In Silber investieren: Alles, was du wissen musst

  1. Wie kauft man Aktien?
  2. Anlageformen: 10 Investmentmöglichkeiten
  3. Was ist passives Investieren?
  4. Bitcoin Sparplan: Dauerauftrag für den BTC
  5. Börsenstrategien: 6 beste Strategien für Erfolg an der Börse
  6. In Silber investieren: Alles, was du wissen musst

In Silber investierenSilber ist – wie Gold – ein Edelmetall. Verglichen mit Gold ist der Preis von Silber aber deutlich geringer, weshalb Silber oft auch als “Gold des kleinen Mannes” betitelt wird.

In den letzten Jahren entwickelte sich ein regelrechter Hype um dieses Edelmetall. Stand früher bei Gesprächen über wertvolle Edelmetalle immer Gold im Vordergrund, so ist heutzutage immer öfter von Silber die Rede.

Mittlerweile empfehlen sogar viele Profis das Investment in die Gold-Alternative. Doch was steckt dahinter?

Ist es sinnvoll, Silber zu kaufen? Wie kann man in Silber investieren? Welche Dinge sollten Privatanleger dringend beachten?

  • Im folgenden CFD.guide-Ratgeber sehen wir uns das weiß glänzende Edelmetall ganz genau an.
  • Am Ende des Beitrags wirst du wissen, ob sich ein Silber-Investment für dich lohnt.
Fange jetzt mit Silber-Trading an! Um mit Silber-CFDs zu handeln, empfehlen sich beispielsweise NAGA, Plus500 (77 % der CFD-Kleinanlegerkonten verlieren Geld) oder eToro. Wirf auch einen Blick in unsere Top 5 CFD-Anbieter Vergleichstabelle.


Ist es sinnvoll, in Silber zu investieren?

In Silber investieren

Schien die Sinnhaftigkeit eines Silber-Investments vor einigen Jahren noch fraglich, so gibt es heute viele Gründe, die für die Nutzung von Silber als Geldanlage sprechen.

“Wir leben in unsicheren Zeiten.” – Dieser Satz wird mittlerweile inflationär verwendet, doch Experten bezeichneten die Pandemie sogar als größte Krise seit dem Zweiten Weltkrieg.

Über Silber nachdenkenDoch nicht nur das: Lieferketten werden zunehmend unsicherer, auf dem europäischen Kontinent brodeln längst vergessene Konflikte wieder auf.

  • Anleger suchen deshalb nach Möglichkeiten, ihr Vermögen abzusichern. Silber eignet sich dafür außerordentlich gut.
  • Das Edelmetall kann nicht vermehrt werden und es gibt einen physischen Gegenwert.
  • Silber galt in der Menschheitsgeschichte schon seit jeher als krisensicher. Deswegen hat man physisches Silber schon vor Jahrhunderten als Währung eingesetzt.

Diese Dinge sprechen für ein Investment in das Edelmetall. Doch es gibt auch Faktoren, die vielleicht gegen den Kauf von physischem Silber sprechen.

  • Silber unterliegt einer hohen industriellen Nachfrage. Das Edelmetall wird beispielsweise für die Produktion vieler technischer Geräte verwendet.
  • Deswegen ist der Silberpreis im Vergleich zum Goldpreis stärker von der Konjunktur abhängig. Die industrielle Nachfrage verknappt das Silber-Angebot jedoch, was in Zeiten guter Konjunktur für einen besseren Preis sorgt.
  • Weiters darf das Währungsrisiko nicht außer Acht gelassen werden, welches es bei Silber ebenso gibt. Das liegt daran, dass Silber in US-Dollar gehandelt wird.

Alles in allem gibt es einige Pro-Argumente fürs Silber-Investment. Manche Analysten sehen aktuell sogar einen unterbewerteten Silber-Status. Außerdem wurden von den weltweiten Silber-Vorräten geschätzt bereits deutlich mehr abgebaut, als von Gold. Somit ist das Metall aktuell sogar knapper als Gold.


Top 5: Wissenswerte Informationen zu Silber

Wissenswertes

1. Silber ist nicht beliebig vermehrbar

boerseWie Gold, ist auch Silber nicht vermehrbar.

