Ida lässt den Ölpreis steigen, DWS wegen Greenwashing unter Druck, Sportschuhhersteller On geht an die Börse, Neues Food Start-Up am Horizont

30.08.2021 (KW 36)

Hurricane Ida Ölpreise

US-Notenbankchef Jerome Powel schlug in seiner lang erwarteten Rede eher moderate Töne an.

Er stellte zwar in Aussicht, dass die Anleihekäufe der Federal Reserve in diesem Jahr reduziert werden. Beim Zeitpunkt blieb er allerdings eher unkonkret, was wohl auch an der Pandemie liegt. Die US-Börse dankte es ihm (mal wieder) mit Rekordwerten. Einzig der Dow Jones schaffte den Sprung über sein bisheriges Hoch nicht und schloss am Freitag mit knapp 35.000 Punkten.

In diesem Zuge erholte sich auch der DAX und schloss am Freitag mit 18.851 Punkten. Zu den Gewinnern gehörten hier unter anderen Vonovia und Infineon. Verlierer ist FMC, eine Tochter von Fresenius und die DWS (dazu aber weiter unten mehr).

Ida lässt den Ölpreis steigen

Der Tropensturm Ida, der derzeit auf die Golfküste der USA und Kuba zusteuert, lässt die Ölpreise steigen. Das liegt daran, dass sich in den Gewässern vor diesen Gebieten zahlreiche Ölplattformen befinden, die derzeit logischerweise evakuiert werden, beziehungsweise schon evakuiert wurden.

Damit wird auch die Produktionskette unterbrochen. Die Folge: Steigende Ölpreise. Die Nordseesorte Brent kostete am vergangenen Freitag fast 1,2 % mehr.

Deutsche Bank Tochter DWS wegen Greenwashing unter Druck

Über die Deutsche Bank und ihre Verfehlungen hatten wir in den Börsennews ja bereits berichtet. Jetzt steht deren Tochter DWS im Visier der Ermittler der US-Börsenaufsicht. Der Verdacht: Greenwashing bei Nachhaltigkeitsinvestments. Konkret soll die DWS mit Nachhaltigkeitskriterien etwas zu lax umgegangen sein. Die Quittung kam prompt.

Die Aktie brach um 14 Prozent ein und eine Milliarde Börsenwert waren plötzlich Geschichte. Ins Rollen gebracht hatte die ganze Sache Desiree Fixler, die frühere Leiterin des Unternehmensbereichs Nachhaltigkeit. Sie ist der Meinung, dass die DWS beim Thema Nachhaltigkeit falsche Angaben gemacht hat. Dem widerspricht die Fondsgesellschaft allerdings. Die Vorwürfe wären durch externe Berater geprüft worden und hätten sich als „substanzlos“ herausgestellt.

BaFin ermittelt ebenfalls

Doch nicht nur die SEC überprüft die DWS. Auch die BaFin untersucht, ob an der Sache, dass die DWS ihre Nachhaltigkeitsprojekte falsch ausgewiesen hat, nicht doch etwas dran sein könnte. Seit diesem Jahr werden übrigens die Fonds strenger reguliert, weil die Aufseher nun verstärkt darauf achten, dass den Anlegern Nachhaltigkeit nicht nur vorgemacht wird.

Die Regelungen sollen außerdem weiter verschärft werden. Die BaFin plant, dass zukünftig nur noch Fonds als Nachhaltig vermarktet werden dürfen, bei denen 75 % des Geldes auch nachweislich nachhaltig investiert wird. (Quelle: Tagesschau/Wiwo/die Zeit)

Sportschuhhersteller will an die Börse – so werden Milliardäre gemacht

Sport, vor allem draußen, ist in Zeiten der Corona-Pandemie trendy geworden. Die Verkaufszahlen schossen vor allem während des Lockdowns, wo Fitnessstudios geschlossen und Mannschaftssportarten verboten waren, um etwa 200 % nach oben.

