DAX schließt im Minus, Öl billiger, Türkische Lira weiterhin im Sturzflug, 2021 war ein gutes Aktienjahr, Geld nachhaltig anlegen

20.12.2021 (KW 52)

Anfang der Woche herrschte an der Börse noch so etwas wie vorsichtiger Optimismus, was an der klaren Ansage der Fed lag. Diese hatte angekündigt, die US-Geldpolitik straffen zu wollen. Doch die Freude darüber währte nur kurz.

Am Freitag, 17. Dezember 2021 schloss der DAX bei 15.531 Punkten und büßte damit rund 0,7 % ein. Eine gute Nachricht gibt es allerdings dann doch, der deutsche Leitindex hielt sich nämlich über der bedeutungsvollen 200-Tage-Linie. Diese signalisiert Anlegern den längerfristigen Trend. Auf die Woche gesehen büßte der DAX übrigens um 0,6 % ein.

Der DAX befindet sich näher betrachtet in guter Gesellschaft, denn der Dow-Jones gab ebenso nach. Er schloss am vergangenen Freitag mit 35.356 Punkten, was einen Verlust von 1,45 % bedeutet.

Corona immer noch Thema

Auch der Ifo-Index trübt sich deutlich ein. Im Dezember sank er auf 94,7 % – stärker als erwartet. Grund dafür ist die neue Omikron-Variante. Die Menschen befürchten eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen. Die Niederlande machen es vor. Dort gilt seit diesem Sonntag (19.12.2021) ein verschärfter Lockdown. Viele Ökonomen rechnen damit, dass das Bruttoinlandsprodukt im Winter schrumpft. Dafür wird im Frühsommer, beziehungsweise im Sommer mit einer kräftigen Erholung gerechnet.

Öl billiger

Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am vergangenen Freitag 73,65 Dollar und damit 1,8 % weniger als noch am Vortag.

Türkische Lira weiterhin im Sturzflug

Die allgemeinen Marktgesetze scheinen für den türkischen Präsidenten Erdogan nicht zu gelten. Auf Druck des Präsidenten senkte die türkische Zentralbank erneut die Leitzinsen. Die Quittung ließ nicht lange auf sich warten. Seit Jahresbeginn hat die türkische Währung einen Wertverlust von 50 %. Dollar und Euro kletterten erneut auf Rekordhoch.

2021 war ein gutes Aktienjahr

Die Börsenendrallye zum Jahresende wird vermutlich ausbleiben. Derzeit gibt es keine kurstreibenden Nachrichten und die meisten Unternehmen und Konzerne haben ihre Auftragsbücher mittlerweile geschlossen. Doch trotz Coronapandemie, die uns weiterhin in Atem hält, war das Börsenjahr 2021 ein positives. Der deutsche Leitindex DAX legte um fast 12 % zu, der MDAX stieg um rund 11 %. Die Ökonomen schauen positiv in das kommende Jahr. Lassen wir uns also überraschen, was da auf uns zukommt.

Wie kann ich mein Geld nachhaltig anlegen?

Nachhaltigkeit ist voll im Trend – auch beim Geldanlegen. Allerdings gibt es ein Problem. Investoren, die ihr Geld in nachhaltige Unternehmen stecken wollen, kommen häufig nicht an ausreichende Informationen, ob die Firma wirklich nach den strengen ESG-Anforderungen agiert oder nur das berühmt-berüchtigte „Greenwashing“ betreibt.

Bei der Beantwortung dieser Fragen, die entscheidend sein können, helfen derzeit nur die Ratingagenturen wie Bloomberg oder Standard & Poor`s weiter. Bei denen fallen aber vielfach die kleineren Firmen durchs Raster. Das Londoner Investmenthaus Arabesque hat dafür jetzt eine eigene Plattform geschaffen, die ESG Book heißt. Diese soll es Unternehmen ermöglichen, ihre ESG-Informationen in Echtzeit zu publizieren. Die Verlässlichkeit der Daten soll damit gewährleistet werden, dass die Unternehmen die jeweiligen Belege vorlegen müssen, bevor die Daten on gehen. Derzeit haben 9.000 Unternehmen ihre Daten auf ESG Book veröffentlicht – Tendenz steigend. Die Plattform ist für Nutzer kostenlos, Zusatzservices für professionelle Investoren sind allerdings kostenpflichtig.

Der 14-tägige Elon

Elon Musk hofft, noch in diesem Jahr mit seiner Gigafabrik starten zu können. Doch die Chancen stehen, im Moment zumindest, eher schlecht. Denn die offiziellen Genehmigungen stehen derzeit immer noch aus. Laut des Umweltministeriums in Potsdam werden die in der Onlinekonsultation vorgebrachten Äußerungen immer noch geprüft. Außerdem stehen noch Unterlagen aus – auch von Tesla. Damit die Genehmigung rechtssicher ist, werden bestimmte Gutachten benötigt. Das sagte zumindest Brandenburgs Umweltminister Axel Vogt (Grüne) in einem Interview mit dem RBB. Obendrein kann er keine Vorhersage treffen, wie schnell die benötigten Unterlagen vorliegen könnten. Derzeit baut Tesla die Fabrik mit vorzeitigen Zulassungen. Grundsätzlich rechnet man allerdings mit grünem Licht vom Land Brandenburg – auch, wenn es zu Auflagen kommen könnte.

Traurig über unerwiderte Liebe

Doch das scheint unserem Lieblingsmilliardär nicht die Laune zu verderben. Kürzlich hatte Bernie Sanders, mit dem Elon immer wieder im Clinch liegt, die Frage gestellt: „Wenn uns zukünftige Generationen fragen, was wir getan haben, um die Klimakrise zu stoppen, wie werden wir antworten?“. Daraufhin antwortete Elon Musk mit Ahem…

Kurz darauf forderte ihn Bitcoin Archive Music auf, zuzugeben, dass er Bernie Sanders eigentlich liebe. Die trockene Antwort lautete: „Gibt es etwas Tragischeres als eine unerwiderte Liebe?“

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