eToro Verkaufen-Positionen: Infos zu Short Selling

eToro verkaufeneToro ist ein Broker mit Social Trading Möglichkeiten, der den Handel mit CFDs und realen Aktien und Kryptowährungen unterstützt. CFDs haben die Eigenschaft, dass auch Aktien verkauft werden können, die man früher noch gar nicht gekauft hat.

Diesen Verkauf von Aktien nennt man Leerverkauf. Bei eToro können Verkaufen-Positionen eingegangen werden, ohne dass man den zugrundeliegenden Basiswert vorher gekauft hat.

Solche eToro Verkaufen-Positionen können in manchen Situationen sinnvoll sein, bergen jedoch auch einige Risiken und gelten als komplexe Instrumente der Finanzwelt.

Du erfährst in diesem Beitrag, was eToro Verkaufen-Positionen sind und wie du beim Anbieter normale Trades schließen kannst. Außerdem zeigen wir, wann eToro Verkaufen-Positionen Sinn ergeben – und wann nicht.

Was ist eine eToro Verkaufen-Position?
Direkt zur Erklärung springen


Über eToro

eToro Top Trader Ansicht

eToro Screenshot

Wie bereits in der Einleitung angeschnitten, handelt es sich bei eToro um einen Anbieter für den Handel mit verschiedenen Assets.

Obwohl der Anbieter den Handel mit vielen Anlageklassen bietet, ist das größte Alleinstellungsmerkmal von eToro das Copytrading.

Nutzer können beim Anbieter also nicht nur selbst Investitionen in Aktien und andere Assets tätigen, sondern auch die Portfolios anderer Händler kopieren.

eToro ist also nicht nur ein Anbieter für klassisches CFD-Trading, sondern auch fürs Social Trading.

Vor allem Einsteiger finden sich dank der Social Features vielleicht schneller zurecht, doch man muss davon ausgehen, dass ein großer Teil der Händler mit einem Verlust aussteigt. Deshalb ist es wichtig, sich gut zu informieren und sinnvoll und sicher zu traden.

Die Plattform wirkt modern und ermöglicht es, in wenigen Minuten in eine große Palette an verschiedenen Assets zu investieren. Das Repertoire reicht dabei von klassischen Aktien, Devisen, ETFs und Indizes zu Rohstoffen oder Kryptowährungen.

Dank professioneller Chartanalyse Tools kann man auch direkt in der Plattform Analysen durchführen.

Jetzt zu eToro

Zusammengefasst ist eToro ein Anbieter fürs Trading von realen Assets und CFDs. Als Besonderheit ist dabei das Social Trading zu erwähnen, bei dem andere Nutzer kopiert werden können.

Wie wird auf eToro getradet?

eToro Screenshot: Trade mit Hebel-Hinweis

eToro Screenshot: Trade mit Hebel-Hinweis

Auf eToro werden einige Assets als CFD getradet, während andere als echte Anlagen gehandelt werden.

Ob man gerade eine echte Anlage oder einen CFD tradet, sieht man im Handels-Bildschirm.

Welche eToro Aktien als echte Anlagen und welche als CFDs erhältlich sind, ist von einigen Faktoren abhängig.

Bei eToro Aktien ist es grundsätzlich so, dass nicht-gehebelte Kaufen-Positionen als reale Aktien im Namen des Händlers gekauft werden.

Möchte man jedoch einen Hebel anwenden oder eine Verkaufen-Position eröffnen, wird mit einem CFD getradet. Ein Hebel oder eine Verkaufen-Position ist beim Direktkauf nämlich gar nicht möglich.

Hinweis: eToro betont immer wieder, dass es sich bei der Plattform um keine klassische Börse handelt. Deshalb ist es auch nicht möglich, Aktien oder andere Vermögenswerte zu anderen Brokern zu übertragen. Es können jedoch die Positionen geschlossen und das Geld normal abgebucht werden.

Ähnlich wie bei eToro Aktien, verhält es sich bei Bitcoin & Co.

Wenn man auf eToro Bitcoins ungehebelt kauft, werden diese im Namen des Händlers mit echten Vermögenswerten gesichert.

Möchte man jedoch einen gehebelten Kauf durchführen oder eine Verkaufen-Position eröffnen, wird der Trade automatisch zur CFD-Position.

Zusammenfassung: Wie dieser Absatz gezeigt hat, ist es also vor allem von der Trade-Art abhängig, ob ein Basiswert wirklich gekauft wird oder ob man eine CFD-Position eingeht. Bei ungehebelten Käufen kommt es meist zum realen Direktkauf, während bei Verkaufen-Positionen und bei gehebelten Trades CFDs zum Einsatz kommen.

