DAX schließt am Freitag mit 14.052 Punkten, Analyse von Johnson & Johnson, Elon Musk wird verklagt, What about Wasserstoff?

15.03.2021 (KW 11)

Aktienanalyse Johnson Johnson

Es hätte der perfekte Wochenabschluss am 12.03.21 werden können. Aber es blieb bei dem hätte. Nachdem der DAX an vier Handelstagen wieder Rekordwerte schrieb, war damit am Freitag Schluss. Bereits der Start verlief alles andere als glücklich. Hier fiel der DAX auf ein Tagestief von 14.451 Zählern. Im weiteren Tagesverlauf erholte sich der Börsenindex allerdings etwas und verabschiedete sich mit einem Stand von 14.502 Zählern ins stürmische Wochenende. Dennoch kann sich die Woche mit einem satten Plus von 4% durchaus sehen lassen.

Auf der Gewinnerseite standen diese Woche die Aktien der Deutschen Telekom und der deutschen Bank. Auf der Verliererseite hingegen fand sich vor allem die Autobranche wieder, BMW fiel beispielsweise um 2 Prozent, der Konkurrent VW um ein Prozent. Bei Daimler sind es etwa 2,5 % im Minus. Der größte Verlierer ist allerdings Delivery Hero mit einem Verlust von vier Prozent.

Nasdaq und Dow Jones

Die Technologiebörse Nasdaq schloss am Freitag mit 13.174 Punkten. Das entspricht einem Minus von etwa 1,7 Prozent. Der Dow Jones hingegen schloss mit einem Plus von 0,2% mit 32.539 Punkten. Die Gewinner dieser Woche sind hier die Banken – wie JP Morgan oder Citigroup. Die Verlierer sind vor allem in der Technologiesparte zu finden – wie etwa Apple, Facebook, Netflix und Co.

Derzeit gibt es einen Favoritenwechsel

Nach monatelangem Hype um die Tech-Branche nehmen die Investoren derzeit Gewinne mit, was sich übrigens im Februar bereits abzeichnete. Doch trotz Apple und Microsoft, die gute Zahlen verzeichneten, stiegen die Aktien der anderen TechStars nicht, beziehungsweise eher verhalten. Dagegen sind derzeit Aktien von Unternehmen gefragt, die nach dem Ende der Corona Krise gewaltig anziehen könnten oder viel Nachholbedarf haben.

Dazu gehören beispielsweise Energie-Aktien, die ja sonst eher etwas stiefmütterlich behandelt wurden und die im Moment vom Preisschub von Öl und Gas extrem profitieren.

Das heißt aber nicht, dass Tech-Aktien sich jetzt zukünftig auf einem absteigenden Ast befinden werden.

Denn die Zukunft gehört – zumindest in großen Teilen – der Technologie, sprich der Automatisierung und der Digitalisierung. Kursschwankungen und Favoritenwechsel in diesem Rahmen sind an der Börse etwas völlig Normales.

Lohnt der Einstieg bei Johnson und Johnson?

Seit Mitte dieser Woche ist der Impfstoff von Johnson & Johnson in Europa zugelassen. Bei uns in Deutschland ist das Unternehmen bisher allerdings eher für Hygiene- und Beautyprodukte bekannt.

Zu dem Milliardenschweren Konzern gehören beispielsweise Marken wie Regaine, Bebe und Listerine. Der Konzern besteht allerdings aus insgesamt drei Sparten: Konsumgüter, Medizintechnik und Pharma. Schon vor Corona wurden bei Jansen (so heißt die Pharmasparte des Konzerns) Vakzine entwickelt, beispielsweise gegen Ebola.

Außerdem arbeitet das Unternehmen seit Jahren an einem Impfstoff gegen das HIV-Virus. Im letzten Jahr hat die Aktie des Unternehmens um 12,1% an Wert gewonnen und notiert derzeit bei 133,49 Euro. Auch die Zukunftsaussichten für das Unternehmen sind gut. Blickt man auf die letzten 10 Jahre zurück, haben die Aktien eine gute Performance hingelegt, und zwar von 11,0% Prozent. Hätte man damals also 10.000 Euro investiert hätte man heute 28.374 Euro.

Zudem ist das Risiko sehr niedrig zu bewerten – es liegt bei etwa 1,5 %. Eine Investition könnte sich durchaus lohnen.

Elon Musk wird verklagt – mal wieder

Twitter und Elon Musk sind nicht immer eine glückliche Paarung, denn oft genug provoziert der Unternehmer mit seinen Tweets. Den meisten wird noch die Nachricht in Erinnerung sein, dass er eventuell plant, Tesla wieder von der Börse zu nehmen – die Finanzierung wäre gesichert. Das entpuppte sich im Nachhinein als große Falschmeldung.

Nun haben die Wortergüsse von Musk wieder einmal Folgen.

Ein Investor verklagt den Unternehmer, der selbst übrigens Multimilliardär ist, wegen seinen „erratischen“ Twitter Nachrichten. Der Grund: Diese setzen das Unternehmen hohen juristischen Risiken und milliardenschweren Kursverlusten aus. In der 105-seitigen Klageschrift, die am Freitag vom zuständigen Gericht im US-Bundesstaat Delaware veröffentlicht wurde, heißt es, dass weitere ungezügelte Tweets von Musk heftige Konsequenzen für die Finanzierungsmöglichkeiten von Tesla haben könnten.

Außerdem verstößt er damit gegen einen Vergleich mit der US-Aufsichtsbehörde SEC.

In deren Visier war Musk 2018 geraten, nachdem er immer wieder mit seinen Tweets für Aufregung an den Finanzmärkten gesorgt hatte. Damals ging es um den oben erwähnten Tweet.

What about Wasserstoff?

Fossile Energieträger wie Öl und Gas gelten als Auslaufmodelle. Fast alle Staaten dieser Welt treiben den Klimaschutz voran – aus ziemlich guten Gründen.

Die EU hat das Ziel, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden und wird dafür in den kommenden Jahren bis zu eine Billion Euro investieren.

Auch dem derzeitigen Präsident Joe Biden liegt das Thema Klimaschutz sehr am Herzen – ganz im Gegensatz zu seinem Vorgänger. Bis zum Jahr 2035 soll die Energieversorgung in den USA klimaneutral sein.

Hier kommt der grüne Wasserstoff ins Spiel, der mithilfe von erneuerbaren Energien erzeugt wird. Dieser könnte beispielsweise eine Alternative zum alten Verbrennungsmotor werden. Doch wer in Wasserstoff investieren möchte, der sollte nicht kurzfristig denken und außerdem extrem starke Nerven haben.

Die Aktienkurse der Wasserstoffunternehmen schwanken nämlich ziemlich kräftig – und bis jetzt steckt die Technologie laut Branchenkennern noch in den Kinderschuhen.

Es dampft an der Börse – Der Tabakriese BAT steigt bei einem Cannabis Unternehmen ein

Schon in der KW 7 haben wir vom Zukunftsmarkt Cannabis berichtet. Auch dieser Markt ist in ständiger Bewegung.

Das britische Tabakunternehmen BAT Group hat jetzt eine strategische Kooperationsvereinbarung mit Organigram Holdings geschlossen, welches sich auf die Entwicklung von Cannabisprodukten konzentrieren möchte.

Außerdem hat sich eine Tochtergesellschaft von BAT mit 19,9% an Organigram beteiligt.

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