Trendfolgestrategie: The trend is your friend?

TrendfolgestrategieWie in unseren Beiträgen schon oft thematisiert, basiert der Erfolg eines jeden Traders auf einer soliden Strategie. Nur mit ausgeklügelten Strategien ist es möglich, langfristig mehr positive als negative Trades abzuschließen.

Die einzelnen Methoden können in verschiedene Unterkategorien aufgeteilt werden. Grundsätzlich unterscheidet man heutzutage aber zwischen trendfolgenden und nicht-trendfolgenden Strategien.

Bei ersteren geht es darum, einen Trend zu erkennen und auf diesen Zug aufzuspringen. Vor allem für Anfänger eignen sich trendfolgende Taktiken gut, da die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Trend fortsetzen wird, in vielen Fällen sehr hoch ist.

Trendfolgende Anleger erkennen in bestehenden Trends Handelssignale und eröffnen daraufhin ihre Position.

Im folgenden Beitrag zeigen wir, was die Trendfolgestrategie ausmacht, wie du die Trendfolgestrategie für dich nutzen kannst und wie langfristige Trends gefunden werden. Außerdem: Wichtige Indikatoren und Beispiele.


Was ist die Trendfolgestrategie?

Trendfolgestrategie Wellen

Diese Strategie ist eine der bekanntesten Taktiken in der Trading-Welt.

Metaphorisch erklärt geht es hierbei darum, eine Welle (den Trend) zu erkennen und so lange wie möglich auf ihr zu surfen, bevor sie gänzlich abebbt.

TrendTrendfolgende Händler sind der Meinung, dass Trends die höchsten Chancen auf Gewinne bieten. Sie steigen erst dann ein, wenn sich ein Trend bereits über einen längeren Zeitraum etabliert hat.

Zwar lassen vergangene Kursverläufe nie auf zukünftige schließen, doch die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Kurs weiter so entwickeln wird, ist bei einem langfristigen Trend höher.

Zwar können Trend-Trader nie die Gewinnspanne der gesamten Kursbewegung mitnehmen, doch sie versuchen, einen Teil des Trends herauszuschneiden.

Im Gegensatz zu vielen anderen Strategien suchen trendfolgende Anleger also nicht nach Umkehr-Signalen, sondern nach einem etablierten Trend, der voraussichtlich noch eine Zeit lang so weitergehen wird.

Trends werden mithilfe von Trendkanälen und Indikatoren sitchbarer gemacht.

Die wichtigsten Punkte der Trendfolgestrategie

Diese Strategie basiert auf einigen Annahmen und Theorien.

Trendfolger glauben daran, dass…

  • … Trends immer über einen gewissen Zeitraum anhalten und nicht von einer Sekunde auf die andere aufhören.
  • … vor allem etablierte Trends länger andauern.
  • … mithilfe von Indikatoren und fundierter Chartanalysen Trends gut erkannt und interpretiert werden können.
  • … sich existierende Trends mit einer großen Wahrscheinlichkeit in die gleiche Richtung weiterentwickeln.
  • … Trendstrategien höhere Gewinnchancen bieten als Momentum-, bzw. Umkehr-Strategien.

Die Ansätze stimmen in der Theorie und können in der Praxis, wenn richtig angewandt, Gewinnchancen bieten. Leider kann die Trendfolge nicht in Seitwärtsmärkten genutzt werden, da hier kein Trend besteht.

Außerdem bietet die Trendfolgestrategie für Anfänger den Vorteil, dass vergleichsweise wenig Handelssignale generiert werden. Ein Trend ist nunmal da – oder er ist nicht da. Da gibt es nicht viel zu spekulieren.

Wie nutze ich die Trendfolgestrategie?

Chartanalyse Tools Beispiel

Bei der Trendfolge steigt man in eine Long-Position ein, wenn der Markt im Aufwärtstrend ist – und in eine Short-Position, wenn der Markt im Abwärtstrend ist.

Um zu erkennen, wie sich ein bestimmter Markt gerade entwickelt, analysieren Händler den Chart mithilfe technischer Analysetools. Das sind dann entweder selbst-eingezeichnete Kanäle und Linien oder vom Computer berechnete Indikatoren.

Wir haben in diesem Beitrag die 11 besten Chartanalyse Tools im Detail vorgestellt.