Unterschiede zwischen Verkaufen-Positionen und dem Schließen von Trades

  • Manche Leser sind wohl auf diesen Beitrag gestoßen, weil sie mehr zu Verkaufen-Positionen bei eToro erfahren möchten.
  • Andere, weil sie wissen möchten, wie man einen Trade schließt.

Wir erklären im Folgenden beide Vorgänge.

Was ist eine eToro Verkaufen-Position?

Verkaufen-Position bei eToro

eToro Screenshot: Verkaufen-Position eröffnen

Um eToro Verkaufen-Positionen zu verstehen, müssen wir die Grundlagen des CFD-Handels kurz wiederholen.

eToro verkaufen ButtonBeim CFD-Trading wird man nicht zum realen Inhaber einer Aktie oder eines anderen Vermögenswertes.

Man spekuliert auf den weiteren Verlauf des Kurses.

  • Geht der Händler davon aus, dass der Wert steigen wird, eröffnet er eine Kaufen-Position.
  • Geht der Händler davon aus, dass der Wert sinken wird, eröffnet er eine Verkaufen-Position.

Beim klassischen Aktienhandel wäre eine Verkaufen-Position natürlich nur dann möglich, wenn man die Aktie früher gekauft hätte.

Bei CFDs ist das nicht so. Hier sind Leerverkäufe möglich.

Man muss den Vermögenswert im Vornherein also gar nicht kaufen.

Wenn man davon ausgeht, dass der Kurs eines bestimmten Basiswerts fällt, eröffnet man eine Verkaufen-Position.

Man profitiert, wenn der Wert eines Assets sinkt. Je weiter der Vermögenswert sinkt, desto mehr Profite macht man bei einer Verkaufen-Position.

Die umgekehrte Situation ist bei einer Kaufen-Position gegeben: Hier spekuliert man darauf, dass die Aktie steigt.

Wie schließe ich einen Trade?

eToro Screenshot: Position schließen

eToro Screenshot: Position schließen – Klick auf das rote X

Positionen können bei eToro jederzeit geschlossen werden – egal ob es sich um eine Kaufen- oder Verkaufen-Position handelt.

Um einen Trade zu schließen, öffnet man am besten die Portfolio-Übersicht.

Hier sieht man alle Positionen in der eigenen eToro Wallet.

Unter GuV wird angezeigt, ob und wie viel Geld man mit der jeweiligen Position verloren oder gewonnen hat.

Um die Position nun zu schließen, genügt ein Klick auf das rote X, welches sich am rechten Rand befindet. Ein weiterer Klick auf den roten “Position schließen” Button reicht aus, um endgültig aus dem Handel auszusteigen.

Bei eToro ist es auch möglich, eine Position nur teilweise zu schließen. Man kann also beispielsweise den Gewinn mitnehmen und mit dem Rest der Position im Trade bleiben.

Übrigens: Trades können auch automatisch mit einem Stop Loss geschlossen werden. Dieser wird vorher konfiguriert und schließt eine Position vollautomatisch, sobald ein vorher definierter Wert erreicht wurde.

Wann setzt man eine eToro Verkaufen-Position ein?

Eine eToro Verkaufen-Position kommt zum Einsatz, wenn der Händler davon ausgeht, dass der Wert eines Basiswerts sinken wird.

Man muss den zugrunde liegenden Basiswert vorher nicht gekauft haben, um eine Verkaufen-Position zu starten.

Eine Verkaufen-Position wird nicht eröffnet, wenn man eine bereits gekaufte Aktie bei eToro verkaufen möchte (Position schließen).

In diesem Fall wählt man die Position im Portfolio und klickt auf “Position schließen”.

Verkaufen-Positionen sind eigenständige Trades, die dann eröffnet werden, wenn Händler erwarten, dass ein Kurs sinken wird.

Short Selling kann auch gehebelt durchgeführt werden.

In so einem Fall leiht einem der Anbieter Geld. Mit gehebelten Positionen können mit vergleichsweise geringem Eigenkapitalseinsatz größere Geldsummen bewegt werden.

Der gehebelte Handel geht jedoch mit einem sehr hohen Risiko einher. Man kann zwar mit geringen Einsätzen viel Geld machen – geht es in die falsche Richtung, kann man aber auch innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums viel Geld (oder sogar das gesamte Trading-Kapital) verlieren.

Jetzt zu eToro

Welche Risiken bergen eToro Verkaufen-Positionen?

