Börse weiterhin turbulent, Ölpreis fällt, Fraport in den schwarzen Zahlen, Bitcoin-Verbot vom Tisch

15.03.2022 (KW11)

Börse turbulent

An der deutschen Börse bleibt es weiterhin turbulent. Am Montag startete der DAX stark, doch am heutigen Dienstag sah das schon wieder ganz anders aus.

Derzeit notiert der deutsche Leitindex mit 0,6 Prozent im Minus. Grund für die großen Schwankungen ist die Ukraine-Krise. Die Marktteilnehmer blicken im Moment auf die laufenden Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland. Dazu kommen die extremen Lockdowns in China. Dort steigen die Infektionszahlen derzeit steil an und sind im Moment auf dem höchsten Stand seit zwei Jahren.

Wenigstens die Wall Street hat momentan Rückenwind. Der Dow Jones legte um insgesamt 0,5 Prozent zu. Es gilt übrigens als fast gesetzt, dass die amerikanische FED am Mittwoch den Schlüsselsatz um einen viertel Prozentpunkt anheben wird.

Ölpreis fällt

Das lesen die meisten von uns wahrscheinlich gerne.

Das Barrel Öl der Sorte WTI kostet derzeit rund 97 Dollar. Die Nordseesorte Brent liegt bei etwa 100 Dollar.

Zum Vergleich: Während der Höchststände kostete ein Fass Brent 139 Dollar, ein Fass WTI kostete 130 Dollar.

Konjunkturaussichten mies

Trotz der positiven Nachrichten, die zumindest hoffen lassen, trübt sich die Konjunkturzuversicht in Deutschland weiter ein.

Das Einschätzungsbarometer für die nächsten sechs Monate fiel im März auf Minus 39,3 Punkte. Das ist der stärkste Rückgang, seitdem es diese Art von Umfragen gibt.

Eine Rezession wird aufgrund des Ukraine-Krieges und der Sanktionen gegen Russland immer wahrscheinlicher.

Fraport in den schwarzen Zahlen

Der Flughafenbetreiber Fraport schreibt mittlerweile wieder schwarze Zahlen.

Das Konzernergebnis fiel für das Jahr 2021 positiv aus, mit knapp 92 Millionen Euro. Im Jahr 2020 war es noch ein Verlust in Höhe von 690 Millionen Euro. Umsatzmäßig legte der MDAX Konzern um 28 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro zu.

Trotzdem droht der Fraport Ungemach. Denn der Konzern hält Anteile am Flughafen in St. Petersburg, was ja bekanntlich in Russland liegt.

Nach eigener Aussage kommt Fraport derzeit nicht aus dem Konzessionsvertrag, der noch bis 2040 läuft. Allerdings wolle man sich gegen eine Enteignung durch den russischen Staat mit allen Mitteln zur Wehr setzen.

Zudem würden seit etwa zwei Wochen alle Geschäfte am Flughafen St. Petersburg ruhen. Man erbringe weder Beratungsdienstleistungen, noch transferiere man Betriebs Know-how. Da die Fraport nur Minderheitseigner ist, könne man auch keine einzelnen Manager abberufen.

Kein Bitcoin Verbot

In den vergangenen Wochen diskutierte das Europäische Parlament eine Regelung, die praktisch ein Verbot von Bitcoin bedeutet hätte. Nun hat das Parlament dagegen gestimmt.

30 Abgeordnete stimmten gegen das Verbot des „Proof-of-Work“-Verfahrens, 23 waren dafür. Digitalwährungen sollen zukünftig in die sogenannte Taxonomie eingebunden werden, bei der jeder Digitalcoin auf Nachhaltigkeitskriterien geprüft wird.

Das „Proof-of-Work“-Verfahren steht schon seit Längerem in der Kritik, weil es große Mengen an Energie verbraucht. Mit dem Taxonomie-Kompromiss ist eine eigenständige Thematisierung des „Proof-of-Work“-Verfahrens in der MiCa Richtlinie vom Tisch.

Gegen Ex-Wirecard Chef Braun wurde Anklage erhoben

„Bandenmäßiges Vorgehen“ – so lautet die Anklage gegen den Ex-Wirecard Chef Markus Braun und zwei weitere ehemalige Manager. Das sind aber nicht die einzigen Vergehen, die den drei in der 470 (!) Seiten starken Anklageschrift vorgeworfen werden.

Darin finde sich dann auch weitere interessante Dinge, wie etwa Bilanzfälschung und Manipulation des Aktienkurses. Die Beschuldigten sollen seit spätestens 2015 Bescheid gewusst haben, dass Wirecard Verluste gemacht hat. Davon gehen zumindest die Ermittler aus.

Um die Verluste zu vertuschen, sollen die Angeklagten mit vorgetäuschten Geschäften, unter anderem in Asien, die Bilanzen des Unternehmens gefälscht haben, um beispielsweise an Kredite zu kommen. Die kreditgebenden Banken wurden um insgesamt 3,1 Milliarden Euro geschädigt.

Aufgedeckt wurden die Manipulationen von der britischen „Financial Times“, woraufhin Wirecard Ende Juni 2020 Insolvenz anmelden musste, nachdem das Unternehmen eingestanden hatte „Luftbuchungen“ in Höhe von 1,9 Milliarden Euro vorgenommen zu haben – Geld, das bis heute übrigens verschwunden ist, ebenso wie Jan Marsalek, der andere Wirecard-Chef.

Markus Braun hingegen wurde 2020 festgenommen, er sitzt seitdem in Untersuchungshaft – und sieht sich (natürlich) als Opfer. Er ist bis heute davon überzeugt, dass die 1,9 Milliarden Euro tatsächlich existieren.

Zudem ist er (angeblich) durch die Pleite von Wirecard selbst ruiniert worden, da er sein ganzes Geld in Wirecard Aktien angelegt hätte.

Der 14-tägige Elon: Musk legt sich mit Putin direkt an

Dass Elon Musk die Ukraine unterstützt, ist mittlerweile bekannt. Mit Starlink sorgt er in den vom Krieg gebeutelten Gebieten für stabiles Internet.

Jetzt hat Elon Wladimir Putin eine Nachricht über Twitter zukommen lassen und ihn zum Zweikampf Mann gegen Mann herausgefordert. Der Einsatz ist die Ukraine. Putins Name ist in dem Tweet auf Russisch geschrieben, die Ukraine auf Ukrainisch. Musk hat Putin in einer zweiten Nachricht, ebenfalls auf Russisch gefragt: „Nimmst du diesen Kampf an?“

Den zweiten Tweet richtete er direkt an den englischsprachigen Account des Autokraten.

Auf die Frage einer seiner Follower, ob er sich die Herausforderung gut überlegt habe (Putin war schließlich Träger des schwarzen Gürtels – dieser wurde ihm wegen des Ukraine-Krieges aberkannt) antwortete Elon Musk, dass er es absolut ernst meine. Weiters schrieb er: „Wenn Putin den Westen so einfach demütigen könnte, dann würde er die Herausforderung annehmen. Aber das wird er nicht“

Wladimir Putin reagierte zwar bislang nicht auf die Nachricht, dafür aber sein „Bluthund“ Ramzan Kadyrow. Auf Telegram antwortete Kadyrow Musk, dass er ihm nicht raten würde, seine Kräfte mit Putin zu messen, da sie zu unterschiedliche Gewichtsklassen hätten. Gut, dass kann man jetzt von zwei Seiten sehen. Die Redakteurin ist auf jeden Fall gespannt, ob noch eine Antwort aus dem Kreml kommt.

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