Gefahr der Zinserhöhung vorerst gebannt, Rekordhoch beim DAX, Elon Musk & seine Feinde, Paydirekt & Giropay gegen Paypal

08.06.2021 (KW 23)

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Der Sommer steht vor der Tür und die Gefahr einer Zinserhöhung scheint vorerst gebannt zu sein.

In den USA setzte sich die Erholung zwar fort, aber es wurden nicht wie erwartet knapp 650.000 neue Jobs auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt – außerhalb der Landwirtschaft – geschaffen, sondern nur 559.000. Damit ist einiger Druck von der US-Notenbank genommen und sie kann voraussichtlich ihre derzeit lockere Geldpolitik fortsetzen.

Die Wall Street reagierte daraufhin erwartungsgemäß positiv. Der Dow Jones legte gleich zu, und zwar um 0,5 Punkte auf 34.756 Punkte.

Auch der Nasdaq ließ sich von dem Aufwärtstrend anstecken und legte um 1,8 Prozent zu und schloss bei 13.770 Punkten.

Neues Rekordhoch beim DAX

Von dem allgemeinen Aufwärtstrend ließ sich auch der DAX inspirieren.

Am Freitag stieg der Börsenkurs erstmals in seiner Geschichte auf 15.700 Punkte.

Auch die langsame Erholung der Weltwirtschaft von der Coronapandemie und die steigenden Impfzahlen dürften ihren Teil zur guten Stimmung an den Börsen beitragen.

Ölpreis steigt weiter

Viele von uns werden das wahrscheinlich nicht gerne lesen. Am Freitag erreichte der Ölpreis ein Zwei-Jahres-Hoch.

Ein Barrel des Nordseeöls Brent kostete 71,62 Dollar, kurzzeitig lag er sogar bei 72,17 Dollar. Auch das Öl aus den USA ist nicht wirklich günstiger.

Für ein Fass der US-Sorte West Texas bezahlte man am Freitag 69,31 Dollar. Seit Jahresanfang stieg der Ölpreis um etwa 38%.

HeidelbergCement profitiert vom Bauboom

Das einstige Sorgenkind HeidelbergCement feiert derzeit ein grandioses Comeback. Zwar steht die Aktie aktuell nicht ganz so hoch wie bei ihrem Drei-Jahres-Hoch im April, dennoch hält sie sich tapfer.

Rückblickend ist sie im letzten halben Jahr sogar um ganze 25% gestiegen. Dazu hat der Baustoffkonzern seinen Umsatz im ersten Quartal 2021 auf 3,96 Milliarden Euro leicht steigern können. Der bereinigte Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen übertraf sogar die Erwartungen der Analysten.

Dieser konnte um 33% auf 538 Millionen Euro gepusht werden. Der Ausblick des Baustoffkonzerns für das Jahr 2021 ist durchaus von Optimismus geprägt. Das liegt auch an der starken Nachfrage im Bereich des privaten Wohnungsbaus und in Infrastrukturmaßnahmen weltweit.

Paydirekt und Giropay vs. Paypal

Deutsche Banken und Sparkassen sind in vielen Fällen (leider) nicht für Schnelligkeit berühmt.

2015 wurde neben Giropay Paydirekt an den Start gebracht, um dem amerikanischen Platzhirschen Paypal die Stirn bieten zu können.

Doch PayPal hatte zu diesem Zeitpunkt mittlerweile 10 Jahre Vorsprung auf dem deutschen Markt. Ende 2020 konnte sich der Gigant aus den USA über 30 Millionen Kunden freuen.

Doch so leicht gibt die deutsche Kreditwirtschaft nicht auf. Seit Mitte Mai dieses Jahres werden die vorher getrennten Bezahlverfahren zusammengebracht und sollen dann gemeinsam unter dem Namen „Giropay“ weiterlaufen.

Damit wollen die deutschen Banken und Sparkassen Paypal den ein oder anderen Kunden abjagen. Mit dem neuen Bezahlverfahren kann der Verbraucher beispielsweise in 23.500 geprüften Online-Shops bezahlen. Künftig soll der Kunde dann auch zwischen Giropay und Paydirekt wählen können.

Ein weiterer Pluspunkt des neuen Bezahlverfahrens ist der Umgang mit den Daten und natürlich die Sicherheit. Alle sensiblen Daten des Kunden bleiben in der Bankumgebung.

Drittanbieter haben so keinerlei Chance, Zugriff darauf zu bekommen. Ob das neue Giropay sich allerdings durchsetzen kann, lassen wir an dieser Stelle einmal dahingestellt.

Die deutschen Verbraucher kaufen online eher auf Rechnung. Auf Platz zwei folgt Paypal. Die beiden deutschen Zahlungsmethoden landen dagegen weit abgeschlagen unter „Sonstiges“

Elon Musk und seine Feinde

Long Time no Elon Musk in den Börsennews. Das heißt aber nicht, dass es unbedingt ruhiger um den schillernden CEO von Tesla geworden ist.

Eines seiner Lieblingskommunikationsmittel ist Twitter, welches er eifrig nutzt, um beispielsweise die Kurse von Kryptowährungen zu beeinflussen. Sein Lieblingsziel ist dabei der Bitcoin. Erst versprach er, dass Tesla zukünftig Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren werde. Daraufhin stieg auch der Kurs der Kryptowährung. Kurz darauf nahm er das Versprechen allerdings wieder zurück und infolgedessen rauschte der Kurs wieder in den Keller.

Er begründete die Rücknahme damit, dass zur Herstellung neuer Bitcoins (Mining) fossile Brennstoffe benötigt werden. Das Problem ist aber altbekannt.

Nun scheint es allerdings, dass Musk seine Spielchen ein bisschen zu weit getrieben hat. Mit seiner letzten Aktion ist er nämlich auf dem Schirm des Hackernetzwerks Anonymous gelandet.

In einem Video, das über mehrere Social-Media-Kanäle mit großer Reichweite verbreitet wurde, warf ihm ein unbekannter Sprecher vor, seine Macht zu missbrauchen.

Dieser trug übrigens die berühmte Guy Fawkes Maske – das „Markenzeichen“ von Anonymous.

Außerdem kritisierten die Hacker, dass Musk mit der Beeinflussung der Kryptowährungskurse Leben von anderen ruiniere – und das alles nur, weil er Aufmerksamkeit suche. Sie bezeichneten den Tesla Chef als „narzisstischen, reichen Kerl“.

Doch damit nicht genug. Die Hacker prangerten außerdem an, dass Kinder in den Minen arbeiten würden, in denen die Rohstoffe für die Batterien von Tesla abgebaut werden. Außerdem kritisierten sie die schlechten Arbeitsbedingungen des Unternehmens. Anonymous wirft Musk außerdem vor, dass Tesla den überwiegenden Teil des Einkommens nicht mit dem Verkauf von Autos erzielt, sondern aus dem Verkauf von CO2 Steuergutschriften. Das Video endet mit der Aussage: „Sie denken vielleicht, dass Sie die klügste Person im Raum sind, aber jetzt haben Sie Ihren Gegenpart getroffen.“

Anonymous vs. Musk – das könnte durchaus interessant werden. Es bleibt abzuwarten, wie es weitergeht.

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