Dow Jones und DAX mit Verlusten, Picasso Gemälde wird zur Aktie, Luxusaktien voll im Trend, Klimaschädling Kryptowährungen?

19.07.2021 (KW 29)

Die US-Börsen befinden sich nach den Höhenflügen der letzten Wochen derzeit eher im Abwärtstrend. Am vergangenen Freitag rutschte der Dow Jones um 0,86 Prozent ab und schloss bei 34.687 Punkten. Ebenso fiel der Nasdaq um 0,8 Prozent und damit auf 14.427 Punkte.

Woran das liegen könnte?

Vermutlich an den steigenden Inflations- und Zinssorgen der Marktteilnehmer. Denn die Wirtschaft zieht aktuell an und damit ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Arbeitsmarkt nachzieht.

DAX ebenso mit Verlusten

Auch der deutsche Aktienindex DAX schloss am vergangenen Freitag mit Verlusten. Insgesamt verlor er 0,57 Prozent und rutschte damit auf 15.540 Punkte.

Damit bleibt er allerdings auf vergleichsweise hohem Niveau. Gewinner des vergangenen Freitags waren die eher defensiven Papiere von Telekom, e.on oder Vonovia. Verlierer war hingegen der Chiphersteller Infineon – aber auch Siemens Energy.

Woran liegts?

Dass sich der DAX derzeit so entwickelt, liegt natürlich zu großen Teilen an der Pandemie.

Nachdem Länder wie Griechenland, die Niederlande und Teile von Dänemark erneut zu Risikogebieten erklärt wurden, bleiben die Anleger eher vorsichtig.

Ölpreise gehen runter

Die Ölpreise sind während der letzten drei Tage stark abgerutscht. Am Freitag war der Verlust beim US-Ölpreis sogar so hoch wie schon einmal Mitte März diesen Jahres.

Trotzdem sind die Preise immer noch vergleichsweise hoch. Ein Barrel der Leichtölsorte WTI kostete am Freitag etwa 72,00 US-Dollar. „Schuld“ daran ist Corona bzw. die Delta-Variante die sich immer weiter ausbreitet.

Diese sorgt für starke Verunsicherung auf den Märkten, ebenso wie die Uneinigkeit der Opec-Länder. Diese konnten sich nicht auf eine gemeinsame Strategie für das zweite Halbjahr 2021 einigen. Es zeichnet sich derzeit allerdings eine Lösung ab, die aber eine Erhöhung der Fördermenge nach sich ziehen könnte.

Picasso Gemälde wird zur Aktie

Für viele war es vermutlich bislang ein Traum, einen echten Picasso zu besitzen. Doch eine Schweizer Bank will das mittels Blockchain-Technologie jetzt möglich machen.

Somit kann man sich zumindest ein Stückchen eines der Meisterwerke des genialen Spaniers leisten. Die Mindesteinlage beträgt 5.000 Franken (ca. 4.600 Euro). Damit erwirbt man ein Stück des Gemäldes „Fillette au béret“ von 1964, dessen Wert bei etwa vier Millionen Franken liegt. Der Handel nach Zeichnung der Anteile läuft über die Plattform Sygnum.

Luxusaktien sind immer noch voll im Trend

Vor einiger Zeit haben wir ja schon mal in den CFD-Börsennews vom Trend zu Luxusaktien geschrieben. Dieser ist weiterhin ungebrochen.

Der Konzern Richemont, zu dem so glamouröse Marken wie Cartier Schmuck oder IWC gehören, verzeichnete im April ein Umsatzplus von 121 Prozent. Damit kletterte der Umsatz auf 4,4 Millarden Euro.

Der Kurs der Aktie des Luxuskonzerns stieg seit Jahresanfang um satte 40%. Wer in Luxusaktien investieren möchte sollte ebenso den Konzern LVMH, zu dem Marken wie Dior, Louis Vuitton oder Estee Lauder gehören, auf dem Schirm haben.

Auch hier entwickeln die Geschäfte sich aufgrund der steigenden Konsumlust glänzend.