Die Tatsache, dass man diese Edelmetalle nicht vervielfältigen kann, spricht für eine relativ stabile Preisentwicklung.

Deshalb hat Silber in der menschlichen Geschichte schon sehr viele andere Geldsysteme überlebt.

Wenn es um die Wertentwicklung von Silber geht, sprechen viele Experten von einer rosigen Zukunft für das weiß schimmernde Edelmetall. Das liegt daran, dass die Nachfrage nach Silber in Zukunft noch weiter steigen dürfte:

Silber ist schließlich einerseits nicht vermehrbar und andererseits für die Produktion diverser Geräte immer gefragter.

Man kann also davon ausgehen, dass diese Kombination aus knappem Angebot und starker Nachfrage den Preis von Silber im Vergleich zu anderen Edelmetallen weiter steigen lassen wird.

2. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, in Silber zu investieren

Möglichkeiten Silber Investment

Wie wir uns weiter unten im Detail ansehen werden, haben Anleger eine Reihe von Möglichkeiten, in die Gold-Alternative zu investieren.

  • Die naheliegendste Variante ist der klassische Kauf von Silber, wobei man zum physischen Besitzer des Edelmetalls wird. So ein Kauf kann beispielsweise bei einem lokalen Edelmetall-Händler oder online durchgeführt werden.
  • Wer Silber nicht in physischer Form erwerben, aber trotzdem in den Rohstoff investieren möchte, greift hierzulande am besten zu Rohstoff-Zertifikaten. Die sogenannten ETCs (Exchange Traded Commodities) sind Inhaberschuldverschreibungen. Klingt kompliziert, bedeutet aber nur, dass man in einen börsengehandelten Rohstoff investiert.
  • Als weitere Alternativen bieten sich insbesondere Silber-Aktien an. Anleger investieren hierbei indirekt in das Edelmetall – also beispielsweise in Aktien von Minen, in denen Silber abgebaut wird. Hierbei handelt es sich nicht um ein zielgerichtetes Investment in Silber, doch die Kurse der Silber-Unternehmen korrelieren oft stark mit dem Silberpreis.
  • Schnelle Trades auf Silber können mit Silber-CFDs durchgeführt werden. Hier tradet man auf kleine Kursschwankungen innerhalb weniger Tage oder Wochen. Dies ist eine der riskanteren Anlagemethoden.

Weiter unten sehen wir uns alle relevanten Möglichkeiten fürs Silber-Investment an – von CFDs auf Silber bis zum physischen Kauf.

3. Silber ist schwankungsanfälliger als Gold

Gold wird hauptsächlich als Investment-Metall angesehen. Bei der Nutzung für industrielle Zwecke spielt es, verglichen mit Silber, nur eine untergeordnete Rolle. Deshalb ist Gold auch relativ stabil.

Für Silber gibt es – im Gegensatz zu Gold – aber eine relativ hohe Nachfrage der Industrie. Begehrt ist das Edelmetall etwa für Anwendungen in Elektronik (wegen der elektrischen Leitfähigkeit), Fotopapier, Musikinstrumenten und zu diversen medizinischen Zwecken.

Die Preisentwicklung von Silber hängt also maßgeblich mit der Entwicklung der Weltwirtschaft zusammen. Gute Wirtschaftsdaten treiben den Silberpreis in die Höhe, globale Flauten können auch zu starken Negativentwicklungen führen.

Deshalb ist Silber auch volatiler als Gold – diese Volatilität birgt jedoch sowohl Chancen als auch Risiken. So gehen Experten beispielsweise davon aus, dass Silber in Zukunft noch stärker gefragt sein wird, etwa für Fotovoltaik-Anlagen oder moderne Funktechnologien.

Um die kurzfristige Volatilität auszugleichen, empfiehlt sich Silber besonders als langfristige Investition. Spekulieren sollte man mit diesem Rohstoff eher nicht.

4. Silber wird immer beliebter und immer seltener

Silber wird bei gleichzeitiger Verknappung des Rohstoffs immer beliebter.

cfdWährend sich immer mehr Menschen für Silber interessieren, ist das Edelmetall auf dem besten Weg, ein seltener Rohstoff zu werden. Schätzungen gehen davon aus, dass Silber global gesehen in weniger als 30 Jahren zur Neige gehen wird.

