Die Börsen kommen nicht zur Ruhe, Was ist da bei Adler los?, Binance treibt Expansion voran, Der 14-tägige Elon: Jetzt hat er Ärger mit Russland

Die Börsen kommen einfach nicht zur Ruhe. Nachdem die amerikanische Notenbank (Fed) am Mittwoch die lang befürchtete Zinserhöhung verkündet hat, gehen weiterhin Zins- und Rezessionsängste unter den Anlegern um. Der Dow Jones schloss am Freitag bei 32.899 Punkten. Damit fiel er um 0,3 Prozent. Der S&P schloss bei 4123 Punkten und fiel damit um 0,57 %. Etwas härter traf es den Nasdaq, der bei 12.144 Punkten schloss und damit einen Verlust von 1,4 Prozent einfuhr. Die Anleger bleiben also nervös und misstrauisch. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den deutschen Leitindex DAX. Dieser schloss am Freitag bei 13.674 Punkten und verzeichnete damit einen Verlust von 1,64 Prozent. Übrigens spielt auch die EZB mit dem Gedanken die Zinsen zu erhöhen. Das könnte laut der deutschen EZB-Direktorin Isabel Schnabel schon im Juli passieren.

Was ist da bei Adler los? Wiederholt sich der Wirecard Skandal?

Shortseller haben allgemein nicht den  allerbesten Ruf. Zur Erinnerung: Shortseller wetten auf den Absturz von Aktien und haben damit schon zum Untergang des einen oder anderen Unternehmens beigetragen. Elon Musk kann Shortseller übrigens auch gar nicht leiden. Seine Aussage: „Du kannst keine Autos verkaufen, die du nicht besitzt. Aber du kannst Aktien verkaufen, die du nicht besitzt. Das ist Bullsh**t. Einer dieser Shortseller ist Fraser Perring, der übrigens für akribische Recherchen bekannt ist. Dieser erklärte in einem seiner Berichte, dass die Adler Group ihre Immobilien viel zu hoch bewertet habe – durch Scheingeschäfte mit Tochterfirmen – und damit jetzt in der Lage ist Unternehmensanleihen zu niedrigen Zinssätzen herausgeben zu können. Diese Anleihen wiederum enthalten eine Klausel, dass maximal 60 Prozent der Schulden aus den Adler Immobilienportfolios stammen dürfen. Durch die falschen Bewertungen habe Adler den Wert auf 54,7 Prozent gedrückt, in Wahrheit läge dieser viel höher, zwischen 72 und 82 Prozent. Das behauptet zumindest Fraser Perring.

Sechs Monate später der große Knall

Das wiederum rief die Wirtschaftsprüfer von KPMG auf den Plan, die prompt eine Sonderprüfung durchführten. Durch den Bericht von Perring fielen die Aktion übrigens damals um knapp 40 Prozent.

Die Prüfung ist nun, ein knappes halbes Jahr später, abgeschlossen. Es heißt im Abschlussbericht, dass keine Anzeichen für einen systematischen Betrug gefunden wurden, aber einige Mängel bei der Abwicklung von Geschäften. Eigentlich sollte jetzt großes Durchatmen bei der Adler Group angesagt sein. Eigentlich. Denn knapp eine Woche später folgte der große Knall. Die KPMG verweigerte dem Geschäftsbericht für 2021 das Testat und begründete das damit, dass sie nicht einwandfrei bestätigen können, ob alle Angaben im Geschäftsbericht der Wahrheit entsprechen. Adler hätte den Zugang zu bestimmten Informationen schlicht und einfach nicht freigegeben.

Fraser Perring war übrigens damals derjenige der gemeinsam mit der Financial Times den Stein bei Wirecard ins Rollen brachte. Dem Konzern wurde damals auch das Testat verweigert, von EY (früher Ernest und Young).

Starker Tobak mit personellen Konsequenzen

Mittlerweile ermittelt jetzt auch die BaFin, was im Allgemeinen ebenfalls kein gutes Zeichen ist. Vier von acht Mitgliedern des Verwaltungsrats mussten bereits gehen. Die beiden CEO Maximilian Rienecker und Thierry Beaudemoulin werden vermutlich spätesten im Juni gehen, wenn die nächste Aufsichtsratssitzung ansteht.

Aktie: abgestürzt

Die Aktie von Adler ist seit Oktober vergangen Jahres um 72 Prozent abgestürzt. Der Geschäftsbericht von 2021 weist ein Minus von 1,2 Millarden Euro aus. Dazu musste der Konzern sich von einem anderen Konzern, in diesem Fall von Vonovia, Geld in Form von Beteiligungen und Krediten leihen. Wir bleiben auf jeden Fall dran.

Binance treibt Expansion voran

Die Kryptobörse Binance treibt ihre Europaexpansion voran. Mittlerweile hat das Unternehmen eine Registrierung als Digital Asset Service Provider in Frankreich bekommen. Das wiederum ist ein enorm wichtiger Schritt für die angestrebte Expansion. Schon seit geraumer Zeit geht Binance auf die Finanzbehörden einzelner Länder zu. Frankreich spielt als zweitgrößter EU-Markt natürlich eine enorm wichtige Rolle. Frankreich soll zukünftig Stützpunkt für den EU-Markt von Binance werden, Dubai für den nahen Osten.

Der 14-tägige Elon: Jetzt hat er Ärger mit Russland

Elon Musk stellt seine Starlink Satelliten der Ukraine zur Verfügung, um dort für stabiles Internet zu sorgen. Das passt Russland, welch Überraschung!, natürlich überhaupt nicht.Jetzt hat der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Dmitri Rogosin Elon ganz unverhohlen auf Telegram gedroht. Für die Versorgung faschistischer Kräfte in der Ukraine mit Mitteln zur militärischen Kommunikation werde sich Elon wie „ein Erwachsener“ verantworten müssen. Russland verteidigt den Einmarsch in die Ukraine ja unter anderem damit, dass dort Nazis an der Macht wären,

Musk reagierte auf Twitter prompt mit einem Scherz. „Wenn ich unter geheimnisvollen Umständen sterben sollte: War gut euch gekannt zu haben.“

Wie es mit Twitter weitergehen soll 

Noch ist die Twitter-Übernahme durch unseren Elon ja noch nicht endgültig durch, sollte es aber klappen, dann hat er mit dem Kurznachrichtendienst große Pläne. Elon ist ja nicht unbedingt bekannt dafür, klein zu denken. So will er den Umsatz von Twitter bis 2028 auf 26,4 Milliarden Dollar erhöhen. Derzeit sind es 5 Milliarden Dollar im Jahr. Dafür will er unter anderem die Werbung drosseln, allerdings sollen zukünftig dann auch gewerbliche und staatliche Nutzer Gebühren zahlen. Bis 2028 will Elon Musk die Zahl der Twitter-Blue Abonnenten auf 159 Millionen steigern. Dieser Service ist derzeit nur für Kunden in den USA, Kanada, Neuseeland und Australien erhältlich.

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