Was heißt “Traden”? – Definition & Guide

Was ist Trading?Das Trading bietet zunächst den grundlegenden Vorteil, dass es an sich jeder betreiben kann. Um damit starten zu können, benötigst du zunächst einen eigenen Trading-Account bei einem Online-Broker deiner Wahl.

Bei einem Broker handelt es sich per definitionem um einen Börsenmakler, Vermittler oder einen Zwischenhändler, der die entsprechenden Trading-Aufträge von dir entgegennimmt und an der Börse ausführt.

Bei der Einrichtung deines individuellen Trading-Accounts gehst du am besten folgendermaßen vor:

  • Vergleiche diverse Depotangebote vieler Broker im Internet (zum Beispiel auf kostenlosen und unabhängigen Vergleichsportalen für Online-Broker).
  • Eröffne ein Trading-Depot bei einem Broker deiner Wahl.
  • Zahle einen beliebigen Geldbetrag auf deinen neuen Trading-Account ein oder nutze zunächst das Demokonto des jeweiligen Anbieters.
  • Beginne mit dem Kaufen und Verkaufen individueller Handelswerte (auch Assets genannt).
  • Erziele dadurch Gewinne und lasse dir diese von deinem Trading-Account auf dein Bankkonto auszahlen.
Trading Anfänger Screenshot

Screenshot: Apple-Aktie beim bekannten Social Trading Broker eToro

Beachte zu guter Letzt noch ein nachhaltiges Money Management.

Hierbei handelt es sich um eine sogenannte Wertsicherungsstrategie, durch die du dein individuelles Chance-Risiko-Verhältnis verbesserst.

Riskiere beispielsweise nie mehr als 1 Prozent deines Gesamtkapitals pro Trade. Fürs Trading solltest du dir daher vorweg deine individuellen „Trading-Regeln“ festlegen, an die du dich in jedem Falle hältst – so hast du die eigenen Nerven oft besser im Griff und läufst nicht Gefahr, zu gierig zu handeln.


Welche Arten von Trading gibt es?

Arten von Trading

Du kannst dich beim Trading auf verschiedene Handelswerte oder auf unterschiedliche Trading-Arten spezialisieren.

Trading GrafikWeiterhin steht dir noch eine Vielzahl an Orderbefehlen zur Verfügung. Im Folgenden alle typischen Handelswerte, mit denen du insgesamt traden kannst:

  • Aktien (Wachstumsaktien oder Dividendenaktien)
  • ETFs (sogenannte Exchange Traded Funds)
  • Devisen (Währungspaare wie beispielsweise EUR/USD für Euro gegen den US-Dollar)
  • Rohstoffe (wie beispielsweise Gold, Silber oder Rohöl)
  • CFDs (sogenannte Contracts for Difference oder auch „Differenzkontrakte“)
  • Kryptowährungen (einzelne Coins wie beispielsweise Bitcoin oder Ethereum oder Kryptowährungspaare)
  • Optionen
  • Zertifikate
  • Futures (sogenannte Terminkontrakte)
  • Anleihen (Staats- oder Unternehmensanleihen)

Trading Arten

Doch nicht nur anhand der unterschiedlichen Handelswerte entpuppen sich zahlreiche Trading-Möglichkeiten für dich.

Auch die jeweilige Handelsart sorgt für Abweichungen.

Im Folgenden daher eine Tabelle mit den wohl bekanntesten Trading-Arten, nach ihrer Anlagedauer sortiert (von lang bis extrem kurz):

Trading-Art Was ist das? Aufwand Ertrag
Buy and Hold Hier kaufst du dir individuelle Handelswerte,
die du ewig hältst, um von langfristigen Kurssteigerungen
sowie steigenden Kapitalerträgen in Form von Dividenden oder Ausschüttungen zu profitieren
gering langfristig moderat
(7-10 Prozent Rendite)
Position Trading Hier verfolgst du gewisse Trends und hältst deine Trades
über einen längeren Zeitraum (Tage, Wochen oder sogar Monate)
Gering mittelmäßig
(10 bis 20 Prozent Rendite)
Swing Trading Hier nutzt du kurzfristige Marktanomalien,
um überdurchschnittliche Kursgewinne zu realisieren
und hältst deine Trades im Schnitt mehrere Stunden bis Tage
hoch hoch
(10 bis 30 Prozent Rendite)
Daytrading Hier hältst du deine Positionen maximal bis zum Ende des Handelstags
und realisierst viele, kleine Kursgewinne und hältst die Positionen
nur wenige Minuten oder Stunden
sehr hoch sehr hoch
(30 bis 50 Prozent Rendite)
Scalping Hier konzentrierst du dich auf die Realisierung von extrem vielen,
kleinen Kursgewinnen über den Verlauf des Tradingtags
(teilweise 100 Stück oder mehr) und hältst die Positionen nur wenige Sekunden bis Minuten
sehr hoch sehr hoch
(50 Prozent Rendite oder mehr)
eToro Tradingfenster Screenshot

