CFD-Handelszeiten: Ein Überblick

CFD-HandelszeitenBeim CFD-Handel geht es darum, auf die Weiterentwicklung eines Aktienkurses zu spekulieren. Als CFD-Handelszeiten werden dabei die Zeiträume benannt, in denen der Handel möglich ist. CFD-Handelszeiten orientieren sich zwar an den Öffnungszeiten der Börse, CFD-Broker bieten jedoch auch erweiterte Handelszeiten.

Außerdem gibt es bei vielen CFD-Anbietern spezielle Overnight-Gebühren, wenn eine Position über die Handelszeit hinaus gehalten wird.

Was CFD-Handelszeiten betrifft, gibt es für Händler also einige Dinge zu beachten.

Wer sich mit dem Handel mit CFDs auseinandersetzt, sollte über alle Informationen Bescheid wissen, die es zu den Handelsstunden gibt.

Im folgenden Ratgeber erklären wir, was CFD-Handelszeiten überhaupt sind, warum sie so oft variieren und wie man dank CFDs eigentlich permanent handeln kann. Weiters präsentieren wir die damit verbundenen Risiken – etwa den CFD-Hebel und die Overnight-Margin.

Zu den besten Handelszeiten


Was sind CFD-Handelszeiten?

CFD Handelszeiten Animation

Egal wo auf der Welt mit Aktien gehandelt wird – den Mittelpunkt des Handelns stellt immer das Börsenparkett dar.

CFD HändlerVor Internetzeiten mussten sich Händler alle an einem physischen Ort treffen um Waren, Wertpapiere oder Devisen zu handeln. Natürlich hat sich in den vergangenen Jahrzehnten viel getan, doch eine Sache hat sich nicht (oder nur kaum) verändert: Die Öffnungszeiten der Börse.

Auch heutzutage ist es noch so, dass jede Börse (egal ob der Dow Jones in New York, die Frankfurter Börse oder die Tokyo Stock Exchange) über fixe Öffnungszeiten verfügt, innerhalb welcher gehandelt wird. Ist die Börse zu, können die dort ansässigen Aktien nicht gehandelt werden und es gibt keine Kursentwicklung.

CFD-Broker orientieren sich an den Öffnungszeiten der Börsen – besonders bei sogenannten “DMA-Brokern” gibt es 1:1 die gleichen Handelszeiten wie bei den Referenzbörsen. Das liegt daran, dass CFD-Broker mit DMA einen sogenannten “Direkt Market Access” bieten und sich genau an den Kursen der Börsen orientieren.

Mit CFDs ist jedoch auch ein OTC-Markt erlaubt (“Over The Counter”). Manche CFD-Broker beziehen sich deshalb nicht genau auf die Öffnungszeiten der Börse und bieten längere CFD-Handelszeiten.

Welche Handelszeiten gibt es beim CFD-Trading?

Plus500 Krypto Chart

Screenshot von der Plus500 Webseite – Beispielpreise

Wie bereits im vorherigen Absatz erwähnt, werden CFDs grundsätzlich nur zu den Handelszeiten der jeweiligen Börsen gehandelt.

clockDank des “Over The Counter” Marktes können CFD-Broker die Handelszeiten jedoch verlängern. Händler aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz bekommen so die Möglichkeit, auch auf Kurse aus den USA oder Asien zu traden.

Normalerweise beginnt der Handel mit den meisten Kursen um 7:30 oder 8:00 und endet um 23:00.

Als CFD-Trader sollte man über die Handelszeiten informiert sein, da es abhängig vom jeweiligen Broker passieren kann, dass zu Handelsschluss die offene Position automatisch geschlossen wird oder dass eine Overnight-Margin fällig wird.

Aktien deutscher Großkonzerne (etwa Adidas, SAP oder Volkswagen) werden zwischen 9:00 und 17:30 getradet.

Eine Ausnahme stellt der Handel mit Devisen oder mit Kryptowährungen dar. Da die Währungen niemals Pause machen, kann bei den meisten CFD-Brokern rund um die Uhr mit diesen Assets getradet werden.

Vor allem bei Kryptowährungen gibt es wegen der Volatilität der Märkte aber ein höheres Risiko.

Abseits von Kryptowährungen und Devisen gibt es aber sehr unterschiedliche Handelszeiten, die sich zwar an den wichtigsten Börsen orientieren, aber von Broker zu Broker unterschiedlich sind.

Für eine genaue Information empfehlen wir den Blick ins Interface des eigenen Brokers. Bei den näheren Informationen zum handelbaren Basiswert sollte auch die Handelszeit angeschrieben sein.

