eToro Hebel: Definition & Anleitung

eToro Hebel AnleitungManchmal reicht es nicht, lediglich mit dem eigenen Kapital zu traden, um erfolgreich zu werden. Bei eToro haben Händler die Möglichkeit, Trades über einen kleinen oder hohen Hebel zu vergrößern.

Man muss aber aufpassen: Hebel sind komplexe Finanzinstrumente, mit denen man schnell hohe Verluste erleiden kann, wenn man sie falsch einsetzt.

  • In diesem Artikel erläutern wir, wie Hebel generell funktionieren, welche Hebelmöglichkeiten du bei eToro hast und wie du richtig mit Hebeln arbeitest.
  • Bevor wir jedoch tiefer ins Detail gehen, müssen wir uns zunächst die Grundlagen im Trading von CFDs mit einem hohen Hebel ansehen.
  • Wenn du schon weißt, was ein Hebel ist, kannst du direkt zum unteren Teil springen: Alles über den eToro Hebel.

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Was ist ein Hebel?

Trading

Zunächst möchten wir erklären, was ein Hebel überhaupt ist und wie er funktioniert.

Bei einem Hebel handelt es sich um eine Möglichkeit, das eingesetzte Kapital um den Faktor des Hebels zu erhöhen.

Gehebeltes TradingWie das in der Praxis funktioniert, schauen wir uns am besten anhand eines kleinen Beispiels an:

  • Wenn du einen Trade mit 100 Euro Einsatz platzierst und 10% Gewinn erzielst, hast du am Ende 110 Euro Kapital zur Verfügung.
  • Wenn du den gleichen Trade mit einem Faktor-2-Hebel ergänzt, hast du am Ende nicht 110, sondern sogar 120 Euro.

Wie ist das möglich?

  • Den Faktor 2 kannst du dir wie einen Kredit deines Brokers vorstellen, der deinen Einsatz verdoppelt.
  • Zu deinen 100 Euro Kapital leiht der Anbieter dir weitere 100 Euro, die du nach Abschluss des Trades zurückzahlen musst.
  • Jetzt erzielst du deine Gewinne nicht mehr auf 100 Euro, sondern auf 200 Euro.
  • Bei 10% Rendite entspricht das einem Gewinn von 20 Euro.
  • Von deinen jetzt 220 Euro zahlst du die geliehenen 100 an den Anbieter zurück und dir bleibt ein Kapital von 120 Euro.

Das gleiche Prinzip lässt sich auf jeden beliebigen Hebel anwenden.

Bei einem Hebel von 5 gibt die Bank dir 400 Euro zu deinen eingesetzten 100 Euro dazu. Sie verfünffacht also dein Kapital. Bei 10% Gewinn erhältst du 50 Euro Zinsen. Nachdem du die 400 geliehenen Euro an die Bank zurückgezahlt hast, bleiben dir 150 Euro. Das entspricht einem Gewinn von 50% auf dein Eigenkapital.

Aber Vorsicht: Der Hebel funktioniert natürlich auch nach unten! Wir gehen wieder zurück zu unserem Ausgangsbeispiel, um das zu verdeutlichen.

Deine Trading-Idee war in diesem Fall nicht so gut und du erleidest 10% Verlust auf deine Anlage. Bei einem Einsatz von 100 Euro bleiben dir dann noch 90 Euro übrig. Wenn du einen 2er-Hebel nutzt, um dein Kapital auf 200 Euro zu verdoppeln, bleiben dir nach dem Abschluss des Trades noch 180 Euro. Nach Abzug der geliehenen 100 Euro, die du natürlich trotzdem vollständig zurückzahlen musst, bleiben dir nur noch 80 Euro. Du hast also nicht nur 10, sondern 20% Verlust auf dein ursprünglich eingesetztes Kapital erlitten.

Tipp: Trading ohne Hebel – ist das sinnvoll?

Was ist eine Margin?

Margin

Der zweite wichtige Grundbegriff für den Handel mit Hebeln ist die sogenannte “Margin”.

Bei der Margin handelt es sich um eine Sicherheitsleistung, die dein Anbieter bei einem Trade mit Hebel von dir fordert.

Zur Veranschaulichung kommen wir wieder auf unser Beispiel vom Beginn zurück: Wenn du auf deine 100 Euro Kapital einen Hebel mit dem Faktor 2 anwenden willst, wird dir dein Anbieter diesen nicht gewähren, wenn du lediglich 105 Euro auf deinem Konto hast.

