Dow Jones klettert nach oben, DAX schließt mit Verlusten, Diem vor dem Aus, Daimler AG heißt jetzt Mercedes Benz Group

31.01.22 (KW 5)

DOW Jones klettert

Nachdem die Wall Street am vergangenen Freitag eher schwach eröffnet hatte, kletterte der amerikanische Leitindex im Laufe des Tages wieder nach oben. „Schuld“ daran sind die starken Firmenbilanzen von Apple und Visa. Der Dow Jones schloss dann bei 34.725 Punkten, was einen Tagesgewinn von 564 Punkten bedeutet.

Die Aktie von Apple legte am Ende 6,98 Prozent zu und lag damit bei 170,33 Dollar. Im vergangenen Weihnachtsgeschäft gelang es dem Konzern, erneut ein Rekordquartal einzufahren und seinen Gewinn um ein Fünftel zu steigern. Dieser liegt jetzt bei 34,6 Milliarden Dollar – und das trotz Chipkrise.

Auch Visa geht es dank florierender Kreditkartenzahlungen prächtig. Im letzten Quartal stieg der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um satte 27 Prozent. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das 4 Milliarden Dollar. Die Visa Aktie legte am vergangenen Freitag um 10,86 Prozent zu und liegt derzeit bei 228 Dollar.

DAX schließt mit Verlusten – BIP fällt im letzten Quartal

Etwas anders sieht es beim deutschen Leitindex DAX aus. Dieser schloss am vergangenen Freitag nach einer turbulenten Woche mit 15.318 Punkten mit Verlusten von 1,32 Prozent. Daran trägt auch die sich abzeichnende Zinswende in den USA Anteil, die für viel Unsicherheit bei den Anlegern sorgt. Dazu kommt der steigende Ölpreis. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent lag beim Wochenschluss zeitweise über 90 Dollar.

Dazu wird eine Abkühlung der Inflation immer mehr aufgeschoben. Das macht wiederum der Fed Druck, auf die Bremse zu treten. Doch das ist leider noch nicht das Ende der schlechten Nachrichten. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im vierten Quartal um 0,7 Prozent gefallen. Zudem gehen Ökonomen davon aus, dass die deutsche Wirtschaftsleistung auch im ersten Quartal dieses Jahrs schrumpfen wird.

Diem vor dem Aus – was von Zuckerbergs Kryptowährung übrigblieb

Er hat es schon nicht einfach, der Mark. Erst der Ärger mit der Whistleblowerin Frances Haugen und jetzt steht der Traum von der eigenen Kryptowährung kurz vor dem Aus. Schuld daran sind die Aufsichtsbehörden.

Alles fing so schön an. Im Jahr 2019 hatte Meta (damals noch Facebook) Unternehmen wie Stripe, PayPal, Mastercard oder Visa zusammengetrommelt, um eine eigene Kryptowährung zu schaffen. Libra – so hieß das Projekt damals noch – begann also sehr vielversprechend. Doch die Politik sah das anders, als klar wurde, wie viel Macht diese Unternehmen ausüben könnten, wenn das Projekt realisiert würde. Bedenken hab es auch wegen Geldwäsche und bezüglich des Datenschutzes, der ja bekanntlich nicht gerade eine von Facebooks großen Stärken ist.

Also machten die Behörden Druck, und zwar so viel, dass im Jahr 2020 verkündet wurde, dass Libra auf seinen Währungskorb aus Yen, Dollar, Pfund, Euro und Singapur Dollar verzichten würde und stattdessen nur an eine Währung gekoppelt werden würde – und zwar auf Dollar-Basis. Das Projekt wechselte von der Schweiz in die USA – und dann verließ der Kopf des Ganzen, David Marcus, das Unternehmen. Zudem kamen Zuckerberg einige Partner abhanden, wie beispielsweise PayPal oder Visa.

Laut dem Wall Street Journal will Silvergate die Diem-Technologie für 200 Millionen Dollar kaufen. Silvergate ist auch einer der Kooperationspartner des Projekts.

Daimler AG heißt jetzt Mercedes Benz Group

„New Year, new me“ ist ja auf Plattformen wie Instagram gerade zum Jahresanfang an eine äußerst beliebte Floskel. Ernst ist es damit anscheinend dem Autobauer Mercedes Benz, der seit dem vergangenen Samstag nun Mercedes Benz Group heißt. Im Übrigen ein historisches Datum für das börsennotierte Unternehmen. An genau diesem Tag reichte Carl Benz sein erstes Patent für seinen Motorenwagen ein.

Rein rechtlich gilt die Umfirmierung ab dem 1. Februar 2022. Seit Ende letzten Jahres ist der Autobauer bereits in einen LKW-Hersteller und in einen PKW-Hersteller aufgeteilt. Diese Trennung soll auch den Börsenkurs vorantreiben, lt. Konzernchef Ola Källenius ist es das Ziel „das Wertpotenzial des Unternehmens freizulegen.“

Der Börsenwert der Mercedes Benz Group wird derzeit auf 77 Milliarden Euro beziffert – und ist damit sehr viel niedriger als bei anderen vergleichbaren Tech- und Luxuskonzernen.

Der Konzernchef will konsequent auf E-Mobilität umstellen, sprich Elektroautos, autonomes Fahren und digitale Dienste. Großes Vorbild ist Tesla. Der US-Autobauer ist ungefähr 10-mal größer als die Mercedes Benz Group – bei halb so viel verkauften Autos.

Ob die Neuausrichtung des Unternehmens allerdings auch sprachlich gelingt, bleibt fraglich, denn die Wurzeln reichen tief. Die Schwaben schaffen beispielsweise bei Daimler, während die Badener Kollegen bei Benz arbeiten.

Die Mercedes Benz Group gilt übrigens als eine der wertvollsten Marken weltweit. Mit der Neuausrichtung möchte der Konzernchef auch das Employer Branding stärken, hauptsächlich im Bereich Software.

Der 14-tägige Elon

Ganz andere Probleme hat derzeit unser Lieblingsmilliardär Elon Musk. Der versucht nämlich gerade, einen 19-Jährigen dazu zu bringen, sein Twitter-Konto zu löschen. Dieser betreibt mehrere Twitter-Konten mit Flighttrackern.

Das erfolgreichste Konto des Jungen ist ausgerechnet jenes, auf dem die Flugdaten von Elons Musk‘ Privatjet geteilt werden. Das ist übrigens nicht illegal, denn die Flugdaten sind öffentlich. Der von dem 19-Jährigen programmierte Bot ruft diese lediglich ab, verarbeitet und veröffentlicht diese.

Ganze 5.000 Dollar hat Elon dem 19-jährigen Jack Sweeney geboten. Doch der erklärte Musk zunächst, dass die Flugdaten zwar schwer zu finden seien, aber dennoch öffentlich sind. Außerdem unterbreitete er Musk ein Gegenangebot. Wenn der Milliardär auf 50.000 Dollar erhöht, würde er eventuell das Konto abschalten. Von dem Geld will Sweeney sein College bezahlen und eventuell ein Tesla Model 3 kaufen. Musk wollte über das Angebot nachdenken und hat sich bislang nicht wieder bei Sweeney gemeldet.

Neues aus Grünheide

Auch von der Gigafactory in Grünheide gibt es Neues zu vermelden. Tesla hat dort ein bereits vorhandenes Gleis der Deutschen Regionaleisenbahn (DRE) abgekauft. Ziel ist es, das Werk in Grünheide besser an die öffentlichen Verkehrsmittel anzubinden.

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