Screenshot: eToro Tradingfenster

Unterschiede gibt es aber auch hinsichtlich der Vielzahl an Orderbefehlen.

Bullisch BärischAuch hier stehen dir verschiedene Varianten zur Verfügung. Hier daher einmal die wichtigsten Orderbefehle in puncto Trading für Anfänger:

  • Market-Orders (dein Kauf erfolgt zum aktuell billigsten Preis, beziehungsweise dein Verkauf zum aktuell besten Preis am Markt)
  • Limit-Orders (hier legst du minimale oder maximale Kauf- oder Verkaufspreise fest, zu denen dein Broker deine Order ausführen soll)
  • Stop-Orders (hier führt der Broker bei einem bestimmten Kurswert automatisch eine Order aus – zum Beispiel in Form eines Stopp-Loss zur Verlustbegrenzung oder in Form eines Take-Profit zur automatischen Gewinnmitnahme)
  • Long (hier setzt du auf steigende Kurse)
  • Short (hier setzt du hingegen auf fallende Kurse)

So einfach lässt sich Trading für Anfänger umsetzen

Trading GuideTrading für Anfänger funktioniert im Grunde genommen ganz einfach.

Du legst dir zunächst ein eigenes Trading-Depot zu, zahlst eine beliebige Menge an Geld ein und fängst unkompliziert mit dem Trading an!

So weit, so gut! Doch wie genau funktioniert das?

Und auf was musst du als Anfänger besonders achten?

Auch hierzu im Folgenden ausführlichere Informationen für dich.

Schritt 1: Depot oder Trading-Account eröffnen

Account Anmeldung Trading

  • Hast du das für dich passende Depot gefunden, kannst du dieses nun unkompliziert eröffnen.
  • Hierfür lädst du dir die entsprechenden Depoteröffnungsunterlagen herunter und befüllst diese (unter anderem mit persönlichen Daten wie beispielsweise deiner E-Mail-Adresse, deiner Telefonnummer oder deiner Wohnadresse).
  • Weiterhin musst du deine individuellen Trading-Erfahrungen im Umgang mit verschiedenen Handelsklassen angeben – der Broker nutzt dies zur Erstellung deines individuellen Risikoprofils.
  • Sobald auch das getan ist, geht’s zur Verifizierung. Bei dieser musst du mithilfe eines gültigen Ausweisdokuments (Personalausweis oder Reisepass) deine Identität verifizieren. Das lässt sich entweder via Post-Ident- oder via Video-Ident-Verfahren umsetzen.
  • Ist auch die Verifikation erledigt, prüft dein neuer Broker nun noch einmal deine Unterlagen und sendet dir binnen weniger Tage deine Zugangsdaten (unter Umständen mit der zusätzlichen Aufforderung zur Einzahlung des Mindestanlagebetrags) zu.
  • Nun kannst du starten!

Schritt 2: Ersteinzahlung, Demokonto und Money Management

eToro Demokonto Screenshot

Screenshot: eToro Demokonto

  • Gehe zunächst kein allzu hohes Risiko ein und sammle idealerweise erst einmal Erfahrungen auf dem kostenlosen Demokonto des Anbieters.
  • In diesem Beitrag haben wir verschiedene Demokonten verglichen.
  • Auf diesem kannst du typischerweise mit Spielgeld und marktähnlichen Kursen handeln. Das kannst du beispielsweise zum Austesten individueller Handelsstrategien oder der einzelnen Trading- sowie Orderarten nutzen.
  • Zahle zunächst auch nur einen kleinen Betrag ein und setze pro Trade nur geringe Mengen deines dir zur Verfügung stehenden Kapitals.
  • Achte von Beginn an auf ein vernünftiges Money Management.