Warum variieren Handelszeiten?

CFD Handelszeiten Globus

Die Handelszeiten hängen einerseits von den Öffnungszeiten großer Börsen ab, andererseits aber auch vom Broker.

Im DMA-Handel orientieren sich Broker strikt an den Öffnungszeiten der Börse. Beim OTC-Trading kann es jedoch Abweichungen geben.

Konvergierende LinienWeiters hängt es auch von den geographischen Bedingungen und der Zeitverschiebung ab, welche Handelszeiten gerade gelten.

Während deutsche Aktien hierzulande etwa tagsüber getradet werden, öffnen nordamerikanische Börsen in mitteleuropäischer Zeit erst am Nachmittag – und asiatische in der Nacht.

CFD-Trading erlaubt es also, rund um die Uhr zu traden. Gleichzeitig darf man nicht vergessen, dass in weniger liquiden Zeiten die Spreads von vielen Brokern erhöht werden, was für den einzelnen Händler immer ein Nachteil ist.

Einige Broker entscheiden sich außerdem dafür, den Handel über die Zeiträume der Referenzbörsen hinaus zu verlängern.

Das scheint im ersten Blick für viele Kunden attraktiv, der nachbörsliche CFD-Handel bringt jedoch auch Nachteile mit sich. Das größte Problem ist, dass man als Trader dann keinen Referenzkurs hat und man nicht sieht, an welchen Kennzahlen sich der Broker orientiert. Sehr unfaire Nachteile für die Händler sind im nachbörslichen Handel also nicht kontrollierbar.

Kann ich jederzeit traden?

Vor- und Nachteile

Die meisten größeren Broker bieten eine so große Palette an verschiedenen Basiswerten an, dass theoretisch durchgehendes Trading möglich ist.

Außer Devisen und Kryptowährungen haben alle anderen Basiswerte zwar fix definierte Handelszeiten, CFD-Anbieter haben aber Assets aus der ganzen Welt in ihren Portfolios.

Wenn die deutschen Börsen abends zwar zumachen, haben Trader vieler Broker noch immer den Zugriff auf amerikanische und asiatische Handelswerte.

Durchgehendes Trading ist nicht mit allen Basiswerten möglich, wenn man zu unterschiedlichen Tageszeiten verschiedene Assets handeln möchte, ist ein durchgehender Handel heutzutage aber problemlos möglich – sogar um 3 Uhr nachts.

Wie oben erwähnt, werden in weniger liquiden Märkten von CFD-Brokern jedoch teils deutlich höhere Spreads angesetzt. Das schadet eigentlich immer nur dem einzelnen Trader. Mehr Infos zu Spreads findest du hier:

Warum die Anmeldung bei CFD-Anbietern meist kostenlos ist…

Als “weniger liquider Markt” wird eine Handelsumgebung bezeichnet, in der gerade nicht viele Händler traden. Die Kursveränderungen sind dann geringer, weshalb die CFD-Broker ihre Spreads erhöhen.

Wann haben die wichtigsten Börsen offen?

Werfen wir einen Blick auf die größten Börsen und ihre Öffnungszeiten. Alle folgenden Zeiten werden in mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben.

Die New York Stock Exchange gilt als “wichtigste Börse der Welt”. An ihr werden Aktien der 2.000 relevantesten Unternehmen in den USA gehandelt. Sie hat von 15:30 bis 22:00 MEZ geöffnet. Für den Handel aus Europa eignet sie sich also sehr gut – die Handelszeit reicht vom Nachmittag bis in die späteren Abendstunden.

Auch sehr wichtig ist die Frankfurter Börse. Sie ist von 9:00 morgens bis 17:30 abends geöffnet. Besonders beliebt sind DAX-Trading-Strategien zum Zeitpunkt der Börsenöffnung um 9:00.

Für fernöstliche Unternehmen gilt die Hongkonger Börse als eines der relevantesten Börsenparkette. Hier werden Unternehmen wie die HSBC, China Mobile, Hutchison oder Sun Hung Kai gehandelt. Die Hongkonger Börse hat hierzulande zwischen 3:00 und 9:00 morgens geöffnet.

Auch wichtig: Die Börse in London. Obwohl es eine Zeitverschiebung von 1 Stunde gibt, hat die Londoner Börse die gleichen Öffnungszeiten wie die Frankfurter Börse. Sie öffnet um 9:00 und schließt um 17:30.

