globalen Finanzmärkten jedoch schwer haben. Während der Ausbildungszeit bietet es sich etwa an, Praktika als Broker zu absolvieren, um dann so gut vorbereitet wie möglich in die Arbeitswelt zu starten.

Welche Ausbildung braucht ein Broker?

CFD AusbildungWie bereits im vorherigen Absatz erwähnt, eignen sich vor allem Ausbildungen und Studien im Wirtschafts- und Finanzbereich, um im späteren Verlauf Broker zu werden.

Eine besonders beliebte Kombination für das Berufsbild des Brokers ist ein BWL-Studium und eine Ausbildung zum Bankkaufmann.

Im anglo-amerikanischen Bereich gibt es jedoch auch einige Börsenhändler, die aus komplett anderen Bereichen kommen. Manche haben bereits Studien der Humanistik abgeschlossen, bevor sie sich für den Beruf des Brokers entschieden haben. Man sieht also, dass es hier viele Wege zum Ziel gibt.

Das wichtigste ist aber, dass man die offizielle Berufsbezeichnung “Börsenhändler” in Deutschland erst dann tragen darf, wenn man eine sogenannte “Händlerprüfung” bei der Deutschen Börse abgelegt hat.

Wer BWL studiert, kann sich für eine spezielle Vorlesungsreihe in diese Richtung inskribieren.

Danach gilt es, die Börsenprüfung abzulegen. Wer nicht BWL studiert, kann übrigens auch zum Bildungszentrum der Deutschen Börse gehen, wo es auch Kurse für diese Prüfung gibt.

Egal ob bei den Vorlesungen oder in einem speziellen Kurs – Teilnehmer lernen, wie das deutsche Börsenrecht funktioniert, wie sich der Preis an der Börse bildet, wie Transaktionen durchgeführt werden und wie das deutsche Xetra-Marktmodell funktioniert.

Nach erfolgreichem Ablegen der Prüfung darf man sich dann ofiziell als “Börsenmakler” betiteln.

Alternative: Wie wird man Trader?

Trader werden

Um Trader zu werden, benötigt man keine spezielle Ausbildung. Es ist daher eine empfehlenswerte Alternative zum Broker-Beruf.

Heutzutage ist es theoretisch mit wenigen Klicks möglich, Trader zu werden. Alles was man dafür benötigt, sind eine schnelle Internetverbindung und ein Konto bei einem CFD-Broker.

Wir empfehlen allen Neueinsteigern die Nutzung eines sogenannten CFD-Demokontos. Dabei kann man in einer sicheren Trading-Umgebung Positionen eröffnen und schließen. Im Gegensatz zum Echtgeld-Konto wird im Demokonto jedoch mit virtuellem Geld gehandelt. Abhängig vom CFD-Broker bekommt man ein virtuelles Kapital verliehen, mit welchem man dann handeln kann.

Auch angehende Broker sollten anfangs versuchen, selbst bei einem Online-CFD-Broker zu traden, bevor sie sich für den Karriereweg des Brokers entscheiden.

Im Demo- und Echtgeldkonto von CFD-Anbietern sieht man relativ schnell, wie der Handel an den globalen Märkten vonstatten geht.

Neben Demokonten bieten die größten CFD-Broker auch Schulungsangebote an, wo Einsteiger erste Infos zum Online-Handel bekommen und sich weiterbilden können.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Trader werden ziemlich einfach ist. Ein CFD-Konto ist in wenigen Minuten erstellt. Schwieriger ist jedoch der profitable Handel. Aktuelle Risikohinweise großer Broker zeigen, dass nur ein Bruchteil der Händler Gewinne verbuchen kann. Der Großteil (etwa 70-80%) tradet durchgehend im roten Bereich. Wir empfehlen aber jedem einen Blick ins kostenlose Demokonto.

>> Kampf der Broker-Giganten: eToro vs. Plus500 >>

Was ist ein Online-Broker?

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Screenshot von der Plus500 Webseite – Beispielpreise

Der Begriff “Broker” bezeichnet nicht nur menschliche Börsenmakler, sondern auch Internetunternehmen, die Privatpersonen den Handel mit Aktien oder CFDs ermöglichen.

Nach der allgemeinen Definition ist ein Online-Broker ein Dienstleistungsanbieter, welcher es seinen Kunden ermöglicht, online zu traden. Mit der Digitalisierung hat sich auch dieses Marktfeld schnell entwickelt.

Heutzutage wickeln Online-Broker täglich große Summen an Orders, die sie von ihren Kunden bekommen, ab. Im Gegensatz zu Wertpapierbrokern, die im Auftrag ihrer Kunden Aktien, Rohstoffe oder andere Assets kaufen, bzw. verkaufen, funktionieren CFD-Broker anders.

Die simpelste Erklärung von CFDs: Kunden gehen mit dem CFD-Broker eine Wette ein – mithilfe von Differenzausgleichsverträgen (Contract for Difference). Wenn der Kunde mit seiner Position richtig liegt, gewinnt er und bekommt Geld vom Broker. Lag der Kunde falsch, wird das Geld vom Kundenkonto abgezogen.

Diese Art von Online-Brokern (CFD) ist bei kurzfristigen Daytradern sehr beliebt: Innerhalb von Minuten können Positionen geöffnet und wieder geschlossen werden. Online findet man daher eine Reihe von Trading-Strategien, die Tageshändler entwickelt haben.

