Hexensabatt, Startups hinken bei Frauen in Führungspositionen hinterher, Tesla im Fokus von Ermittlungen

21.06.2021 (KW 25)

Hexensabbat

Obwohl am Freitag eigentlich Hexensabatt war – dazu später mehr – schloss der DAX am Freitag bei unter 15.500 Punkten.

Das ist der tiefste Stand seit Anfang Juni und das, obwohl am Freitag noch ein Rekordhoch von 15.803 Punkten erreicht wurde.

Das könnte auch an der Angst vor der Zinswende liegen. Denn seit Jahren herrscht eine Nullzinspolitik, in der es sich so mancher Anleger übrigens gut eingerichtet hat.

Nun verkündete am Mittwochabend die amerikanische Notenbank Federal Reserve, kurz FED, ein schnelles Ende dieser Ära. Dazu kam, dass James Bullard (Fed St. Louis) forderte, die Zinswende schon nächstes Jahr einzuleiten. Bisher plante man mit 2023. Grund dafür ist übrigens die steigende Inflation, da die Märkte langsam, aber stetig wieder anziehen.

Deutliche Verluste an der Wall Street

Das blieb nicht ganz folgenlos. Der Dow Jones schloss am Freitag mit einem deutlichen Minus von 1,6% – ebenso wie der Nasdaq und der S&P (0,8% beziehungsweise 1,3%).

Der Nasdaq hatte am Donnerstag übrigens noch ein Rekordhoch erreicht.

Wie sieht es beim Öl aus?

Obwohl der Dollar am Freitag ziemlich stark war, zogen auch die Preise für Öl an.

Der Barrel Öl der Marke Brent stieg auf 73,65 Dollar und verteuerte sich damit um 0,8%. Teurer wurde auch WTI, eine US–Rohölsorte. Diese stieg auf fast 72,00 Dollar und damit um 1,3%.

Angeblich will die Opec die Produktionssteigerungen in den USA im Laufe des Jahres begrenzen.

Erzeugerpreise steigen

Die Inflation sendet ihre ersten Vorboten. Die Erzeugerpreise sind im Mai im Vergleich zum Vorjahr um satte 7,2% gestiegen.

Der höchste Anstieg seit der letzten Finanzkrise im Jahr 2008.

Der Hexensabatt – ein Börsentag für Profis

Langsam aber sicher neigt sich das Ende des zweiten Quartals entgegen – und damit kommt auch wieder die Zeit für den großen Verfall.

Am vergangenen Freitag verfielen an der Terminbörse Eurex drei Arten von Anlagen: Optionen auf Indizes, Futures auf Indizes und Optionen auf Einzelaktien.

Dementsprechend hoch sind auch die Umsätze an solchen Tagen. Am letzten Hexensabbat waren es im DAX satte 10,9 Millionen Euro.

Kein Tag für Börsenanfänger

Der Hexensabatt – den es übrigens viermal im Börsenjahr gibt – ist kein Tag für Anfänger. Hier muss man Profi sein und sich mit dem Börsengeschäft auskennen.

Größere Investoren versuchen an solchen Tagen die Preise hochzutreiben – möglichst auf den Kurs, zu denen sie an der Terminbörse engagiert sind.

Startups nicht so fortschrittlich wie gedacht: Es fehlen die Frauen in Führungspositionen

Eigentlich denkt man bei dem Begriff „Startup“ ja sofort an ein junges, frisches und vor allem diverses Unternehmen.

Dass es damit nicht ganz so weit her ist, zeigt eine Studie der deutsch-schwedischen Albright Stiftung.

Diese kommt zum Ergebnis, dass “Christian der neue Thomas ist” und es auch in solchen Unternehmen häufig nur einen Managertypus gibt: Den männlichen.

Im Mittelpunkt der Studie standen junge Unternehmen und Startups, die erst vor kurzem den Sprung in den DAX, den MDAX oder den SDAX geschafft hatten – wie etwa Delivery Hero, Westwing oder Auto1.

Frauen in Führungspositionen? Fehlanzeige!

Vor allem die jungen Unternehmen, von denen man eigentlich ein anderes Bild im Kopf hat, ziehen jährlich den Anteil an Frauen in Führungspositionen nach unten.

Stand April lag der Anteil bei den Unternehmen, die in den letzten fünf Jahren den Börsengang geschafft hatten, bei 10,2%! Schaut man noch weiter zurück – nämlich 15 Jahre – sind es sogar 5,4%. Bei den anderen gelisteten Unternehmen liegt der Frauenanteil bei 12,6%.

Bei 30 jungen Unternehmen, die im DAX, MDAX oder SDAX gelistet sind, findet man ganze 9 Frauen im Vorstand. Ausnahme ist das Unternehmen Dermapharm, dort sind es zwei Frauen. Etwas besser sieht es bei den Aufsichtsräten aus, dem Kontrollorgan der Vorstände. Hier beträgt der Frauenanteil 24,3%. In vier Firmen findet man allerdings auch dort keine Frauen. Eines davon ist Varta.

Das Problem ist zwar nicht neu, aber trotzdem irgendwie erstaunlich. Eigentlich erwartet man gerade von jungen Unternehmen eine neue Denkweise.

Doch viele wiederholen, was die alteingesessenen Konzerne ihnen vormachen. Führungen, die wenig divers sind. Will man also etwas ändern, muss man das Problem an der Wurzel packen und die Führungsstrukturen schon im Aufbau ändern.

Hier geht es zur PDF-Zusammenfassung der Studie.

Hertha BSC und Investor Windhorst – keine große Liebe?

Vor zwei Jahren ist der Investor Lars Windhorst mit großen Ankündigungen beim Berliner Fußballclub Hertha BSC eingestiegen.

Davon übriggeblieben ist nicht allzu viel. Von den 224 Millionen Euro, für die er rund 50% Anteile der Profiabteilung erwarb, ist er dem Club noch einen guten Teil schuldig.

Einen Teilbetrag überwies er zwar, aber 85 Millionen waren immer noch offen. Nachdem die Hertha im April juristisch Druck gemacht hatte, kamen dann Ende Mai noch einmal 20 Millionen in die Vereinskasse.

Die Zahlung der restlichen Summe soll dann in zwei Teilen bis zum 15. August erfolgen – andernfalls droht die Hertha damit, die Aktien des Investors zu pfänden. Kritiker hatten von Anfang davor gewarnt, sich auf Windhorst einzulassen.

(Quelle: Der Spiegel)

Zu guter Letzt: Wieder einmal Elon Musk

Was wären die Börsennews ohne Elon Musk? Bestimmt um einiges langweiliger.

Diesmal bekommt allerdings nicht der Milliardär selbst Ärger, sondern sein Unternehmen Tesla. Das ist mittlerweile in den Fokus der US-Verkehrssicherheitsbörse NHTSA geraten.

Es geht um insgesamt 30 Unfälle mit insgesamt 10 Todesopfern, die sich seit 2016 mit Tesla-Fahrzeugen ereignet haben. Die Behörde prüft, inwieweit das Assistenzsystem für autonomes Fahren bei den Unglücksfällen eine Rolle gespielt haben könnte.

Eine Liste mit Details zu den Unfällen wurde mittlerweile veröffentlicht.

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