  • Wie hoch die Margin exakt ist, hängt nicht nur von deinem eingesetzten Kapital und deiner Hebelgröße ab, sondern unterscheidet sich auch zwischen den Anbietern deutlich.
  • Mit der Margin möchten sich Anbieter in erster Linie selbst schützen.
  • Ohne Sicherheitsleistungen könntest du dein Konto nach einem missglückten Trade einfach schließen und würdest so (zunächst) ohne die eingefahrenen Verluste aus der Nummer herauskommen.

Für deinen Anbieter wäre es mit sehr viel Aufwand verbunden, das Geld dann nachträglich einzutreiben. Die Margin schützt aber auch dich und verhindert im Zweifel sogar einen Totalverlust oder deinen finanziellen Ruin.

Insbesondere beim Trading mit hohen Hebeln, kann es schnell passieren, dass dein gesamtes Kapital verloren geht. Das hohe Risiko ist also in keinem Fall zu unterschätzen.

Die Margin setzt dir in diesem Fall eine gesunde Grenze.

Lange Zeit war es so, dass CFD-Broker einen Margin Call ausrufen durften. Darin wurden Trader aufgefordert, weiteres Kapital nachzuschießen. Diese Margin Calls wurden mittlerweile von der BaFin jedoch verboten. Das hohe Risiko beim CFD-Trading besteht zwar noch immer, man kann mittlerweile aber nicht mehr Geld verlieren, als jenes, welches man eingezahlt hat.

Wenn du also beispielsweise 500 Euro eingezahlt hast, kannst du maximal diese Summe verlieren.

Sollten Anfänger überhaupt mit Hebeln traden?

Was kann ich tun?

Hebel sind ein komplexes Finanzinstrument, dessen Wirkung viele Trader, selbst wenn sie schon einige Erfahrung haben, nicht immer ganz verstehen.

Grundsätzlich solltest du nur in Finanzprodukte investieren, die du auch wirklich gut verstehst.

Die Grundlage dafür sind Artikel wie diese, die dir eine gute Basis an Wissen schaffen. Wenn du die Theorie hinter dem Handel mit Hebeln verstanden hast, solltest du aber auf keinen Fall direkt bei einem CFD-Anbieter Geld einsetzen.

  • Nutze anfangs ein Demokonto des gewünschten Brokers. Die meisten Anbieter stellen dieses kostenlos zur Verfügung, um erste Erfahrungen mit dem Hebel Trading zu sammeln.
  • Wenn du hier gute Ergebnisse erzielst, kannst du möglicherweise beginnen, auch mit kleinen Echtgeldbeträgen in Hebelprodukte zu investieren.
eToro Demokonto Screenshot

Screenshot aus dem eToro Demokonto

Du solltest auf keinen Fall aus einer finanziellen Notsituation beginnen, mit Hebeln zu traden.

Wenn du in finanziellen Schwierigkeiten steckst, ist es keine gute Idee, deine Situation über hochriskante Trading Strategien retten zu wollen.

  • Nicht nur verhindert die Margin hohe Hebel wenn du nicht genug einzahlst, meist geht dieser Plan auch nach hinten los.
  • Die meisten sind dem Druck in dieser Situation schlichtweg nicht gewachsen.

Als Anfänger kannst du auch ohne Hebel mit wesentlich simpleren Methoden – etwa normalen Investitionen in Aktien – Gewinne machen.

Generell ist es aber nie empfehlenswert, in finanziellen Notsituationen mit dem Aktienhandel zu beginnen.

Dieser sollte mehr als Weg gesehen werden, bereits vorhandenes Grundvermögen zu vermehren. Niemals sollten Anfänger den Handel mit Vermögenswerten als Weg sehen, schnell aus wenig Geld viel Kapital zu machen.

Am Ende des Artikels werden wir dir noch einige Möglichkeiten vorstellen, damit du auch ohne Hebel gute Renditen erzielen kannst.

Tipp: Andere für sich traden lassen – gute Idee?

Wie kann ich das Risiko beim Handel mit Hebeln verringern?

Risiko verringern

Wir haben in den letzten Abschnitten gelernt, dass die Angst vor Verlusten beim Handel mit Hebeln nicht ganz unberechtigt ist. Im Gegenteil.

Mit hohen Hebeln oder riskanten Trades kann es schnell passieren, dass dein gesamtes Kapital weg ist.

Es gibt aber einige einfache Regeln, die dich vor Verlusten schützen und hohes Risiko vermeiden.

1. Ein-Prozent Regel

Unter erfahrenen Tradern erfreut sich die Ein-Prozent Regel großer Beliebtheit.