Die Börsenöffnungszeiten sind zwar vor allem für Aktien-Trades wichtig, wie bereits weiter oben erwähnt, können aber etwa Kryptowährungen oder Devisen im Handel mit CFDs normalerweise durchgehend gehandelt werden.

Wie kann ich auf fremden Märkten handeln?

Im Handel mit CFDs ist das Traden auf Fremdmärkten kein Problem.

Viele CFD-Broker haben nämlich Assets und Basiswerte verschiedener Länder und Märkte im Angebot. So kann man bei CFD-Händlern wie Plus500 oder eToro beispielsweise nicht nur auf deutsche Aktien setzen, sondern auch auf eine Reihe von anderen Assets auf der ganzen Welt.

Dies hat einen großen Vorteil gegenüber klassischen Aktien, wo der Kauf und Handel mit Fremdaktien deutlich komplizierter vonstatten geht.

Grundsätzlich ist es bei CFD-Anbietern nicht nötig, sich irgendwo für den Handel für fremde Märkte anzumelden oder diese Option auszuwählen.

Sobald man im Webinterface des gewünschten CFD-Brokers ist, werden neben heimischen Aktien automatisch auch Aktien aus fremden Markets angezeigt.

Bei Plus500 gibt es beispielsweise die Übersicht “Beliebte Basiswerte”, wo die aktuell meistgehandelten Assets automatisch präsentiert werden. Hier wird nicht zwischen Heimat- und Fremdmärkten unterschieden.

Vor dem Einstieg in eine Position sollte jedoch immer überprüft werden, wie die Handelszeiten sind – damit es zu keinen unschönen Überraschungen kommt (Overnight-Gebühr).

Was ist die Overnight-Margin?

Ah-MomentAls Overnight-Margin wird die Gebühr bezeichnet, die bei vielen CFD-Brokern fällig wird, wenn eine Position über die Handelszeit hinaus offen gehalten wird.

Für Positionen, die nicht vor dem Ende der Handelszeit geschlossen werden, muss bei den meisten Brokern eine sogenannte “Overnight-Margin” bezahlt werden. Die Margin (Sicherheitsleistung) ist dabei deutlich höher, als tagsüber.

Vor allem Broker, die tagsüber eine sehr niedrige Margin bieten, setzen nachts eins drauf und verlangen eine erhöhte Overnight-Margin.

Beim CFD-Broker Plus500 wird diese Gebühr etwa “Übernachtfinanzierung” genannt. Dabei handelt es sich dann um einen Prozentwert des Basiswerts, der beim Halten einer Position über die Handelszeit hinaus fällig wird. Die Übernachtfinanzierungszeit deckt sich meist mit dem Ende der Handelszeit, kann in Ausnahmefällen aber auch abweichen.

Einige Trader empfehlen, beim kurzfristigen Daytrading auf Übernachtpositionen gänzlich zu verzichten und alle Positionen vor dem Ablauf der Handelszeit zu schließen. Overnight-Margins sind nicht nur teuer, sondern fressen vielleicht wertvolle Gewinne des Tages wieder auf.

Wer möchte, kann natürlich auch Positionen über die Nacht bzw. übers Wochenende offen halten – dann muss man jedoch mit Mehrkosten rechnen.

Was sind die besten CFD-Handelszeiten?

Die globalen Markets sind dauernd in Bewegung – 24 Stunden, 7 Tage die Woche.

Wenn man möchte, hätte man also die Möglichkeit, permanent zu traden. Es gibt jedoch bessere und schlechtere Handelsperioden.

Am “wildesten” und volatilsten sind die Märkte, wenn internationale Sessions überlappen – also wenn die wichtigsten Börsen mehrerer Länder gleichzeitig geöffnet sind.

Wochenends ist das Handelsvolumen meist niedrig. Eine Ausnahme stellen nur Tage dar, an denen es vielleicht Wahlen gibt oder wichtige Ereignisse passieren.

Die stärkste Volatilität gibt es im Durchschnitt Dienstags und Mittwochs. An diesen beiden Tagen veröffentlichen Notenbanken ihre neuesten Ankündigungen.

Wichtig ist auch der dritte Freitag in jedem Monat, da an diesem Tag Optionen und Futures auslaufen. Somit kommt es zu einer deutlich erhöhten Aktivität und Volatilität an den Märkten.

Die Handelszeiten können auch in Monate unterteilt werden. Das höchste Volumen gibt es demnach zwischen Januar und Mai. Weniger los ist in den Sommermonaten von Juni bis September.

Was nun die beste Handelszeit ist, lässt sich nicht so leicht beantworten.