Schritt 3: So kannst du dich nebenbei seriös weiterbilden

Händlerin

  • Nachdem dir in puncto Trading für Anfänger der Start geglückt ist und du vielleicht deine ersten Gewinne realisiert hast, kannst du dein Wissen ab da professionell vertiefen.
  • Zwar funktioniert beim Trading viel über Erfahrung, jedoch kann sich der Kontakt zu bereits erfahrenen Tradern oder sozialen Trading-Communities lohnen.
  • Eine empfehlenswerte Social Trading Plattform ist etwa eToro. Den gesamten Social Broker Vergleich findest du hier.
  • Weiterhin sind auch Webinare, Bücher oder Lernunterlagen zu diesem Thema empfehlenswert und werden oftmals sogar kostenlos vom jeweiligen Broker zur Verfügung gestellt.

Für wen eignet sich das Trading am besten?

Thinking

Ob Trading für Anfänger, für Fortgeschrittene oder für Profis: Es eignet sich im Grunde genommen für eine Vielzahl an Personen oder Anforderungen!

  • Denn hierbei handelt es sich um eine (sowohl zeitlich, als auch lokal) flexible Einnahmequelle, die du nebenberuflich, als auch hauptberuflich betreiben kannst.
  • Da du an jeder Börse der Welt traden kannst, kannst du dies quasi auch 24 Stunden rund um die Uhr tun.
  • Ebenfalls kannst du dir nach Belieben deine individuellen Handelswerte rauspicken und dich auf diese spezialisieren.
  • Es schreibt dir zudem niemand vor, wann, wo und wie du tradest.
  • Auch die „Eintrittsbarriere“ ist beim Trading ausgesprochen gering. So kannst du bereits mit wenig Kapital beginnen und kannst aufgrund vorteilhafter Hebelmöglichkeiten dennoch hohe Gewinne einstreichen.

Es handelt sich hierbei um eine selbstständige Tätigkeit. Die Gewinne, die du realisierst, entsprechen nach deutschem Recht Kapitalerträgen. Jene musst du oberhalb deines Freistellungsauftrags in Höhe von 801 Euro im Jahr, beziehungsweise 1.602 Euro für Verheiratete, durch die Kapitalertragssteuer taxieren.

Unterm Strich eignen sich die verschiedenen Trading-Arten daher für folgende Personen, beziehungsweise Zielstellungen:Fazit

  • für Neulinge im Bereich des Börsenhandels (da Trading für Anfänger sehr unkompliziert realisierbar ist)
  • für fortgeschrittene und erfahrene Trader
  • für den Aufbau eines Nebeneinkommens
  • für das Verdienen des kompletten Lebensunterhalts
  • für den kurz- und langfristigen Aufbau von Vermögen
  • es kann mittels stabiler Internetverbindung von überall auf der Welt getradet werden (für Auswanderer, Bagpacker usw.)
  • für Studenten
  • für Arbeitnehmer, für Selbstständige oder für Unternehmer
  • prinzipiell für alle Nutzer ab 18 Jahren

Da das Trading auch hohe Risiken aufweist, eignet sich es wiederum nicht für jeden! Speziell Persönlichkeiten, die zum Zocken oder bei potenziellen Verlusten zum unüberlegten Verkauf neigen, ist das Traden sicherlich nichts.

Denn dieses benötigt eine starke Persönlichkeit sowie ein strapazierfähiges Nervenkonstrukt, um langfristig erfolgreich darin zu sein.

Auch sind eine gewisse Disziplin und eine konstante Lernbereitschaft unabdingbar, um erfolgreicher Trader zu werden. Es sollte darüber hinaus nur jenes Geld zum Traden eingesetzt werden, dessen Verlust im schlimmsten Fall von dir zu verschmerzen ist.

Von daher solltest du zumindest über ein finanzielles Sicherheitspolster verfügen und nicht jenes Geld zum Traden einsetzen, welches du für dein tägliches Leben brauchst.

Alle Vor- und Nachteile des Tradings im Überblick

Zwar ist das Trading innerhalb der vergangenen Jahre immer beliebter geworden, jedoch weist dieses nebst seinen zahlreichen Vorteilen auch ein paar nicht zu unterschätzende Nachteile auf.

Diese möchten wir dir natürlich ebenso wenig verschweigen, weshalb wir dir im Folgenden sämtliche Vor- und Nachteile in puncto Trading für Anfänger aufzeigen möchten.