Risiken

An sich sind Verkaufen-Positionen nicht gefährlicher als Kaufen-Positionen.

Beide bieten den gleichen Funktionsumfang.

Man muss jedoch verstehen, dass Verkaufen-Positionen immer CFD-Trades sind, die oft gehebelt sind.

Und bei diesem Hebel liegt die Tücke.

Der Hebel kann zwar (bei erwünschtem Verlauf des Kurses) zu größeren Gewinnen führen – er wirkt jedoch auch direkt in die andere Richtung.

Hat man etwa eine stark gehebelte Verkaufen-Position eröffnet und der Trend geht doch wieder nach oben, verliert man sehr schnell viel Geld.

Es kann so viel Geld verloren gehen, wie man auf dem Trading-Konto beim Broker hat. Ist dieses Kapital ausgereizt, wird die Position automatisch geschlossen.

Übrigens: Lange Zeit gab es in Europa noch die sogenannte Nachschusspflicht. Damals war Trading noch riskanter. Broker hatten nämlich das Recht, Nachschussforderungen zu stellen. Im Extremfall wären Privatkonkurse die Folge. Diese Praxis ist jetzt jedoch nicht mehr erlaubt.

Kann ich bei eToro auch richtige Aktien oder Kryptowährungen kaufen?

eToro Screenshot: Kryptowährungen

Wenn es ums Online-Trading und um Broker geht, ist eToro ein Sonderfall.

Einerseits ist eToro besonders, weil der Anbieter Social Trading unterstützt – eine besondere Form des Tradens, bei der man andere Händler kopieren kann.

Viel wichtiger ist aber, dass eToro einen eigenen Mikrokosmos darstellt.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Brokern ist es nicht möglich, eigene Assets (etwa Aktien oder Kryptowährungen) aus der eToro Wallet zu anderen Plattformen zu übertragen.

Das bedeutet, dass man weder Aktien zu einem neuen Broker noch Kryptowährungen in eine andere Wallet übertragen kann.

Obwohl eToro eine abgeschottete Plattform ist, kauft man unter Umständen trotzdem reale Aktien und Kryptowährungen.

Wenn ein Kunde bei eToro eine Aktie (ungehebelt) kauft, wird diese tatsächlich im Namen des Kunden gekauft und auf einem separaten Konto gehalten und im eToro Interface des Kunden angezeigt.

Auch beim Kauf einer digitalen Währung (etwa BTC) wird ein realer Basiswert als Sicherung hinterlegt.

Geht man jedoch eine Verkaufen-Position ein oder tradet gehebelt, werden nicht mehr die richtigen Basiswerte gekauft.

Dann tradet man mit CFDs.

Dies wird auch im Portfolio in der Plattform angezeigt – mit einem kleinen CFD-Button.

Handelt man bei diesem Anbieter CFDs, dann ist man nicht rechtmäßiger Besitzer des darunterliegenden Basiswerts.

In diesem Fall spekuliert man nur noch auf den weiteren Verlauf eines Kurses.

Man profitiert natürlich ebenso, wenn sich der Kurs in die gewünschte Richtung entwickelt.

Zusammenfassung: Es ist bei eToro unter Umständen möglich, reale Aktien und Kryptowährungen zu kaufen. Man kann diese jedoch nicht zu anderen Brokern oder Wallets übertragen, da es sich beim Anbieter um ein geschlossenes Mikro-Universum handelt.

Was ist Copytrading?

"Personen"-Tab bei eToro

eToro Screenshot: Copytrading

Im Laufe dieses Artikels kamen immer wieder die Begriffe Copytrading oder Social Trading vor. Aber was ist das eigentlich?

Copytrading ist das Feature, mit dem eToro bekannt wurde.

Online-Trading bestand lange Zeit nur aus faden Tabellen und Statistiken. Jeder war auf sich alleine gestellt und es gab keine Möglichkeit, in Communities zu partizipieren.

Genau diese Schwachstelle nahmen sich die Gründer von eToro zum Anlass, um eine neue Trading-Plattform zu erstellen.

eToro Top TradereToro ist die wohl größte und bekannteste Plattform fürs Social Trading.

Trader haben bei eToro die Möglichkeit, in die Portfolios anderer Nutzer zu schauen – inklusive Statistiken und Chart. Ebenso kann man sich mit anderen Händlern austauschen und über den weiteren Verlauf von Aktien diskutieren.

Das markanteste Feature ist aber die Copy-Funktion.

Als Händler kann man nämlich die Portfolios anderer Händler kopieren.