Wenn sich die Sessions der drei großen Zonen überschneiden, gibt es jedoch die höchste Aktivität, wo es auch viele Handelschancen gibt. London und New York überschneiden sich im Bereich zwischen 14:00 und 18:00 mitteleuropäischer Zeit. Tokio und London überschneiden sich morgens, zwischen 9:00 und 10:00.


CFD-Handelszeiten: Grundlagen

Wie funktioniert der Handel mit CFDs?

Bei CFDs handelt es sich um spekulative Derivate, die sehr gewinnbringend sein können aber gleichzeitig auch ein hohes Risiko mitbringen.

Differenzkontrakte, wie CFDs auch genannt werden, sind komplexe Instrumente. Mit einem CFD-Konto ist es möglich, mit einem kleinen Eigenkapitaleinsatz große Handelspositionen zu eröffnen.

Dafür sorgt die Hebelwirkung, die bei CFDs ins Spiel kommt: Entwickelt sich die Position in die gewünschte Richtung, sorgt der Hebel dafür, dass der Gewinn vergrößert wird. Entwickelt sich die Position in die (aus Händlersicht) falsche Richtung, wird der Verlust vergrößert.

CFDs bieten somit großartige Handels-Chancen, können jedoch gleichzeitig auch zu großen Verlusten führen.

Beim Handel mit CFDs erwirbt man als Trader nicht den Basiswert selbst (etwa 1 Aktie von Apple), sondern setzt auf die weitere Entwicklung eines Kurses.

Beispiel: Da nur eine Margin hinterlegt werden muss (etwa 20%), kann der Händler mit einem Einsatz von 2.000€ eine Position im Wert von 10.000€ eröffnen. Die restlichen 8.000€ übernimmt der Broker.

Wie bereits in einem vorherigen Absatz zu den Handelszeiten für CFDs erwähnt, bieten die meisten Broker nur einen außerbörslichen CFD-Handel (OTC) an.

Um mit dem CFD-Handel zu beginnen, reicht es, ein Konto bei einem Broker zu eröffnen und ein Startkapital aufs CFD-Konto zu überweisen. Empfehlenswert sind auch CFD-Demokonten. Dort handelt man mit virtuellem Geld in einer risikofreien Demo-Umgebung.

Mehr Infos zum CFD-Handel und zum CFD-Hebel gibt es in unserem Beitrag zu den Grundlagen.

Wie wird der Hebel berechnet?

Der CFD-Hebel wird berechnet, indem die Zahl 100 durch den Marginsatz geteilt wird. Also (100 / Margin) = Hebel.

Umso höher der CFD-Hebel, umso stärker spürt man die Kursänderungen bei der eigenen Position. Entwickelt sich der Kurs in die gewünschte Richtung, sorgt ein großer Hebel für einen noch größeren Gewinn.

Bei einem Hebel von 5 reicht bereits eine Änderung des Basiswerts um 20% nach oben, um das eingesetzte Kapital zu verdoppeln (Margin). Das bedeutet aber gleichzeitig, dass man das gesamte Geld auch verlieren kann, wenn sich der Basiswert um 20% nach unten entwickelt.

Zusammengefasst sollte man beim Hebel das hohe Risiko nie aus den Augen verlieren. Gleichzeitig bietet der Hebel enorme Chancen, da für den Marktzugang deutlich geringere Geldeinsätze nötig sind und bei der Entwicklung in die gewünschte Richtung große Gewinnchancen bestehen.


Fazit: CFD-Handelszeiten

Sicher einsetzenWie dieser Beitrag gezeigt hat, orientieren sich die CFD-Handelszeiten an den Öffnungszeiten der einzelnen Börsen.

Es gibt jedoch auch Assets, wie etwa Kryptowährungen oder Devisen, bei denen rund um die Uhr getradet wird.

Die Antwort auf die Frage “Was ist die beste CFD-Handelszeit” ist nicht so einfach.

Grundsätzlich gibt es aber die meisten Handels-Chancen, wenn gerade besonders viel Aktivität in den Markets herrscht – und das ist dann der Fall, wenn sich die Börsen-Öffnungszeiten überlappen.

Viele Daytrader beziehen sich auch auf Strategien, die direkt nach Börsenöffnung gehandelt werden – etwa im DAX.

Obwohl der CFD-Handel viele Chancen bietet, handelt es sich dabei um ein riskantes Unterfangen. Das hohe Risiko beim Handel mit Differenzkontrakten sollte man daher immer im Auge behalten.

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