Dow Jones und Dax fallen, Wirtschaftsklima bessert sich etwas, wie sieht es bei Wirecard aus?

25.04.2022 (KW17)

Wall Street USA

Die US-Märkte schlossen zum Wochenende mit deutlichen Verlusten. Anscheinend ist die Ankündigung von Notenbankchef Powell, die Zinsen drastisch zu erhöhen, den Anlegern auf den Magen geschlagen. Der Dow Jones schloss am vergangenen Freitag mit 33.811 Punkten und ging damit um 2,82 Prozentpunkte in die Knie. Der Nasdaq schloss bei 12.839 Punkten und verlor damit 2,55 Prozent.

Was war passiert?

Der Chef der US-Notenbank sagte, dass bei der nächsten Sitzung eine Erhöhung des Leitzinses um 0,5 Prozentpunkte auf dem Tisch liegt. Ziel ist es, damit die Inflation zu bekämpfen, Angebot und Nachfrage wieder aneinander anzupassen und so die Preisstabilität wieder herzustellen. Christine Lagarde hingegen wollte sich jedoch weiterhin nicht auf eine Zinsstrategie festlegen lassen.

Der DAX fällt ebenso

Den fallenden Kursen an der Wall Street folgt der DAX, ebenso wie die Märkte in Asien. Am Freitag schloss der deutsche Leitindex bei 14.142 Punkten und verlor damit 2,48 Prozent. Kommende Woche präsentieren dann insgesamt 11 DAX-Konzerne ihre Resultate. Es gilt also die Prognosen abzuwarten.

Ölpreis fällt

Die Ölpreise sinken derweil wieder, allerdings eher moderat um 0,7 Prozent-

Wirtschaftsklima bessert sich etwas

Nach all den eher negativen Botschaften gibt es auch etwas Positives zu vermelden. Im April hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft überraschend aufgehellt. Das Barometer des Geschäftsklimaindex ifo kletterte auf 91,8 Punkte. Im März lag der ifo wegen des russischen Überfalls auf die Ukraine noch bei 90,8 Punkten.
Die Einschätzungen sind allerdings von Branche zu Branche unterschiedlich. Industrie und Dienstleistungen zeigten sich zufriedener, was ihre Geschäftsentwicklung betrifft. Ganz besonders hervorzuheben ist hier das Transport- und Logistikgewerbe.

Bau und Handel pessimistisch

Ganz anders sieht es hingegen bei Bau und Handel aus. Auf dem Bau stürzte der ifo auf den niedrigsten Wert seit 2010. Ganz besonders im Fokus stehen hier die Materialengpässe.

Wie sich die Lage weiterentwickelt, hängt laut Experten vorwiegend davon ab, wie sich die Lage in der Ukraine künftig darstellt. Das hat vor allem mit den steigenden Energiekosten zu tun. Etwa 40 Prozent der befragten Unternehmen sind davon betroffen. Die meisten können nicht auf Rohstoffe wie Gas oder Öl verzichten. Das dürfte sich in Zukunft auch auf die Verbraucherpreise niederschlagen, denn die Mehrheit der Unternehmen geht davon aus, die Preise in Zukunft erhöhen zu müssen.

What about Evergrande?

Schon länger haben wir nichts mehr vom strauchelnden chinesischen Immobilienriesen in den News geschrieben. Grund genug uns zu fragen, was ist denn momentan bei Evergrande so los?

Wohl nicht allzu viel – und das eher im negativen Sinn. Dem hoch verschuldeten Immobilienkonzern ist es nicht gelungen, einen Offshore-Bond in Höhe von 2 Milliarden Dollar zu bedienen. Die Nachfrist zur Zahlung wurde jetzt allerdings noch einmal verlängert. Sollte es Evergrande bis dahin nicht gelingen den Bond zu bedienen, wird eine Tochterfirma des Konzerns, die der Halter ist, zahlungsunfähig.

Eine andere Evergrande Tochter war bereits im Dezember, trotz Nachfrist Zinsen schuldig geblieben. Weiterhin fehlt auch immer noch der Jahresabschluss des Konzerns, der eigentlich bis Ende März hätte vorliegen müssen.

Und wie sieht es bei Wirecard aus?

Jan Marsalek soll angeblich in Moskau leben und sich in einem Versteck des russischen Geheimdienstes befinden, schreibt zumindest die Bild Zeitung.

Ebenso schreibt das Blatt, dass sich die Staatsanwaltschaft München an die russische Regierung gewandt hat, Marsalek auszuliefern, um ihn Deutschland vor Gericht zu stellen. Wie weit die Dinge allerdings bis jetzt gediehen sind, ist nicht bekannt. Wir werden Sie auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.

Der 14-tägige Elon – Twitter-Übernahme ja, nein, vielleicht??

Dass unser Lieblingsmilliardär und reichster Mensch der Welt 9 Prozent der Twitter Aktien gekauft hat, haben wir ja bereits berichtet. Nun äußerte er auch Begehrlichkeiten, gleich den Rest des Unternehmens aufzukaufen. Bei Twitter stieß der Versuch allerdings auf wenig Gegenliebe. Prompt wurde ein Plan verabschiedet, der die Rechte der anderen Anteilseigner stärken sollte. Andere Aktionäre sollten Anteile günstiger kaufen können, wenn ein Aufkäufer mehr als 15 Prozent besitzt.

Kehrtwende um 180 Grad

Jetzt kam aber die überraschende Kehrtwende. Twitter verhandelt wohl jetzt doch mit Elon über eine eventuelle Übernahme. Zustande kam das Gespräch wohl offenbar auf Druck der anderen Anteilseigner. Mit einigen ausgewählten Aktionären hatte sich Elon Musk vorher zu Videokonferenzen getroffen.
Für eine mögliche Übernahme von Twitter hat Musk, zumindest lt. eigenen Angaben, rund 46,5 Milliarden Dollar eingesammelt.

Gewinnsprung bei Tesla

Dass die Kasse von Elon Musk gut gefüllt ist, dürfte auch an Tesla liegen. Im ersten Quartal dieses Jahres gelang es Elon mit seinen Elektroautos – ganz im Gegensatz zur Konkurrenz – den Umsatz um satte 81 Prozent auf 18,8 Milliarden Dollar zu steigern. Der Nettogewinn steigerte sich um unglaubliche 658% auf 3,3 Milliarden Dollar.

Damit ist unser Elon, der ja sowieso schon der vermögendste Mensch auf der Welt ist, noch mal um 23 Milliarden Dollar reicher.

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