Wer sich nur etwas mit Geldanlagen beschäftigt, weiß, dass diese Kombination zu einer hervorragenden Preisentwicklung führen könnte: steigende Nachfrage bei Verknappung der Ressource.

Ein großer Grund für die anwachsende Popularität von Silber bei Anlegern ist die kritische wirtschaftliche Lage. In labilen Zeiten hat Silber auch schon in der Vergangenheit eine wichtige Rolle gespielt. Das Edelmetall korreliert zu vielen Aktien negativ.

Das bedeutet (grob vereinfacht gesagt): Wenn es dem Aktienmarkt schlecht geht, geht es dem Silbermarkt gut.

5. Silber-Anleger müssen das Währungsrisiko beachten

Da Silber in US-Dollar gehandelt wird, haben europäische Händler immer ein Währungsrisiko.

Wenn der Euro in Relation zum US-Dollar gerade stark ist, ist das für EU-Händler ein erheblicher Nachteil.

Das Vermögen kann durch Fluktuationen zwischen USD und EUR also sowohl negativ als auch positiv beeinflusst werden.

Dieser Tatsache sollten sich Händler aus Europa immer bewusst sein.

Wie kann ich vom Silberpreis profitieren?

Die erste und einfachste Regel des Marktes lautet: Buy low, sell high.

Um vom Silberpreis zu profitieren, empfehlen sich vorrangig langfristige Investmentstrategien. Da Silber häufiger einknicken kann, als etwa Gold, lohnt es sich, das Edelmetall zu kaufen und dieses dann über mehrere Jahre oder Jahrzehnte zu halten.

Wer das direkte Investieren in Silber bevorzugt, wird am besten zum physischen Besitzer. Hier muss man sich jedoch um die richtige Lagerung kümmern, denn das Edelmetall kann im Laufe der Zeit verfärben.

Weiters besteht bei privater Lagerung natürlich immer die Gefahr, dass Unbefugte Zugriff erhalten und das Silber entwenden.

Indirekte Investitionen über Dritte sind mit ETCs, Aktien oder CFDs möglich. Dies werden wir uns in den kommenden Absätzen aber etwas genauer ansehen.


In Silber investieren: 4 Möglichkeiten

1. Physisch investieren

Investing Animation

  • direkteste Form des Silber-Investments
  • man wird zum rechtmäßigen, physischen Besitzer
  • kann in Form von Barren oder Münzen gekauft werden
  • Verkauf nach mehr als einem Jahr steuerfrei

Der einfachste und direkteste Weg für das Investment ist Silber in Form von Münzen oder in Form von Barren.

Bei dieser Methode wird man zum rechtmäßigen Besitzer des Rohstoffs: Man kauft das Objekt online oder bei einem lokalen Edelmetall-Händler und verwahrt das Silber dann zu Hause – am besten in einem Safe.

Beim physischen Kauf gilt: je größer der Barren, desto besser der Deal. Da man bei jedem Kauf auch einen Händler-Aufschlag zahlt, lohnt sich der Kauf größerer Mengen auf einmal also deutlich mehr.

Die gängigen Größen von Silberbarren sind 100 Gramm, 250 Gramm, 500 Gramm, 1 Kilogramm und 1 Unze Silber.

Neben Barren kann Silber auch in Form von Münzen gekauft werden. Die beliebteste Form ist dabei wohl die sogenannte “Bullionmünze”, die etwa dem Gewicht von 1 Unze entspricht.

Weitere bekannte Silber-Anlagemünzen sind der Maple Leaf, der Libertad oder der Wiener Philharmoniker.

Zusammengefasst ist das physische Investment die direkteste Möglichkeit für den Ankauf von Silber. Dabei kauft man entweder Silbermünzen oder Silberbarren.

Bei den Silberbarren gilt es jedoch zu beachten, dass seit 2014 in Deutschland die Mehrwertsteuer von 19 % fällig wird. Die meisten Silbermünzen sind nicht in dieser Regelung inkludiert – sie sind steuerfrei.

Die Gewinne, die man durch den Verkauf des hinterlegten Silbers erwirtschaftet, sind steuerfrei – vorausgesetzt, man hat das Edelmetall mehr als ein Jahr lang gehalten.