Sie besagt, dass du mit keinem einzelnen Trade mehr als ein Prozent deines gesamten Kapitals einsetzen solltest.

Auf diese Art und Weise kannst du sehr riskante Trades platzieren, der Verlust für dein Gesamtportfolio wird aber stark beschränkt. Natürlich sind deine Renditechancen bei dieser Methode auch nicht ganz so hoch.

2. Verlustgrenzen setzen

Wenn du eine persönliche Verlustgrenze für deine einzelnen Trades setzt, kannst du gleich in doppelter Hinsicht gelassener an das Trading gehen.

Zum Einen weißt du, dass du nur einen gewissen Betrag verlieren kannst, und zum Anderen hast du einen festgelegten Verkaufszeitpunkt, der dir deine Entscheidung erleichtert.

Außerdem muss man der Realität ins Auge sehen: Beim Trading hat man über nur wenige Parameter selbst die Kontrolle. Eines davon ist die Verlustgrenze. Und wer diese Stellschraube richtig nutzt, wird höhere Chancen auf profitables Trading haben.

Die Verlustgrenze kannst du auch über eine Stop Loss Order setzen.

Stop Loss Animation

Dabei weist du deinen Anbieter schon bei der Eröffnung des Trades an, bei unterschreiten eines gewissen Kursstandes deine offene Position zu schließen.

3. Mit risikoärmeren Assets traden

Beim Trading mit Hebel werden häufig hochvolatile Finanzprodukte, wie Pennystocks oder Währungen, genutzt.

Diese können innerhalb kürzester Zeit starke Wertverluste verzeichnen und dich daher auch ohne Hebel schon einiges an Kapital kosten. Entsprechend höher sind dafür natürlich auch die Gewinnchancen.

Andere Assets, wie beispielsweise die Aktien von mittelgroßen Unternehmen, unterliegen wesentlich geringeren Schwankungen und bergen daher auch ein geringeres Risiko.

Hier kannst du auch höhere Hebel einsetzen, ohne dein Verlustrisiko zu sehr in die Höhe zu treiben. Natürlich sind auch hier die Gewinnchancen entsprechend geringer.


Trading mit dem eToro Hebel

eToro Hebel Screenshot

Screenshot: Hebel bei eToro

Im zweiten Teil dieses Artikels werden wir uns etwas genauer mit dem Handel mit Hilfe des eToro Hebels beschäftigen.

Wir schauen uns hier im Detail an, welche Hebelarten es gibt, wie du auf der Plattform damit traden kannst und welche Vor- und Nachteile es beim Handel mit dem eToro Hebel gibt.

Welche Trading Arten mit Hebel gibt es bei eToro?

Trading ArtenDie meisten Plattformen erlauben das Setzen von Hebeln nicht für alle Finanzprodukte.

Bei eToro bist du in der Auswahl deiner Assets aber relativ frei.

Du kannst deine Hebel auf Aktien, Währungen, ETFs und Rohstoffe setzen. In manchen Fällen ist sogar das Hebeln von Kryptowährungen möglich.

Mit den Hebeln auf Devisen und Rohstoffe kannst du hohe Gewinnchancen wahrnehmen, wogegen dir das Hebeln von ETFs und Aktien mehr Sicherheit bietet.

Wie hoch ist der eToro Hebel?

Da eToro eine Plattform für Kleinanleger ist, hat sie sich dazu entschieden, die vorgegebenen Grenzen der Aufsichtsbehörden sogar zu unterschreiten und den maximalen Hebel auf den Faktor 5 zu beschränken.

Konten von Privatinvestoren verlieren oft Geld beim Handel mit Hebel. Deshalb möchte man hier anscheinend besonders auf Nummer Sicher gehen.

Bei 100 Euro Einsatz kann dein Kapital also auf maximal 500 Euro gehebelt werden. Die Regularien der Aufsichtsbehörden sehen einen maximalen Hebel von 1:30 vor.

Mit der Begrenzung will eToro seine meist unerfahrenen Anlegern vor zu hohen Verlusten schützen. Daher ist die Plattform gut für Einsteiger geeignet.

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CFD.guide-Risikohinweis: Obwohl auch unsere eToro Erfahrungen bestätigen, dass der Anbieter für Einsteiger geeignet ist, kann es trotzdem zum Totalverlust des investierten Kapitals kommen. Trading von CFDs bietet Gewinnchancen, ist aber auch immer hochriskant.

Wie kann man den eToro Hebel einstellen?

eToro Hebel-Einstellungen am Beispiel des DAX

eToro Hebel-Einstellungen am Beispiel des DAX

Das Arbeiten mit dem eToro Hebel ist extrem einfach. Die gewünschten Hebel können direkt auf der Plattform eingestellt werden.

