DAX schließt mit einem leichten Plus, Whitney Wolfe Herd jüngste Selfmade Milliardärin, Tesla und Bitcon – ein Match Made in Heaven?

15.02.2021 (KW 7)

Am Freitag, den 12. 02. 2021, schloss der DAX mit einem leichten Plus von 0,06% bei 14.049,89 Punkten. Im Rückblick auf die Woche zeigte er sich dadurch fast unverändert, trotz des kurzzeitigen Rekordhochs am Montag.

Gleichzeitig kletterte der MDAX auf ein Rekordhoch und schloss mit 32.595,23 Punkten ab. Das ist ein Plus von 0,15 %. Zwischenzeitlich war er sogar auf 32.634 Punkte gestiegen.

Experten beurteilen die Zukunft des DAX deutlich optimistischer als die Gegenwart. Eine Prognose der DZ Bank sagt, dass der Aktienindex in diesem Jahr noch um 6% auf 15.000 Punkte steigt. Das liegt zum einen an den umfangreichen Konjunkturprogrammen der Politik und zum anderen an den deutlich robusteren Erträgen der deutschen Unternehmen. Voraussetzung dafür ist aber, dass es gelingt, die Pandemie einzudämmen.

Wie sieht es an den anderen europäischen Börsen aus?

Den anderen europäischen Börsen gelang es, diese Woche den DAX leider abzuhängen.

Der Eurostoxx legte im Laufe der Woche um 1,1% zu. Ebenso beendeten der britische FTSE und der französische Cac40 ihre Woche im Plus.

Dow Jones und Nasdaq

Vier Tage in Folge lang markierte der Dow Jones Allzeithochs. Am Freitag jedoch geriet der Höhenflug etwas ins Stocken, er schloss mit 0,1 Prozent im Plus ab und machte damit einen Wochengewinn von 0,9%. Dieses Wochenende ist in Amerika übrigens verlängertes Wochenende – am Montag ist mit dem George Washingtons Day ein gesetzlicher Feiertag.

Das Schlusslicht am Freitag waren übrigens die Aktien von Walt Disney. Der Nasdaq 100 legte im Verlauf der Woche 0,5 % zu – ebenso wie der S&P 500.

Börsenexperten rechnen übrigens in der nächsten Zeit mit einer Fortsetzung der Aktienrally sowohl auf der einen als auch auf der anderen Seite des Atlantiks. Die Verschnaufpausen sind nur von kurzer Dauer. Dies schreibt zumindest der Analyst der Helaba, Markus Reinwand.

Übrigens hat der Reiseanbieter Expedia das vierte Quartal wenig überraschend mit einem deutlichen Minus von 412 Millionen Dollar abgeschlossen.

Sorge um Virusmutationen

Große Sorgen, nicht nur an den Börsen, bereiten die Corona-Mutationen.

Die Virusmutanten bilden eine Gefahr für den innereuropäischen Handel. Mittlerweile gibt es an den Grenzen zu Tschechien und Österreich verschärfte Kontrollen.

Das gilt auch für den Speditionsverkehr. So könnte es zu Lieferengpässen und Produktionsausfällen kommen.

Der Börsengang hat sich gelohnt – Whitney Wolfe Herd ist jüngste Selfmade Milliardärin

Da hat jemand einen extrem guten Riecher gehabt! Dank des Börsengangs ihrer Dating App Bumble ist Gründerin Whitney Wolfe Herd die derzeit jüngste Selfmade Milliardärin mit 31 Jahren. Einen weiteren Titel konnte sie sich zusätzlich sichern: Wolfe Herd ist die jüngste weibliche Unternehmerin, die einen Börsengang erfolgreich gestartet hat.

Der Einstandspreis der Aktie lag am Donnerstag knapp 77% über dem Ausgabepreis, also bei 76 US-Dollar. Dieser lag übrigens bei 43 Dollar. Herd selbst hält einen Anteil von 11,6 % an dem Unternehmen. Dieser Anteil ist derzeit etwa 11,5 Milliarden Dollar wert.

Herd gehörte übrigens auch zu den Gründern der Dating App Tinder, das Unternehmen verließ sie aber im Streit. Jetzt hat sie mit ihrer eigenen Dating App Bumble, die sie übrigens mit Andrey Andreev im Jahr 2014 gründete, große Ziele. Vor allem will sie der Konkurrenz-App Tinder Marktanteile abjagen.

Das besondere an Bumble ist übrigens, dass bei dieser App Frauen den ersten Dating Schritt machen.

Tesla und Bitcon – ein Match Made in Heaven?

Kryptowährungen sollen ja in nicht allzu ferner Zukunft DAS Zahlungsmittel werden. Das sieht wohl Elon Musk mit der Marke Tesla genauso und hat angekündigt, in die Kryptowährung Bitcoin zu investieren – und diese auch als Zahlungsmittel zuzulassen.

Das bescherte Bitcoin wiederum ein Kurshoch von 20 Prozent. Ein ähnliches Hoch erlebte Bitcoin übrigens im vergangenen Jahr in Verbindung mit Paypal.

Es ist aber nicht alles Gold, was glänzt. Es ist nämlich so, dass etwa 2% aller Wallets (grob umschrieben: der elektronischen Geldbeutel) etwa 95% aller Bitcoins halten.

Deswegen ist diese Kryptowährung als Zahlungsmittel im Prinzip gar nicht geeignet.

Cannabis – Investionsobjekt der Zukunft?

Nach dem Hype um die Gamestop-Aktie haben die Kleinanleger nun ein neues Spekulationsobjekt für sich entdeckt: Cannabis. Genauer gesagt die Aktie von Tilray. Dieses Unternehmen vertreibt Cannabis-Produkte.

Ebenso wurden die Aktien von Sundial Growers und Aurora Cannabis in ganz großem Stil gehandelt.

Wie so vieles ist auch der Aktientrend zum Cannabis über den großen Teich zu uns herübergeschwappt. Der neue US-Präsident Joe Biden und seine Vizepräsidentin Kamala Harris machen sich nämlich für die Legalisierung von Cannabis stark. Seitdem die US-Demokraten sowohl den Präsidenten als auch die Mehrheit im Senat stellen, sind die Chancen gar nicht mal so schlecht.

Es könnte sich also ein riesiger legaler Markt auftun. Bisher leider nur in den USA.

And what about Gamestop?

Mittlerweile beschäftigen sich die US- Aufsichtsbehörden mit dem Fall Gamestop. Dazu müssen Hedgefonds-Manager und Firmenchefs vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses aussagen.

Doch nicht nur die: Ebenso ist ein YouTuber vorgeladen worden: Roaring Kitty, dem Synonym von Keith Gill. Dieser gibt auf seinem Kanal Finanz- und Investment-Tipps. Bereits im letzten Jahr hatte er dazu geraten, Gamestop Aktien zu kaufen. Zudem soll er auf der Plattform Reddit Screenshots seines Kontos veröffentlicht haben, damit möglichst viele sein eigenes Gamestop-Investment nachvollziehen können.

Dieses hat den 34-Jährigen übrigens zum Millionär gemacht. Der Ausschuss untersucht, wie die Aktien in solche Höhen getrieben werden konnten. Denn auch bei Silber und der Krypto-Währung Ripple gab es heftige Kursbewegungen.

Die virtuelle Anhörung trägt den Namen: „Game Stopped? Who wins and loses when Short Sellers, Social Media and Retail Investors collide?” (Wer gewinnt und wer verliert, wenn Short Sellers, Soziale Medien und Kleinanleger aufeinandertreffen?). Die Anhörung soll übrigens als Livestream übertragen werden.

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