TradingNatürlich entwickelt sich ein Trend nie schnurgerade in eine Richtung. Vielmehr besteht ein Trend aus vielen kleinen Ups- and Downs, wobei die Ausschläge in Trendrichtung größer sind als die gegen die Trendrichtung.

Um einen Trend zu erkennen, sollte im Chartfenster also auch zwischen verschiedenen Zeitfenstern gewechselt werden. So erkennt man dann, wie der Trend auf Tages-, Wochen- oder Monatsbasis aussieht. Manchmal kann es nämlich sein, dass der Trend bei einer Aktie im Wochen-Chart ganz solide aussieht, in einem größeren Zeitraum aber nur einen Ausschlag gegen die langfristige Trendrichtung darstellt.

Nachdem ein Trend eindeutig identifiziert wurde, eröffnen Trendfolger eine Position in Trendrichtung.

Wann die Position geschlossen wird, hängt von den eigenen Präferenzen und von der Strategie ab. Manche warten darauf, dass der Trend aufhört und eine Gegenbewegung einsetzt. Andere schneiden nur einen kleinen Gewinn aus dem Trend heraus und verkaufen, bevor der Trend umkehrt.

Um die Gewinnchancen zu erhöhen, traden viele mit CFDs. Bei diesen kann mit geringen Einsätzen viel Kapital bewegt werden. Das birgt jedoch auch ein höheres Risiko.

Mehr Infos zum sogenannten “CFD-Hebel” findest du hier.

4 Indikatoren für trendfolgende Strategien

1. Simple Moving Average (Gleitende Durchschnitte)

SMA Indikator bei Plus500

Einfacher Moving Average bei Plus500 – Plus 500 Screenshots – Beispielwerte

Einer der einfachsten und beliebtesten Indikatoren ist der SMA, oder Simple Moving Average. Zu Deutsch heißt der SMA “Gleitender Durchschnitt”.

Ein Simple Moving Average Indikator basiert auf einer vorher festgelegten Zeitspanne. Es wird ein Durchschnittswert erzeugt, auf dem dann die Linie des SMA basiert.

Mit einem gleitenden Durchschnitt kann also der oft sehr unübersichtlich und hektisch anmutende Chart einer Aktie geglättet werden. Trends werden somit besser ersichtlich.

Wer überprüfen möchte, ob sich der Markt gerade in einer bullischen oder bärischen Phase befindet – also ob es aufwärts oder abwärts geht – kann dafür einen SMA anwenden.

Zusammengefasst ist der Simple Moving Average ein sehr einfacher Indikator, der den Durchschnittswert einer vorher definierten Zeitspanne ausrechnet und so eine geglättete Kurve anzeigt.

Je länger die ausgewählte Zeitspanne beim SMA, desto mehr wird die Kurve geglättet. Viele Trader kombinieren auch zwei gleitende Durchschnitte miteinander – also einen eher kurzfristigen und einen langfristigen SMA. Wenn der kurzfristige dann durch den langfristigen kreuzt, kann dies auf ein Handelssignal hindeuten.

Es gibt auch Weiterentwicklungen des Simple Moving Average, beispielsweise den Exponential Moving Average.

In diesem Beitrag erklären wir den SMA ausführlich.

2. RSI (Relative Strength Index)

RSI Indikator Beispiel

RSI bei Plus500 – Plus 500 Screenshots – Beispielwerte

Der RSI wurde 1970 zur Untersuchung von Aktien über längere Zeiträume entwickelt.

Mit dem sogenannten “Relative Strength Index” ist es möglich, die Stärke von Preisentwicklungen zu messen.

Das Momentum und die Geschwindigkeit eines Preisanstiegs oder Preisabfalls sind hier entscheidend.

Bei einer Trendfolgestrategie erlaubt es der RSI zu erkennen, wie stark ein Trend gerade ist, bzw. ob ein Trend schon wieder nachlässt.

Mit dem RSI kann ebenso erkannt werden, ob sich der Markt gerade in einer überverkauften oder überkauften Phase befindet.

Bei RSI-Werten unter 30 ist von einer überverkauften Phase die Rede, über 70 von einer überkauften Phase. Natürlich kann man sich nie zu 100% nur auf einen Indikator verlassen, doch der RSI kann für Trendfolger ziemlich praktisch sein.