Ein Unternehmen, das ganz oben auf der Erfolgswelle von Jogging und Co. mitschwamm, ist der Schweizer Sportschuhhersteller On. Gegründet wurde das Unternehmen von ehemaligen Spitzentriathleten Olivier Bernhard, David Allemann und Caspar Coppetti. 2019 stieg dann auch noch der Tennisspieler Roger Federer mit ein. Ein weiterer Geldgeber von On ist die Risikokapitalfirma Stripes.

Bei der letzten Finanzierungsrunde wurde der Wert des Sportschuhherstellers mit zwei Milliarden Dollar bewertet.

Zulassungsantrag an New Yorker Börse eingereicht

Mittlerweile wurde auch der Zulassungsantrag für die Wertpapiere an der New Yorker Börse eingereicht. Die Leadbanken sind JP Morgan, Morgan Stanley und Goldman Sachs. Der Grund für den Börsengang in New York ist simpel. Die meisten Kunden der am schnellsten wachsenden Laufschuhmarke von On sitzen in Nordamerika.

Der Börsengang dürfte die drei Gründer des Unternehmens zu sehr reichen Leuten, sprich Milliardären, machen. Zu dritt halten sie rund die Hälfte der Aktien. Roger Federer hingegen ist lediglich ein „Kleininvestor“.

Neues Food Start-up am Horizont – Ex-Metro Chef Olaf Koch gründet wieder

Mit Start-up-Gründungen kennt der Ex Metro Chef sich bestens aus. Bevor er seine Karriere beim Metro Konzern begann, gründete er 1996 ein erfolgreiches IT-Start-up, das er dann allerdings verkaufte, als seine Karriere im Konzern langsam ins Trudeln kam. Ende 2020 verließ Koch den Konzern – auf eigenen Wunsch. Seit diesem Frühjahr konzentriert sich der umtriebige Ex-Manager wieder auf seine Kernkompetenz: Dem Gründen von Start-ups über Investmentfonds. In Berlin baut er derzeit einen Investmentfonds mit dem Namen Zintinus auf. Dieser soll wiederum soll Start-ups aus dem Food-Bereich mit Wachstumskapital zum Durchbruch verhelfen.

Doch die Gründer sollen nicht nur finanziell unterstützt werden, ebenso sollen sie mit einem Netzwerk und mit Wissen gefüttert werden.

Mit seinem Fonds will Olaf Koch vor allem in die Zukunft investieren. Denn mittlerweile findet bei den Verbrauchern ein Umdenken statt. Nicht nur Fleischalternativen stehen hoch im Kurs. Ebenso gibt es bereits Käse, Garnelen und selbst Lachs auf pflanzlicher Basis. Ebenso ist Clean Food, beziehungsweise Clean Eating, schon seit geraumer Zeit ein Trend. Schwerpunktmäßig liegt der Fokus von Zintinus auf europäischen Start-ups.

Last but not least: Der 14-tägige Elon Musk

Derzeit ist es ruhig um Elon Musk – aber nur fast. Auf seiner Deutschlandtour hat er sich mit den Vertretern der Brandenburger Landesregierung getroffen und auf die Einhaltung des engen Zeitplans für seine Fabrik gepocht, obwohl immer noch Genehmigungen fehlen. Weiterhin setzt er sich für einen Abbau der Bürokratie ein, die ihm ein Dorn im Auge ist.

Elon Musk ist sauer – auf Jeff Bezos

Anfang August hatte Blue Origin, bekanntlich das Raumfahrtunternehmen von Jeff Bezos, Klage gegen die Nasa eingereicht. Dabei ging es um den Beförderungsauftrag von Astronauten zum Mond, für den SpaceX den Zuschlag erhalten hatte.

Die Klage wiederum führte zu erheblichen Verzögerungen bei dem Projekt. Nun hat Blue Origin die US-Genehmigungsbehörde aufgefordert, die Pläne für die zweite Generation des Starlink Systems abzulehnen. Das wiederum stößt Elon Musk sauer auf, woraufhin er twitterte, dass Jeff Bezos sich wohl nur von seinem Chefposten zurückgezogen hat, um Vollzeit-Klagen gegen SpaceX anzustreben.

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