  • Im ersten Schritt suchst du dafür direkt auf der Plattform nach den Basiswerten, auf die du einen gehebelten Trade setzen willst.
  • Wenn du danach die Detailansicht aufgerufen hast, befinden sich direkt neben dem Chart zwei Buttons mit den Optionen “Kaufen” und “Verkaufen”.
  • Wenn du auf einen der Buttons klickst, öffnet sich eine weitere Maske, in der du die Margin und deine gewünschten Hebel, bis zum Limit der Plattform, einstellen kannst.

Welche Vorteile bietet dir der eToro Hebel?

Warum macht es Sinn, die Hebelfunktion auf der Plattform zu nutzen?

In diesem Abschnitt stellen wir die größten Vorteile des eToro Hebels kurz und kompakt vor.

1. Größere Renditechancen

Grundsätzlich ermöglicht dir das Hebeln die Chance auf bessere Renditen. Wenn du dir bei einem Trade relativ sicher bist, kannst du auf diesem Wege Fremdkapital nutzen, um deine Eigenkapitalrendite zu verbessern.

2. Sicherheit durch Margins

Die notwendigen Sicherheitsleistungen schützen dich trotz des erhöhten Renditepotentials der Hebel vor der sogenannten “Alles oder Nichts”-Mentalität.

Da du Sicherheitsleistungen erbringen musst, kannst du nur eine begrenzte Kapitalsumme verlieren.

3. Einfache Gestaltung

Die Hebelfunktion bei eToro ist sehr einfach gestaltet und auch für Anfänger schnell zu überblicken.

Die Funktion ist unkompliziert zu finden und einzusetzen.

4. Integriertes Demokonto

Bevor du ans Trading und Hebeln mit echtem Geld gehst, hast du die Möglichkeit, deine Strategie erstmal in einem Demokonto auszuprobieren.

Auf diesem Wege lernst du den Markt besser kennen und bekommst ein Gefühl für die Funktionen des Hebels.

Nach einiger Übung wirst du dann sicher auch bessere Ergebnisse am echten Markt erzielen.

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Welche Nachteile haben die eToro Hebel?

Natürlich hat das Handeln mit Hebeln auch bei eToro nicht nur Vorteile.

In diesem Abschnitt wollen wir dir auch einen Überblick über die relevanten Nachteile der Handelns mit einem Hebel bei eToro aufzeigen.

1. Begrenzte Gewinnchancen

Genau wie der nach oben beschränkte Hebeleinsatz als Vorteil für Trader gesehen werden kann, werden ihn einige als Nachteil sehen.

Durch das Limit sind die maximalen Verluste zwar begrenzt, einige Trader können jedoch nicht so hoch hebeln, wie sie es eigentlich möchten.

Für diese Hochrisikotrader sind andere Plattformen mit weniger Begrenzungen beim Setzen der Hebel, möglicherweise besser geeignet.

2. Trotzdem Risiko für hohe Verluste

Das Begrenzen der Hebel ist eine effektive Methode, um Anleger vor hohen Verlusten zu schützen.

Das Risiko hängt jedoch auch noch von weiteren Faktoren ab.

Mit der Begrenzung des Hebels können Verluste, die über das eingesetzte Kapital hinaus gehen, beschränkt werden – das heißt aber nicht, dass es keine hohen Verluste geben kann, wenn die falschen Finanzprodukte ausgewählt werden.

Hier müssen weitere Faktoren, wie beispielsweise die bereits genannte ein Prozent Regel oder die Auswahl von weniger riskanten Basiswerten, bei der Risikosteuerung berücksichtigt werden.

Deutlich mehr als 50% aller Konten von Privatinvestoren verlieren Geld beim Traden, da sie nicht einmal die Grundlagen des Risikomanagements beachten.


Fazit: Die wichtigsten Fakten zu eToro Hebeln

cfd

Zum Abschluss des Artikels wollen wir uns in einem ausführlichen Fazit nochmal die wichtigsten Punkte zu eToro Hebeln anschauen.

Abschließend geben wir dir auch noch einige praktische Tipps für den Umgang mit Hebeln mit auf den Weg.

Für welche Trader eignet sich der Handel mit Hebeln?

Grundsätzlich steht der Zugang zu Hebelprodukten jedem Trader offen. In einem Demokonto mit Spielgeld zu üben kann auch niemandem schaden.