Eine Möglichkeit, den RSI für trendfolgende Strategien anzuwenden: Längere Chart-Zeiträume anzeigen und analysieren, in welcher RSI-Phase sich der Markt gerade befindet. Ist der RSI beispielsweise schon längere Zeit in der überkauften Zone (über 70), kann dies darauf hindeuten, dass es bald zu einer Trendumkehr kommen wird.

Hier findest du mehr Infos zum RSI.

3. MACD

MACD Strategie am Beispiel von Plus500

MACD Indikator – Plus500 Screenshots – Beispielwerte

Wie der RSI, ist auch der MACD ein Momentum-Indikator.

Der MACD basiert auf zwei exponentiell gleitenden Durchschnitten, die er in Relation zueinander präsentiert.

Mit einem MACD erkennen Trader einen Trend, die Stärke des Trends sowie im weiteren Verlauf auch Ein- und Ausstiegspunkte.

Der MACD verläuft in einem separaten Fenster. Er besteht aus einer Signallinie und einer weiteren MACD-Linie. Die MACD-Linie stellt die Differenz zwischen einem lang-, sowie einem kurzfristigen EMA dar, die Signallinie nur einen EMA. Ebenso gibt es noch ein Histogramm.

Wenn das Histogramm nach oben hin steigt (die Balken werden länger), deutet dies auf die Beschleunigung eines Aufwärtstrends hin. Sinkt das Histogramm nach unten, beschleunigt sich ein Abwärtstrend.

Wenn die MACD-Linien stark nach oben steigen, deutet dies ebenso auf einen verstärkten Trend hin. Das kann zwar einerseits einen Trend signalisieren, aber auch einen überkauften Bereich, indem es vielleicht früher oder später zur Richtungsänderung kommen wird.

Sobald sich beide Linien stärker voneinander entfernen, wird der Trend kräftiger. Wenn sie sich nähern, kommt es zur Trendberuhigung.

Wie du siehst, gibt es viele Interpretationsmöglichkeiten für den MACD.

Genauer haben wir den MACD hier erklärt.

4. EMA (Exponential Moving Average)

EMA Indikator

Screenshot aus Plus500: EMA Indikator – Beispielwerte

Der EMA ist eine Weiterentwicklung des oben vorgestellten Simple Moving Average.

Zwar handelt es sich beim EMA auch um einen gleitenden Durchschnitt, doch die neuen Kurswerte werden durch eine andere Rechenmethode höher gewichtet als ältere. Das bedeutet im Klartext, dass der EMA schneller auf neue Kursänderungen reagiert, als beispielsweise der SMA.

Durch die höhere Sensibilität bei den letzten Kursen kann der EMA in vielen Märkten also besser eingesetzt werden als der SMA.

Trader nutzen den EMA beispielsweise im Doppelpack: Kombiniert man einen 25-Tages-EMA mit einem 100-Tages-EMA, kann man kurzfristige Trends gut mit langfristigen in Relation stellen.

Während der langfristige 100-Tages-EMA nur sehr träge auf kleine Kursschwankungen reagiert, ist der 25-Tages-EMA da deutlich sensibler. Kreuzt die kurzfristige Linie die langfristige von unten nach oben, kann zB. von einer Trendverstärkung nach oben gesprochen werden.

Unserer Meinung nach kann der EMA sehr gut für Trendfolgestrategien angewandt werden, da Trends eindeutig erkennbar werden. Wenn zwei EMAs miteinander kombiniert werden, sieht man auch gut, ob ein Trend nur kurzfristig besteht oder ob es schon über einen längeren Zeitraum in die gleiche Richtung geht.

Beim Trend-Trading könnte man den EMA in vielerlei Hinsicht anwenden. Eine Möglichkeit: Der EMA als Resistance. Da Moving Averages von vielen Händlern genutzt werden, prallen Kurse oft immer wieder am EMA ab, wenn sie sich in einem Auf- oder Abwärtstrend befinden. Ein Einstiegspunkt wäre gegeben, wenn der Live-Kurs am EMA abprallt.

Der EMA ist etwas komplexer als der Simple Moving Average, er bietet jedoch viele strategische Möglichkeiten für den Handel in Trendmärkten.