Wo man Silber kaufen kann: Physisch kann Silber etwa bei Edelmetall-Händlern in der Nähe als auch online gekauft werden.

2. ETCs

  • sehr einfache Form des Silber-Investments
  • durch echtes Silber abgesichert
  • für alle geeignet, die sich nicht um die Lagerung kümmern möchten
  • keine Mehrwertsteuer, aber andere Gebühren

Die Abkürzung ETC steht für “Exchange Traded Commodities”. Zu Deutsch sind das börsengehandelte Rohstoffe.

Zwar ähnelt ETC sehr der Bezeichnung ETF, doch hierbei handelt es sich um etwas anderes.

Während man beim Investment in ein ETF in ein gesamtes Paket von Aktien, Anleihen oder Immobilien investiert, kauft man beim ETC nur einen einzigen Rohstoff.

Bei einem Silber-ETC handelt es sich um ein physisch hinterlegtes ETC. Das bedeutet, dass sich als Sicherheit für jeden Silber-ETC auch irgendwo auf der Welt physische Silberbarren in einem Tresor befindet.

Mit dem Kauf eines ETC gibt man der beauftragten Bank einen Kredit, mit welchem diese dann das Silber kauft und einlagert.

Der große Vorteil ist, dass man durch das eingelagerte Silber eine Sicherheit hat. Wenn die Bank insolvent gehen sollte, hat man als Anleger bei diesen börsengehandelten Produkten das Recht auf dieses Silber.

Zwar fällt bei einem ETC keine Mehrwertsteuer an, doch die Kosten für die Lagerung werden an den Kunden verrechnet.

In ETCs investieren: Wer an ETCs oder ETC-Sparplänen interessiert ist, der kann etwa bei der Consorsbank oder scalable.capital ein Depot eröffnen und ETCs kaufen.

3. Aktien

  • unkompliziertes Investment bei vielen Online-Brokern möglich
  • höheres Risiko als bei Direktkauf oder ETC-Investment
  • Aktien von Silberminen reagieren stärker auf Veränderungen des Silberpreises
  • geeignet für spekulatives Handeln

Eines gleich vorweg: Im Gegensatz zum physischen Kauf oder zu börsengehandelten Produkten ist der Kauf von Silber-Aktien deutlich riskanter.

Hier hat man keine Sicherheit. Geht eine Silbermine pleite, droht den Aktionären im Ernstfall der Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Wer mit Aktien auf die Entwicklung von Silber handeln möchte, der kann dies mit Firmen tun, die Silberminen betreiben.

Die einfache Annahme dahinter: Wenn der Preis von Silber steigt, steigt auch der Gewinn von Minen-Unternehmen.

Bekannte Silberminen-Aktien sind beispielsweise Pan American Silver, SSR Mining, Silvercorp Metals, Fortuna Silver Mines oder Fresnillo.

Der größte Vorteil von Silberminen-Aktien ist, dass diese sehr einfach handelbar sind. Meist reicht ein normaler Online-Broker, um Zugriff auf diverse Aktien von Silberminen zu erhalten.

Silber-Anleger, die in Minen-Aktien investieren, müssen sich aber immer des großen Verlustrisikos bewusst sein. Im Gegensatz zum reinen Silber-Investment gibt es hier ein stärkeres Pleiterisiko.

Wir empfehlen in dem Zusammenhang, auch eine ausgeklügelte Analyse der Aktie durchzuführen, bevor man ein Investment eingeht.

In Silber-Aktien investieren: Wer an Silber-Aktien interessiert ist, der kann etwa bei NAGA oder der Consorsbank ein Depot eröffnen und in Silber-Aktien investieren.

4. CFDs

Margin

  • schneller Einstieg möglich
  • eine Vielzahl von Online-Brokern, bei denen man innerhalb von 10 Minuten starten kann
  • mit relativ kleinen Einsätzen können große Summen bewegt werden
  • eher für erfahrene Händler empfohlen

Wie auf fast jedes Produkt heutzutage kann mit CFDs auch auf Silber getradet werden.

CFDs sind Differenzkontrakte, mit denen auf die Weiterentwicklung eines Kurses spekuliert wird.