  • Trotzdem muss dir bewusst sein, dass Hebelprodukte sehr komplex sind.
  • Ein Anfänger, der noch keinen Kontakt mit Trading oder der Börse im Allgemeinen hatte, sollte auf keinen Fall sofort mit dem Hebeln beginnen.
  • Wenn du hingegen schon einige Erfahrung an der Börse mitbringst und deine Gewinnchancen maximieren möchtest, dann könnte der Handel mit Hebeln gut für dich geeignet sein.
  • Grundvoraussetzung dafür ist nicht nur allgemeine Trading Erfahrung, sondern auch ein umfassendes Marktverständnis.

Neben der Erfahrung solltest du außerdem eine sehr hohe Risikotoleranz mitbringen. Wer nicht mit kurzzeitigen Verlusten und großen Schwankungen umgehen kann, ist vermutlich eher nicht für das Trading mit Hebeln geeignet.

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Für welche Trader eignet sich der Handel mit Hebeln auf keinen Fall?

Im Abschnitt zuvor haben wir bereits erwähnt, dass der Handel mit Hebeln insbesondere für Anfänger nicht geeignet ist.

Zu Beginn deiner Trading Karriere fehlt dir schlichtweg die Wissensbasis und die Erfahrung mit riskanten Finanzinstrumenten.

Wie du dich über die Erfahrungen mit einem Demokonto und das intensive Einlesen in die Materie, auf deinen Start als Hebel-Trader vorbereiten kannst, haben wir bereits in einem anderen Abschnitt erläutert.

Es gibt aber auch erfahrene Trader, die nicht für das Hebel Trading geeignet sind:

  1. Risikoaverse Anleger
    Nicht jeder Anleger kann mit hohem Risiko gut umgehen. Wenn du Schwankungen in deinem Depot nur schlecht verträgst und am liebsten ganz ohne Verluste investieren willst, ist das Trading mit Hebeln wahrscheinlich nichts für dich. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen bergen alle gehebelten Trades ein enormes Verlustpotential.
  2. Anleger mit Geldproblemen
    Wenn du Schulden hast oder deine Rechnungen durch Gewinne aus deinen Investitionen bezahlen willst, solltest du besser ganz auf Trading und insbesondere das Trading mit Hebeln verzichten. Verluste und ausbleibende Gewinne sind deutlich schmerzhafter, wenn du eigentlich auf das Geld angewiesen bist. Durch den psychologischen Druck wirst du schlechtere Trading Entscheidungen treffen und eher noch mehr Schulden aufbauen, anstatt sie zu reduzieren. CFDs mit Hebeln sind außerdem zu komplexe Instrumente, um eine genaue Gewinnwahrscheinlichkeit abgeben zu können.

Wie du auch ohne Hebel Gewinne erzielen kannst

Zum Abschluss muss gesagt werden, dass du natürlich auch ohne höheren Hebel ordentliche Gewinne erzielen kannst.

Wie bereits besprochen, gibt es neben den Hebeln noch weitere Faktoren, die deine Renditechancen beeinflussen.

Kryptowährungen und Devisen unterliegen generell ohnehin großen Schwankungen. Hier bestehen also auch ohne geliehenes Kapital schon große Renditepotentiale. Aber Vorsicht: Natürlich gilt auch hier, dass große Renditepotentiale auch immer mit großen Verlustpotentialen einhergehen.

Wenn du ohnehin eher sicherheitsorientiert bist, solltest du auf ein Portfolio mit breit gestreuten Aktien und ETFs setzen. Hier kannst du, wenn du alles richtig machst, langfristig auch bis zu 10% Rendite pro Jahr erzielen.

Ein weiterer Faktor, mit dem du deine Renditechancen auch ohne Hebel erhöhen kannst, ist dein Kapitaleinsatz.

Wir haben vorhin gelernt, dass erfahrene Trader beim Nutzen von Hebeln nie mehr als ein Prozent ihres Gesamtkapitals pro Trade aufs Spiel setzen. Das gehebelte Kapital beträgt dann also nur einen Bruchteil des gesamten investierten Betrags.

Wenn du ohne Hebel tradest, kannst du diese Regel durchaus ein wenig aufweichen. Natürlich musst du weiter diversifizieren und darfst nicht dein gesamtes Kapital auf einen Trade setzen, aber ohne Hebel ist es in Ordnung, auch mal 5 oder vielleicht sogar 10% des gesamten Kapitals in einen Trade zu stecken.

Die genaue Risikobewertung ist am Ende aber dir überlassen. Im Zusammenhang mit Trading muss jedoch immer von einem hohen Risiko für den investierten Betrag ausgegangen werden.

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