Wir haben den EMA hier ausführlich vorgestellt.

Wer sollte die Trendfolgestrategie nutzen?

Trader werden

Das Handeln mit dem Trend eignet sich für kurz-, sowie für langfristige Anleger. Trends gibt es in jeder Zeitspanne – egal ob man sich den Tages-, Wochen- oder Monatschart ansieht.

Während es beim kurzfristigen Day- oder Swingtrading relativ rasant zur Sache geht, können langfristige Anleger etwas ruhiger agieren.

Day- und Swingtrader müssen Trends schnell analysieren und auch in der Lage sein, zu erkennen, wann ein Trend aufhört.

Langfristige Händler können ein Asset über Jahre halten, bevor sie es verkaufen. Als Beispiel dient hierfür etwa die Amazon-Aktie. Sie befindet sich seit 2009 etwa in einem stetigen Aufwärtstrend, mit nur kleinen Ausreißer.

McDonald's Aktie

Entwicklung der McDonald’s Aktie

Trendbasiertes Handeln funktioniert also auch über Jahre oder im Extremfall Jahrzehnte. Die McDonald’s-Aktie steigt also schon seit 1980. Zwar gab es von 1999 bis 2003 einen längeren Abwärtstrend, doch seit 2003 ging es relativ steil nach oben.

Wir können festhalten, dass sich das Handeln mit Trends sowohl für Daytrader, als auch für langfristige Anleger sehr gut eignet. Vor allem große Blue Chip Aktien zeigen, dass ein Trend auch sehr, sehr lange problemlos anhalten kann.

Zwar kann man Trendfolgestrategien auch im Daytrading anwenden, doch hier muss man deutlich stressresistenter sein, denn kurzfristige Trends können schnell beginnen und genau so schnell wieder enden.

Wie findet man langfristige und gute Trends fürs Handeln?

Moving AverageUm Trends zu finden, bedienen sich viele Anleger gleitender Durchschnitte.

Der Indikator glättet einen Aktienchart und sorgt dafür, dass Ausreißer nach oben oder unten keine Gewichtung mehr haben.

Da viele Händler der Gruppendynamik des Marktes folgen, ist die Wahrscheinlichkeit vergleichsweise hoch, dass sich ein langfristiger, etablierter Trend fortsetzen wird. Dies gilt vor allem dann, wenn es bereits über Jahre bergauf geht.

Beim Daytrading ist es schwieriger, Trends zu identifizieren. Außerdem ist beim Daytrading die Wahrscheinlichkeit von Fehlsignalen viel höher.

Nachdem die technische Analyse einen eindeutigen Aufwärtstrend gezeigt hat, sollte man die gewählte Aktie auch fundamental analysieren und sich Gedanken über die Zukunft machen. Das ist besonders bei langfristigen Anlegern, die die Aktie vielleicht über Jahre halten möchten, wichtig.

Zur Fundamentalanalyse zählen Fragen wie etwa: Wie kompetent ist die Chefetage? Kann das Unternehmen wachsen? Welche Innovationen werden forciert? Wie ist die politische Rückendeckung in der Branche? Wie geht es dem Unternehmen finanziell?

Sobald technische und fundamentalanalytische Analyse auf ein “GO” deuten, wird die Aktie gekauft. Gewinnbringende Aktien findet man also nicht nur durch die Chartanalyse, sondern durch die Kombination von Chart- und Fundamentalanalyse. Ergeben beide grünes Licht, kann der Einstieg vollzogen werden.

Die Trendstrategie kann wegen der höheren Wahrscheinlichkeiten zwar profitabel sein, eine hundertprozentige Garantie gibt es aber nie. Daran sollte man sich immer wieder erinnern.

Was sind “Trendkanäle”?

Als “Trendkanal” wird ein vom Nutzer im Chart eingezeichneter “Kanal” genannt. Er besteht aus einer unteren und oberen Linie.

Um einen Trendkanal in den Chart zu malen, werden alle Tiefpunkte einerseits, sowie Hochpunkte andererseits, im Chart mit Linien verbunden. Die Linien verlaufen im Idealfall parallel.

Ein Trendkanal soll die zukünftige Entwicklung eines Trends voraussagen – mit den zu erwartenden Ausreißern nach oben und unten.