Die Funktionsweise dahinter ist relativ simpel: Wer einen Kursanstieg erwartet, “kauft” das Derivat – wer einen Abstieg erwartet, “verkauft”. Man kann Derivate aber auch verkaufen, bevor man sie überhaupt gekauft hat.

Es geht also wirklich nur darum, auf den weiteren Verlauf des Kurses zu setzen.

Bei diesen Derivaten auf Silber wird man weder zum rechtmäßigen Besitzer, noch gibt es eine dahinterliegende Sicherheit. Deswegen kann man in das Trading mit CFDs recht schnell einsteigen, doch es ist mit sehr hohen Risiken behaftet.

Daytrading Screenshot

Screenshot aus dem Trading-Interface des CFD-Trading Anbieters eToro

Das erforderliche Startkapital für den CFD-Handel mit Silber ist gering. Bei manchen Brokern reichen 50 €, um mit dem Handel zu beginnen.

Da CFDs sogenannte Hebelprodukte sind, können mit kleinen Investments große Summen bewegt werden. Dadurch können Händler, die mit CFDs in Silber investieren, von kleinen Kursschwankungen profitieren.

Kleine Ups und Downs haben unter Umständen große Auswirkungen auf das eigene Investment. Geht es in die gewünschte Richtung, hat man dann schnell ein großes Plus gemacht. Geht es in die falsche Richtung, kann man aber auch zügig das investierte Kapital verlieren.

Wie man das Risiko diversifiziert, haben wir in diesem Ratgeber erklärt.

Alles in allem eignet sich das CFD-Investment in Silber vorwiegend für risikofreudige Anleger, die schon mehr Erfahrung mit dem Rohstoffhandel haben.

Wer mit dem CFD-Trading neu starten möchte, sollte zuallererst einen Blick in das Demokonto eines CFD-Brokers werfen, wo man mit virtuellem Kapital beginnen kann.

Mit Silber-CFDs handeln: Um mit Silber-CFDs zu handeln, empfehlen sich beispielsweise NAGA, Plus500 (77 % der CFD-Kleinanlegerkonten verlieren Geld) oder eToro. Wirf auch einen Blick in unsere Top 5 CFD-Anbieter Vergleichstabelle!

Zusammenfassung: Silber-Investitionsmöglichkeiten

Wie die obigen Absätze gezeigt haben, gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, in das weiß schimmernde Edelmetall zu investieren.

Die Palette reicht dabei vom Direktkauf über ETCs bis hin zu Differenzkontrakten. Aber wofür soll man sich denn nun entscheiden?

Wer langfristig in Silber investieren möchte, der entscheidet sich am besten für das physische Investment (Direktkauf) oder für die Anlage in ETCs. Hier hat man eine größere Sicherheit. Beim Direktkauf kann man das Silber auch jederzeit an Stellen für den An- und Verkauf wieder verkaufen.

Kurzfristigere und risikofreudigere Anleger entscheiden sich für den Handel mit Silber-nahen Aktien oder CFDs. Bei ersterem investiert man in Aktien von Silberminen, bei zweiterem tradet man mit Differenzkontrakten auf den weiteren Verlauf des Kurswerts von Silber.

Der Einstieg erfolgt bei Aktien und CFDs am schnellsten, doch hier gibt es auch große Risiken. Die CFD-Hebelwirkung sorgt zwar dafür, dass mit relativ kleinen Bewegungen große Gewinne realisiert werden können – geht es in die falsche Richtung, kann man aber auch schnell das gesamte investierte Geld verlieren. Ein Totalverlust ist also möglich.

Wer trotzdem mit CFDs auf Silber traden möchte, sollte sich zuallererst die freien Demokonten ansehen, wo man mit virtuellem Spielgeld den Handel lernen kann.


FAQ: In Silber investieren

Was spricht dafür?

sicherSehen wir uns in den folgenden Punkten knapp an, was für eine Investition in das Edelmetall Silber spricht.