Eine der bekanntesten Taktiken für den Handel bei CFD-Brokern ist die Trendfolgestrategie: Trader analysieren dabei verschiedene Basiswerte und versuchen, Trends ausfindig zu machen. Dafür gibt es hilfreiche Tools (sogenannte “Indikatoren”), die dabei behilflich sein können.

Sobald ein Trend entdeckt wurde, wird die Position geöffnet. Geht’s in die gewünschte Richtung, bekommt der Trader Geld. Geht’s in die falsche Richtung, kassiert der Online-Broker.

Diese Art des Tradens kann zwar Profite bringen, ist jedoch auch sehr risikoreich.

Wie verdienen Broker Geld?

Demo Daytrading RisikoBroker verdienen ihr Geld durch Provisionen.

Wie wir jetzt bereits wissen, nehmen Broker Aufträge von Kunden an und führen diese an der Börse durch (etwa den Kauf und Verkauf von Aktien). Außerdem beraten Broker ihre Kunden und geben Tipps zu Anlage-Entscheidungen.

Wer die Börsenmakler-Prüfung bei der Deutschen Börse abgelegt hat, darf dieser Tätigkeit nachgehen.

Wer selbstständig als Börsenmakler arbeitet, verdient eine Provision, die prozentual vorher mit dem Kunden vereinbart wurde. Meist liegt diese bei bis zu 3 Prozent. Je mehr verschiedene Kunden man hat und je mehr Aufträge man entgegennimmt, desto größere Geldsummen kann man verdienen.

Anfangs ist es für jeden Broker wichtig, sich einen Kundenstamm und eine gute Reputation aufzubauen.

Ist das erstmal geschafft, ist es auch heutzutage noch möglich, als Börsenmakler gutes Geld zu verdienen.

Wie viel verdienen Broker durchschnittlich?

Beim Gehalt gibt es bei Börsenmaklern eine große Spanne.

Vor allem festangestellte Börsenhändler können bis zu 7.000€ pro Monat verdienen. Wer bereits längere Zeit mit dabei ist und als Profi der Branche gilt, verdient schon mal 10.000€ oder mehr.

Man sieht also, dass die Gehaltsaussichten beim Broker-Beruf gut sind.

Gleichzeitig gibt es hohe Risiken und viele Fallen, die man nicht unterschätzen darf: Einerseits bewegen sich die Märkte oft schnell und unvorbereitet, was zu Verlusten führen kann. Andererseits gibt es vor allem im Internet viele unseriöse Angebote im Finanzbereich, von denen man lieber die Finger lassen sollte. Hier ist ein wachsames Auge also wichtig.

Unsere Empfehlung: Trading mit Demokonto testen

Das Berufsbild des Brokers ist also sehr vielfältig, aber nicht für jeden geeignet.

Wir empfehlen daher allen, die überlegen, Börsenhändler (oder ähnliches) zu werden, das Trading mit einem Demokonto zu probieren.

Bei den meisten CFD-Brokern ist der Account für ein Demokonto in wenigen Minuten erstellt. Anschließend bekommt man vom Broker ein virtuelles Kapital zur Verfügung gestellt (etwa 100.000€).

Mit diesem Kapital darf man dann eigentlich innerhalb des Demokontos alles anstellen, was man möchte: Basiswerte suchen, Positionen öffnen und schließen, Risikomanagement-Tools testen, neue Strategien probieren.

Wer möchte, kann nach dem Austoben im Demokonto auch zum Echtgeld-Konto wechseln. Nach der Überweisung des Handelskapitals an den Online-Broker ist es im Echtgeld-Konto möglich, realen CFD-Handel zu betreiben.

Wenn es in die gewünschte Richtung geht, macht man Profite und verdient Geld. Geht’s in die falsche Richtung, verliert man Geld.

Da es sich beim CFD-Trading jedoch um eine sehr riskante Form des Investierens handelt, sollte jeder vorher anfangs mit einem Demokonto anfangen. Im Zusammenhang mit Demokonten finden Kunden dort oft auch Schulungsunterlagen, um den Handel mit Differenzkontrakten zu erlernen.

Die besten CFD-Broker:
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Fazit: Broker werden

Es ist nicht gerade einfach, Broker zu werden. Doch wer es geschafft hat, darf sich über ein überdurchschnittliches Gehalt und tolle Zukunftsaussichten freuen.

Die meisten Broker haben mit einer Ausbildung im Finanzwesen oder mit einem BWL-Studium begonnen. Anschließend folgt die Prüfung bei der Deutschen Börse, dessen erfolgreicher Abschluss dann die Befähigung zum Börsenmaklertum mitbringt.

Die meisten, die diesen Beitrag gelesen haben, werden (rein statistisch gesehen) vermutlich nicht Broker werden. Doch das heißt nicht, dass man aufs Traden verzichten muss.

Dank einer großen Anzahl an Online-CFD-Brokern kann heute jeder übers Internet mit kleinen oder großen Geldsummen traden. Wir empfehlen aber jedem, anfangs im Demokonto zu traden, bevor ins Echtgeld-Konto gewechselt wird.

Empfehlenswerte Anbieter findest du in unserem CFD-Broker Vergleich oder in diesem Beitrag. Empfehlenswerte Handelsstrategien haben wir hier gesammelt.

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