Klimaschädlinge Kryptowährungen?

Natürlich beschäftigen wir uns bei CFD.guide hauptsächlich damit, wie man sein Geld am besten und gewinnbringendsten investieren kann. Trotzdem ist es wichtig, Trends auch kritisch zu hinterfragen. In diesem Fall geht es um Kryptowährungen.

Eigentlich gelten Kryptowährungen wie Bitcoin und Co. als das Zukunftsmodell gegen alteingesessene Geldstrukturen. Doch es lohnt ein Blick „hinter die Kulissen“ und man sollte Gier nie über Hirn siegen lassen. Denn die CO2-Bilanz von Bitcoin und Co. ist, gelinde ausgedrückt, katastrophal.

Denn um beispielsweise die Bitcoin-Blockchain weiterzurechnen, arbeiten weltweit Computer und spezielle Mining-Racks an ihrer Leistungsgrenze.

Nach Schätzungen des Center for Alternative Finance der Universität Cambridge benötigen diese Rechner etwa 120 Terrawattstunden pro Jahr. Das entspricht etwa dem Stromverbrauch von Norwegen.

Damit ist allerdings die Spitze noch nicht erreicht. Denn der Bitcoin hat derzeit eine enorme Wertsteigerung. Dadurch steigt auch der Stromverbrauch exorbitant an. Man rechnet mit etwa 184 Terrawattstunden im Jahr.

Zum Vergleich: Derzeit verbrauchen alle Rechenzentren auf der Welt etwa so viel Strom.

Ökostrom macht den kleinsten Teil

Natürlich werden jetzt Investoren damit argumentieren, dass etwa 1/3 Drittel des benötigten Stroms ökologisch – und damit nachhaltig – ist.

Nur ist es leider so, dass die Rechner, die an diesem Stromnetz hängen, in den seltensten Fällen in Europa stehen – sondern in China, wo Strom aus Wasserkraft relativ günstig ist. Der Strom, der beim Mining verbraucht wird, steht dann allerdings nicht mehr für andere Bereiche zur Verfügung.

Damit muss dieser anderweitig erzeugt werden, beispielsweise durch Kohlekraftwerke. Weitere Hotspots für das Bitcoin Mining sind neben China der Iran, Kasachstan und die USA. Länder, die nicht gerade berühmt für ihre Stromgewinnung aus Ökostrom sind.

Viele der chinesischen Rechner stehen übrigens in Xinjiang und in der inneren Mongolei. Dort stehen sehr viele Kohlekraftwerke, die für günstigen Strom sorgen.

Warum so viel Strom?

Doch warum verbraucht gerade der Bitcoin soviel Energie? Das liegt an den gigantischen Rechenleistungen, die einerseits für das Mining und andererseits für die Transaktionen mit Bitcoin erbracht werden müssen.

Zum Vergleich: Für eine Überweisung mit Bitcoins könnte man (aus stromtechnischer Sicht) etwa 695.000 Mal mit der Kreditkarte bezahlen. (Quelle: Handelszeitung.ch)

Tipp: Wer nachhaltig investieren möchte, der sollte sein Investment eher nach den ESG Kriterien ausrichten.

Umweltverbände erleiden Schlappe gegen Tesla

Einer darf in unseren 14-tägigen Börsennews ja auf gar keinen Fall fehlen: Elon Musk. Dieser gratulierte Richard Branson barfuß in dessen Küche zu seinem ersten Flug ins All.

Soviel dazu.

Eigentlich geht es aber um die geplante Tesla Gigafabrik in Brandenburg. Die Umweltverbände, die einen Eilantrag gegen den Bau vor dem obersten Verwaltungsgericht eingereicht hatten, mussten nun eine herbe Schlappe einstecken. Dieser wurde nämlich abgewiesen.

Somit kann Tesla Tanks zu Spül- und Testzwecken bauen und nutzen, sowie Aggregate und Anlagen in der Lackiererei, im Karosseriebau und in der Gießerei testen.

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