  • Aktuell herrscht ein Silber-Hype
    Da wir uns in einer Zeit befinden, in der viel wirtschaftliche Unsicherheit herrscht, interessieren sich große Teile der Bevölkerung für alternative Investitionsmöglichkeiten. Dazu gehört auch Silber. Das treibt den Preis.
  • Silber ist ein endender Rohstoff
    Das Edelmetall kann nicht vervielfältigt werden und ist somit eine begrenzte Ressource. Manche gehen davon aus, dass wir in den kommenden 30 Jahren die letzten Unzen Silber aus der Erde holen werden.
  • Trotz Schwankungen wertstabil
    Obwohl es im Vergleich zu Gold größere Schwankungen nach oben und unten gibt, ist Silber über einen langen Zeitraum betrachtet eine wertstabile Anlage.
  • Die Industrienachfrage steigt an
    Nicht nur Privatanleger haben Gefallen am glänzenden Edelmetall gefunden: Auch die Industrie benötigt immer mehr Silber. Das liegt hauptsächlich an technischen Geräten, in denen der Einsatz von Silber gegenüber anderen Metallen wegen der elektrischen Leitfähigkeit bevorzugt wird.
  • Silber ist günstiger als Gold
    Viele Menschen können sich ein Investment in Gold einfach nicht leisten, da Gold kostspielig ist. Hier hat Silber einen entscheidenden Vorteil – das “Gold des kleinen Mannes” ist günstiger.
  • Unkompliziertes Investment
    Dank Finanzprodukten wie ETCs oder CFDs ist es vergleichsweise einfach, in Silber zu investieren.

Was spricht dagegen?

NachteileNatürlich gibt es auch einige Punkte, die gegen ein Silber-Investment sprechen.

  • Schwankungsanfälliger als Gold
    Durch die industrielle Nutzung hängt der Silberpreis auch stark vom Zustand der Weltwirtschaft ab. Das ist für einen Rohstoff, welcher eigentlich als krisensicher gilt, nicht ideal.
  • Hohe Aufschläge bei physischem Silber
    Wie die Süddeutsche Zeitung in ihrer Online-Ausgabe berichtet, ist der physische Kauf von Silber mit vielen Zusatzkosten verbunden – etwa Steuern und Liefergebühren.
  • Teilweise riskante Investmentmöglichkeiten
    Der physische Kauf von Silber oder der Kauf börsengehandelter Produkte ist nicht allzu riskant – Minen-Aktien oder CFDs sind jedoch High-Risk-Investments, bei denen es auch ganz schnell in die falsche Richtung gehen kann.

Ist Gold besser als Silber?

Silber ist die kleine Version von Gold.

Man kann nicht pauschal sagen, welches Edelmetall besser ist.

Wer ein weniger schwankungsanfälliges Finanzprodukt sucht, welches gleichzeitig deutlich teurer ist, greift wohl am ehesten zu Gold.

Wer über größere, kurzfristige Preisschwankungen hinwegsehen kann und ein günstigeres Produkt sucht, entscheidet sich für Silber.

Langfristig gesehen sind sowohl Preisanstiege bei Gold, als auch bei Silber realistisch – das sieht auch die Finanzen.net-Redaktion in einem Beitrag von 2020 so. Dort liest man auch folgendes Zitat: “Gold is to hold and silver is to trade.”

Wie wird Silber steuerlich behandelt?

Während Gold steuerfrei ist, wird Silber etwas anders behandelt.

Auf Silber, Platin und Palladium fallen 19 % Mehrwertsteuer an.

Diese 19 % können beim Kauf jedoch gemindert werden – mithilfe der sogenannten Differenzbesteuerung.

Dank dieser wird bei einem Weiterverkauf einer Silbermünze nur die Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufspreis besteuert. Steuern werden also nur auf die Händlerspanne verrechnet.

So spart man beim Ankauf von Silber – besonders bei größeren Beträgen – oft viel Geld.

Wenn es um den Verkauf physischer Edelmetalle geht, so gilt: Gewinne aus dem Verkauf von Edelmetallen (egal ob Münzen oder Barren) sind nach einer Haltefrist von einem Jahr steuerfrei. Verkauft man das Silber vor Ablauf der einjährigen Frist, fällt der normale Steuersatz an – es gibt jedoch eine Steuerfreigrenze, die sich aktuell auf 600 € beläuft.

Das könnte dich auch interessieren …