Beim Trendkanal ist ein Einstiegspunkt etwa dann gegeben, wenn der Kurs von der unteren Linie des Kanals abbricht und wieder nach oben geht.

Im Gegensatz zu einer einfachen Trendlinie zeigt der Trendkanal also die gesamte Range, in der sich ein Trend gerade abspielt. Das bietet einige Vorteile.

So können Nutzer mithilfe eines Trendkanals etwa auch erkennen, ob der Kurs aus dem Trendkanal ausgebrochen ist. Wenn das der Fall ist, kann dies auf eine Trendumkehr hindeuten.

Es ist ganz einfach, einen Trendkanal einzuzeichnen. In nahezu allen modernen Trading-Programmen gibt es irgendwo die Möglichkeit, in den Chart zu zeichnen. Manche Programme verfügen sogar über ein spezielles Tool mit dem Namen “Trend Channel”.

Dank Trendkanälen kann die Trendfolgestrategie auch im kurzfristigen Handel eingesetzt werden. Beispiel: Gekauft wird, wenn der Kurs von der unteren Linie abprallt. Verkauft wird, wenn der Kurs an der oberen Linie des Kanals ankommt.

Vor- und Nachteile der Trendfolgestrategie

Trendfolgestrategien scheinen auf den ersten Blick vor allem für Trading-Anfänger vielversprechend.

Vorteile

Einerseits bieten Trendfolgestrategien (verglichen mit anderen Handelstaktiken) eine vergleichsweise hohe Renditewahrscheinlichkeit, da langfristige Trends durchaus eine gewisse Stabilität bieten und sich in vielen Fällen fortsetzen.

Im Gegensatz zu Momentum- oder Umkehr-Strategien ist beim Trend-Trading der Zeitpunkt des Einstiegs in eine Position nicht so relevant. Es muss kein Umkehrpunkt gefunden, sondern nur ein Trend identifiziert werden.

Weiters eignet sich Trend-Trading vor allem für Einsteiger, die mit der großen Auswahl an Indikatoren anfangs vielleicht noch nicht so gut zurechtkommen. Oft reicht bei der technischen Analyse eines Trends ein einfacher gleitender Durchschnitt. In der Regel werden so bereits bestehende Trends schnell gefunden.

Trendfolgende Strategien passen fürs kurz-, sowie langfristige Traden. Zwar ist das Daytrading etwas hektischer, doch auch hier können mit den richtigen Indikatoren Trends identifiziert werden.

Um die Chancen für hohe Gewinne bei kurzfristigem Handel zu erhöhen, können CFDs genutzt werden. Das sind gehebelte Produkte, die größere Chancen, aber auch größere Risiken bieten.

Nachteile

Obwohl mit charttechnischen und fundamentaltechnischen Analysen Trends schnell identifiziert werden können, kann aus der Vergangenheit nur bedingt die Zukunft einer Aktie abgeleitet werden.

Wie bei anderen Strategien gibt es auch hier keine Garantie dafür, dass sich ein Trend fortsetzen wird.

Außerdem ist die Erkennung eines Trends im Chart zwar einfach, doch dies sollte nicht die einzige Entscheidung für den Einstieg in eine Position sein. Es sollte auch eine Fundamentalanalyse durchgeführt werden, die sich vor allem für Einsteiger deutlich schwieriger gestalten dürfte.

Einen intakten Trend zu finden ist nicht immer leicht. Da eindeutige und langfristige Trends nicht bei jeder Aktie so schnell zu finden sind, kann es mitunter eine Zeit lang dauern, bis man einen Trend identifiziert hat.

Last but not least: Trendstrategien eignen sich nicht für Seitwärtsmärkte. Wenn kein eindeutiger Trend nach oben oder unten besteht, kann man das Trend-Trading vergessen.

Wie hole ich das meiste aus einem Trend?

Zyklisch vs. Antizyklisch investierenDurch die Einfachheit der Trendfolgestrategie bietet sie viele Möglichkeiten der Optimierung.

Mit einfachen Tools können die Gewinnchancen erhöht und die Verluste begrenzt werden.

