Ölpreise machen Hoffnung, Rekordhoch bei Inflation, SAP-Geburtstag, Axie Infinity – der Cryptohack

04.04.2022 (KW14)

Ölpreis

Zum Wochenschluss sieht es beim DAX etwas besser aus als noch in der laufenden Woche. Stärkere Kursgewinne gibt es allerdings weiterhin nicht. Der DAX schloss am vergangenen Freitag mit 14.446 Punkten und hatte damit 0,22 Prozent gutgemacht.

Die Gründe, warum das so ist, liegen auf der Hand. Da ist zum einen der erbitterte Krieg der in der Ukraine, trotz der russischen Rückzugsangebote. Zum anderen überschatten Zins- und Inflationsängste die Kauflust.

Im ersten Quartal hat der DAX einen Verlust von insgesamt 9,3 Prozent erlitten. Der Hauptgrund hierfür war der russische Überfall auf die Ukraine Ende Februar. Die Handelsbreite war aber etwas geringer, das Tagestief lag bei 14.403 Punkten, das Tageshoch bei 14.502 Punkten.

Ölpreise machen Hoffnung

Die Konjunkturerwartungen haben sich zum zweiten Quartal deutlich eingetrübt. Vom erhofften Post-Covid Aufschwung ist dank des Ukraine-Kriegs wenig übrig geblieben und die Friedensverhandlungen schleppen sich dahin. Das schlägt sich auf die Börse nieder.

Doch zumindest der Ölpreis ist diese Woche um 9 Prozent gesunken. Die USA haben ihre Ölreserven angezapft, was zumindest für etwas Entlastung sorgte. Dazu hat sich die internationale Energieagentur (IEA) bereit erklärt, weitere Ölreserven freizugeben.

Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete rund 104 Dollar. Der Preis sank somit um 3,4 Prozent. Doch die hohen Energiepreise halten den Markt weiterhin in Atem.

Rekordhoch bei Inflation

In der Eurozone steigen die Verbraucherpreise weiterhin. Im März sprang die Inflationsrate auf ein Rekordhoch von 7,5 Prozent, wovon selbst Analysten überrascht wurden.

Das wiederum dürfte den Druck auf die EZB erhöhen, endlich mit Zinserhöhungen den steigenden Preisen entgegenzutreten.

Steigen jedoch die Zinsen, könnte das wiederum Auswirkungen auf die Aktienmärkte haben, da durch Zinssteigerungen Anleihen attraktiver werden als Aktien. Es bleibt abzuwarten, wie es weitergeht.

Happy Birthday SAP

Vor 50 Jahren wurde das Unternehmen „Systemanalyse Programmentwicklung“ in Walldorf gegründet.

Heute ist SAP ein Weltkonzern und dem Unternehmensstandort in der Nähe von Heidelberg bis heute treu geblieben. Weltweit arbeiten etwa 105.000 Menschen für SAP, etwa 400.000 Kunden zählt der Konzern – und ist milliardenschwer. Damit spielt das deutsche Unternehmen in einer Liga mit Konzernen wie Boeing oder Goldman Sachs. Andere Weltkonzerne wie Volkswagen oder Siemens haben die Walldorfer schon längst hinter sich gelassen.

In der Zukunft sieht sich das Unternehmen, das sich auf Firmensoftware spezialisiert hat, optimistisch. Vor vier Jahren wurde Christian Klein, damals 38 Jahre alt, in den Vorstand geholt. Er soll SAP fit machen für die Digitalisierung, Big Data und die Cloud Welt. Kritiker meinen, dass dieser Trend bislang verschlafen wurde. Der Vorstandschef hingegen sieht das Unternehmen auf einem guten Weg.

Bill Gates soll SAP einmal als Unfall in der Softwareindustrie bezeichnet haben. Dafür haben sich die Walldorfer die letzten 50 Jahre aber ganz gut geschlagen.

Der Axie Infinity Hack – wie 550 Millionen auf einmal verschwanden

Play to Earn Spiele, die auf der Ethereum Blockchain basieren, werden immer beliebter. Eines der weltweit bekanntesten und am häufigsten gespielten ist Axie Infinity.