  • Zuerst wählt man einen Händler.
  • Anschließend klickt man auf “Copy”.
  • Als nächsten Schritt wählt man aus, mit welchem Geldeinsatz man das Portfolio der jeweiligen Person kopieren möchte.
  • Ein weiterer Klick auf “Copy” eröffnet die Position.

Man kopiert die Person anschließend mit dem vorher eingestellten Geldbetrag.

Eröffnet die kopierte Person neue Positionen oder schließt welche, so werden diese Handelsbewegungen 1:1 auf das eigene Konto übertragen.

Händler – vor allem Einsteiger – können somit vom Geschick erfahrenerer Trader profitieren. Es gibt Studien, die darauf hindeuten, dass mit Social Trading etwas mehr Renditechancen bestehen, als mit herkömmlichem Handel.

CFD.guide-Risikohinweis: Gleichzeitig darf man nicht vergessen, dass Social Trading die gleichen Gefahren beinhaltet wie das normale Trading. Ein Totalverlust ist möglich. Außerdem sollte man von vergangenen Erfolgen einer Person nicht auf zukünftige schließen. Nur weil ein Trader in den vergangenen Monaten erfolgreich war, heißt das nicht, dass es auch in Zukunft so profitabel weitergehen wird.

In diesem Zusammenhang empfehlen wir unseren Beitrag eToro Top Trader finden & kopieren.

Wir erklären im Artikel, wie du Top Trader bei eToro findest und deine Erfolgsaussichten mithilfe von Filtern erhöhen kannst.

Garantieren gibt es aber natürlich keine.

Jetzt zu eToro

Vor- & Nachteile der eToro Verkaufen-Position

Werfen wir einen Blick auf die Vor- & Nachteile des Short Selling.

Vorteile

  • Geld von fallenden Kursen machen
    Der größte Vorteil der Verkaufen-Positionen ist, dass man Geld bei fallenden Märkten machen kann. Short Seller machen etwa oft in Krisenzeiten ihre größten Gewinne – das sorgt auch für viel Kritik.
  • Man kann das Portfolio absichern
    Mit eToro Verkaufen-Positionen kann man das Portfolio gegen  Marktrutschungen absichern. Im Falle von negativen Marktstimmungen sorgen die Short-Positionen dafür, dass einige Verluste wieder wettgemacht werden.
  • Auch ideal für Trendfolgestrategien
    So wie Trends nach oben, gibt es auch Trends nach unten. Mit Short Selling kann auch von Firmen, die sich längere Zeit am absteigenden Ast befinden, profitiert werden. Das war vor der Einführung von Verkaufen-Positionen nicht möglich.

Nachteile

  • Riskant
    Da eToro Verkaufen-Positionen oft gehebelt sind, kann es schnell in die falsche Richtung gehen, wenn sich der Kurs nicht nach den eigenen Vorstellungen entwickelt. Große Verluste sind möglich.
  • Moralisch fraglich
    Viele Menschen kritisieren das Short Selling, da man Profite macht, wenn andere leiden. Diese Kritik richtet sich jedoch zugegebenermaßen an die großen Hedgefonds, die Milliarden scheffeln, wenn geshortete Unternehmen pleite gehen und viele Menschen ihre Jobs verlieren.

Fazit: eToro Verkaufen-Positionen

sicherMit den Verkaufen-Positionen beim Social Trading Broker eToro kann auch aus verlustreichen Assets Profit geschlagen werden.

Wer eine Verkaufen-Position eröffnet, handelt mit CFDs.

Differenzkontrakte (CFDs) werden oft gehebelt getradet – es ist also möglich, mit vergleichsweise geringen Einsätzen große Summen zu bewegen.

Entwickelt sich der Kurs in die gewünschte Richtung, können so große Gewinne erzielt werden.

Geht es in die falsche Richtung, können aber auch große Verluste – bis zum Komplettverlust des gesamten Kapitals auf der Plattform – entstehen.

Short Selling sollte daher – so wie der gesamte Handel mit CFDs – vorsichtig angegangen werden. Wer langfristig erfolgreich sein möchte, benötigt eine ausgeklügelte Strategie und striktes Risikomanagement.

Dann sind die Chancen auf langfristig gewinnbringende Trades am höchsten.

eToro Verkaufen-Positionen haben nichts mit dem Schließen von Trades zu tun. Geschlossen werden kann jeder Trade im Portfolio-Fenster mit einem Klick auf das rote X.

Das könnte dich auch interessieren …

Platz 1 in unserem Vergleich: Plus500

    

 

Jetzt zu Plus500

 

Risikohinweis: 72% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.
Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.