Ein wichtiges Werkzeug zur Erhöhung der Gewinnwahrscheinlichkeit haben wir weiter oben im Text bereits erwähnt: Neben der Chartanalyse sollte auch eine einfache Fundamentalanalyse durchgeführt werden. Einfach gesagt: Das Unternehmen sollte nicht nur im Chart gut dastehen, sondern auch in den Firmenkennzahlen.

Weiters sollte man sich auf einige wenige Märkte konzentrieren und dort versuchen, Muster zu erkennen. Vor allem Indizes wie der DAX oder der NASDAQ bewegen sich immer wieder nach den gleichen Mustern. Wenn man zu viele Assets gleichzeitig handelt, kann man sich leicht verzetteln.

Besonders wichtig ist auch das Nutzen von Risikomanagement-Tools, wie etwa dem Trailing Stop Loss. Ein Trailing Stop Loss kann beim Absturz eines Kurses automatisch dafür sorgen, dass eine Position geschlossen wird. Das Tool kann bei trendfolgenden Strategien sehr effektiv eingesetzt werden: Wenn sich der Trend fortsetzt, lässt das Tool den Trade weiterlaufen. Kommt es zur Umkehr, wird automatisch geschlossen. Nahezu alle größeren Broker unterstützen diese Art von Stop Loss.

Um das meiste aus einem Trend zu holen, sollte ein Trend natürlich so früh wie möglich erkannt werden. Das erfordert Übung und ein Gespür für den Markt.

Alternative zur Trendfolge: Antizyklisches Investieren

Eine gewisse Gegenbewegung zu Trendfolgern sind die Antizykliker.

Sie handeln gegen den Trend und somit auch gegen den natürlichen Zyklus des Markts.

Wir haben das antizyklische Investieren hier genauer vorgestellt.

Beim antizyklischen Investieren schwimmen Anleger direkt gegen den Strom. Sie kaufen eine Aktie, wenn sie im tiefroten Bereich ist und verkaufen sie, wenn die Märkte grün sind.

Das scheint vielleicht unlogisch, doch disziplinierte Antizykler konnten mit ihren Strategien bereits große Gewinne einfahren. Einer der bekanntesten Antizykliker war etwa der Bankier Carl Mayer von Rothschild, der im 18. und 19. Jahrhundert lebte. Seine Devise: “Kaufe, wenn die Kanonen donnern und verkaufe, wenn die Violinen spielen”.

Ein Antizykliker wartet nicht darauf, dass ein Trend bereits etabliert ist, sondern kauft oft noch während des Crashs. Während die Aktie in der Talfahrt ist, steigt ein Antizykliker bereits ein.

Antizyklische Anleger glauben daran, dass Menschen als Herdentiere oft ziemlich emotionale Entscheidungen treffen. Bei einem Crash sinkt eine Aktie wegen der Emotionen der Anleger oft viel tiefer als das Unternehmen realwirtschaftlich gesehen wert ist.

Die Antizykliker sind fest davon überzeugt, dass die Gesetze des Marktes dieses Ungleichgewicht wieder gerade rücken werden und der Kurs nach einem Crash wieder steigen wird. Durch ihren frühen Einstieg können sie dann den gesamten Aufwärtstrend mitnehmen.

Das kann funktionieren, doch nur die größten Profis sind damit über lange Zeiträume erfolgreich. Es ist nämlich sehr schwer, den genauen Tiefpunkt eines Marktes zu definieren.


Fazit: The trend is your friend?

Alle Trader – egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene – können von der Trendfolgestrategie profitieren. Es ist eine der simpelsten und einfachsten Anlagetaktiken, die es gibt.

Nachdem ein solider Trend mithilfe verschiedener Tools analysiert und erkannt wurde, wird die Position eröffnet. Ausgestiegen wird, sobald der Trend nachlässt – der genaue Ausstiegszeitpunkt hängt jedoch von der Risikoaffinität des Traders ab.

Durch die vergleichsweise hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich ein langer Trend auch in Zukunft fortsetzen wird, bestehen bei Trendfolgestrategien auch höhere Gewinnchancen. Außerdem kann diese Strategie in nahezu allen Märkten mit eindeutigem Auf- oder Abwärtstrend genutzt werden. Beachten sollte man, dass Aufwärtstrends generell länger anhalten als Abwärtstrends.

Positiv zu erwähnen ist bei der Trendfolge auch, dass nahezu in jedem Markt gehandelt werden kann.

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