Jetzt haben Hacker das Netzwerk um insgesamt 550 Millionen Euro in Kryptowährungen erleichtert. Die Hacker haben 173.600 Ether und 25,5 Millionen Einheiten des Stablecoins USDC erbeutet. Die Angreifer haben sich zunächst den Weg über Social Engineering frei gemacht. Ein Eintrag in einer Whitelist wurde versehentlich nicht zurückgenommen. Somit konnten sich die Hacker der fünf Nodes bemächtigen.

Diese sind wiederum nötig, um Transaktionen auf der Chain freizugeben. Insgesamt gibt es neun Nodes, vier davon gehören Sky Mavis, dem Entwicklerstudio von Axie Infinity.

Fünf gekaperte Nodes wurden zum Verhängnis

Mit den fünf gekaperten Nodes haben die Angreifer dann falsche Abhebungen getätigt und sich aus der Bridge beglaubigen lassen. Bridges wiederum sind Smart Contracts, mit denen man zwischen den Blockchains wechseln kann.

Kurz erklärt: Man zahlt auf der einen Blockchain etwa Ether ein und erhält dafür den Gegenwert in Token der anderen Blockchain. Diese Ether sind dann in Smart Contracts festgesetzt, bis die anderen Token wiederum eingezahlt werden, was von den Nodes beglaubigt werden muss. Nachdem man den Angriff entdeckt hatte, übrigens mit zeitiger Verspätung, sind die Bridges und die dezentrale Börse sofort deaktiviert worden. Ebenso wurden die Ermittlungsbehörden benachrichtigt.

Der Großteil des erbeuteten Geldes lagert im Moment noch auf einer anderen Ethereum Adresse. Die Bewegungen sollen jetzt nachvollzogen werden. Zukünftig will Sky Mavis sicherstellen, dass keine Gelder von Nutzern verloren gehen. Dafür sollen die Sicherheitsmaßnahmen verschärft werden.

Klarna startet neue Marke

Mit Kosma startet der schwedische Payment Anbieter Klarna eine eigene Marke für seine Open-Banking-Funktion.

Fintechs, Händler und Finanzdienstleister können über die neue Funktion Bankkonten über eine Schnittstelle anbinden. Für insgesamt 15.000 Banken in den USA und in Europa ist das derzeit möglich.

Der Grundstein für das Produkt wurde übrigens von einem deutschen Unternehmen mit dem aufregenden Namen „Sofortüberweisung“ gelegt, das von Klarna gekauft wurde. Damit konkurriert der schwedische Payment-Anbieter mit Tink, ebenfalls aus Schweden, die von Visa übernommen wurden.

Der 14-tägige Elon: Das Tesla Werk in Brandenburg kann endlich eröffnet werden

Nach langem und zähem Ringen war es nun so weit: Das Tesla Werk in Grünheide bekam endlich das offizielle Go – etwas mehr als zwei Jahre nach offiziellem Baubeginn.

Verbunden damit sind strenge Auflagen, beispielsweise zur Reinhaltung der Luft, zum Trinkwasser oder wie mit Störfällen umgegangen werden soll. Zum offiziellen Start wurde dann sehr viel Prominenz erwartet. Neben Elon selbst waren etwa Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die Promis am Start. Auch mit Brandenburgs Landeschef Dietmar Woidke wurde gerechnet.

Aber nicht alle sind davon begeistert, dass das Werk jetzt endlich loslegen kann. Während der Eröffnung haben die Bürgerinitiative Grünheide, der Berliner Wassertisch, die Wassertafel Berlin-Brandenburg und der Verein für Natur und Landschaft angekündigt, demonstrieren zu wollen. Sie befürchten Schäden an der Umwelt – vor allem Wasserknappheit.

Die Basics des CFD-Handels

Alles, was du zu CFDs wissen solltest.
Melde dich jetzt an!

CFD-Trading ist alles andere als einfach. In unserer E-Mail-Serie klären wir alle Grundlagen des CFD-Handels.

Zusätzlich mit dabei:
- PDF für CFD-Einsteiger
- Copytrading Broschüre mit Anleitung
Wir respektieren deine Privatsphäre & hassen Spam.

Das könnte dich auch interessieren …