Vorteile

  • hohe Flexibilität
  • hohe Verdienstmöglichkeiten
  • sehr vielseitig umsetzbar (viele, unterschiedliche Handelsklassen)
  • wenig Grundkapital notwendig (da gehebelter Handel möglich)
  • nur stabile Internetverbindung sowie Smartphone oder Laptop erforderlich
  • Grundkenntnisse sind recht schnell zu erlernen
  • automatisierter Handel möglich (dank Vielzahl an Orderbefehlen)
  • spannende Freizeitaktivität
  • lässt sich unkompliziert nebenberuflich oder hauptberuflich umsetzen

Nachteile

  • hohes Verlustrisiko (mit potenzieller Nachschusspflicht bei gehebeltem Handel)
  • Vielzahl an unseriösen und intransparenten Brokern
  • Unberechenbarkeit des Marktes
  • erfordert große, mentale Stärke
  • erfordert ständige Lernbereitschaft
  • potenzielle Suchtgefahr (Ähnlichkeiten zum Glücksspiel)

7 hilfreiche Tipps und Tricks: Trading für Anfänger

Wie du innerhalb der obigen Abschnitte erfahren hast, handelt es sich beim Trading um ein vielschichtiges und keinesfalls zu unterschätzendes Thema.

Deutsche Broker Vorteile IconEs kann sich für dich zu einer vorteilhaften Neben- oder Haupteinnahmequelle entwickeln, jedoch lauert am Wegesrand doch die ein oder andere Gefahr. Denn, wie heißt es so schön: „There is no free lunch!“. Gleiches solltest du dir auch beim Traden beherzigen.

  1. Fange daher zunächst mit einem überschaubaren Kapitalrahmen in Höhe von circa 1.000 Euro an und teste dich langsam heran.
  2. Idealerweise „trainierst“ du auch erst einmal mit dem vom Broker potenziell zur Verfügung gestellten Demokonto.
  3. Erst nach und nach solltest du beim Traden den Fremdkapitalhebel hinzufügen. Durch diesen kannst du selbst mit wenig Eigenkapitaleinsatz bereits sehr hohe Gewinne (aber eben auch Verluste!) realisieren.
  4. Wie? Indem du dir für den Trade das Fremdkapital beim Broker leihst und dafür eine Margin hinterlegst. Sobald der Trade abgeschlossen ist, zahlst du dem Broker automatisch das Geld zurück, behältst aber deinen kompletten Gewinn (abzüglich der Margin).
  5. Bilde dich zudem fortlaufend weiter, indem du Seminare oder Webinare besuchst oder dir geeignete Literatur, Schulungsunterlagen oder Forenbeiträge einschlägiger Trading-Foren durchliest.
  6. Vielleicht erkennst du auch gewisse Marktmuster und kannst darauf deine individuelle Trading-Strategie gründen – beispielsweise, wenn Aktien nach der Dividendenauszahlung ex Dividende gehandelt werden und einen Kursverlust dadurch erleiden (hier bietet sich eine „Short-Position“ an).
  7. In jedem Fall solltest du es jedoch langsam und überlegt angehen! Besser kleine, aber dafür konstant steigende Gewinne, als einmal den großen (Glücks)Fang machen und danach immer größere Verluste einfahren!

Fazit zum Thema Trading für Anfänger

Traderin Animation

Theoretisch sind die Verdienstmöglichkeiten beim Traden zwar unbegrenzt, jedoch können nur sehr wenige Trader dauerhaft von dieser Tätigkeit leben.

Denn Traden ist oftmals mit sehr hohen und unüberschaubaren Risiken verbunden und hat den ein oder anderen Trader bereits in die Insolvenz getrieben.

Auch ist Traden bei weitem nicht so einfach, wie es von außen betrachtet vielleicht anmutet. Es gehört sehr viel Erfahrung, Können und Demut dazu, um hier langfristig erfolgreich zu sein.

Wer sich jedoch genau mit diesem Thema befasst, individuelle Schlupflöcher durch eigene Strategien ausbeutet und geschickt die einzelnen Orderbefehle sowie Hebelmöglichkeiten für sich nutzt, der kann als Trader eine hübsche Summe Geld nebenbei oder eben hauptberuflich verdienen.

Das erste Ziel für Trading-Anfänger sollte jedoch der grundsätzliche Kapitalerhalt sein, der mittel- und langfristig realisiert wird. Erst dann kann daran gefeilt werden, im Großteil seiner Trades richtigzuliegen, Verluste zu begrenzen und Gewinne laufen zu lassen, sodass perspektivisch das Ziel Kapitalverdienst oder Vermögensaufbau mit dem Traden erreicht werden kann.

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