SMA Indikator: Einfacher gleitender Durchschnitt

SMA IndikatorIndikatoren erleichtern den Handel und ermöglichen neue Interpretationsspielräume, indem über den eigentlichen Live-Chart weitere Formen gelegt werden. Ein bewährter und beliebter Indikator ist der Simple Moving Average Indikator – oder kurz “SMA”. Der einfache gleitende Durchschnitt ist ein Trendfolge-Indikator, welcher beim Trading eingesetzt wird und den Durchschnittskurs über einen bestimmten Zeitraum anzeigt.

Der SMA Indikator (“Einfacher Gleitender Durchschnitt”) wird von vielen Investoren und Daytradern als einziger Indikator genutzt, wenn eine Trendfolgestrategie angewandt wird.

Interessant wird es, wenn zwei SMAs übereinander gelegt werden, um den Durchschnittskurs zweier verschiedener Zeithorizonte zu vergleichen.

Wie bei anderen Indikatoren auch, bringt der SMA aber nur dann etwas, wenn er richtig eingesetzt und interpretiert wird.

Im folgenden SMA Ratgeber zeigen wir, was der SMA überhaupt ist, wie er genutzt wird und für welche Strategien wir den SMA empfehlen. Außerdem: Welchen Unterschied gibt es zum EMA und welche Broker bieten den Simple Moving Average an?

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Was ist der SMA Indikator?

SMA Indikator bei Plus500

Einfacher Moving Average bei Plus500 – Plus 500 Screenshots – Beispielwerte

Beim SMA Indikator handelt es sich um ein trendfolgendes Tool zur technischen Analyse von Kursen.

SMA Indikatoren werden als einzelne Linie oder mit verschiedenen Zeiträumen über den eigentlichen Chart gelegt, um den langfristigen Trend eines Basiswerts anzuzeigen. Da sich der Simple Moving Average auf Durchschnittswerte stützt, wird das hektische Auf und Ab vieler Kurse geglättet. Das führt zu einer überschaubareren Darstellung von Auf- sowie Abwärtstrends.

Kaufen verkaufenDer einfache gleitende Durchschnitt eignet sich besonders in Märkten, in denen es gerade eine bestimmende Marktrichtung gibt. Er kann jedoch nicht effizient und zuverlässig in Seitwärtsmärkten mit geringer Fluktuation eingesetzt werden.

Da der SMA als Standardwerkzeug gilt, sollte jeder Trader den SMA kennen und seine Grundfunktionalität verstehen. Einfache gleitende Durchschnitte werden sogar so oft verwendet, dass sie oft als Support und Resistance verwendet weden können.

Zusammengefasst ist der einfache gleitende Durchschnitt also ein simpler und häufig eingesetzter Trendfolge-Indikator, mit dem langfristigere Trends gut dargestellt werden können.

Die verschiedenen Zeiträume des SMA

Moving Average Linien: SMA Indikator

Zwei Moving Average Linien verschiedener Zeiträume

Wie bereits weiter oben angeschnitten, kann der SMA über eine bestimmte Zeitspanne zum Einsatz kommen. Dies bestimmt der Nutzer in den Einstellungen des Indikators selbst.

Eine beliebte Kombination ist etwa der SMA-50 und der SMA-200. Hierbei werden eine 50-Tage-Trendlinie und eine 200-Tage-Trendlinie kombiniert.

Während der SMA-50 durch seine aktuellere Datenbasis näher am Realtime-Kurs ist, zeigt der SMA-200 eine verspätetere Reaktion auf aktuelle Ereignisse im Chart. Durchbrüche des kürzeren durch den längerfristigeren SMA können also Einstiegspunkte darstellen.

Vor allem die langfristige 200-Tage-Trendlinie ist ein guter Indikator für Hoch- oder Tiefpunkte, da so viele Trader diesen SMA verwenden, dass mögliche Abpraller an dieser Linie wahrscheinlich sind.

Abpraller SMA Indikator

Abpraller am 190er SMA im EUR/USD Chart – Plus 500 Screenshots – Beispielwerte

In vielen Charts sind Abpraller am 200-Tage-Trend durchaus erkennbar, im DAX ist das etwa sehr oft der Fall. Das deutet darauf hin, dass sich sehr viele Händler auf den SMA-200 stützen.

Natürlich kann man abseits vom 200er und 50er noch andere Zeiträume verwenden, doch die beiden sind die beliebtesten. Nur zum Verständnis: Würde man einen SMA-1 anwenden, dann würde die Linie direkt am Live-Chart verlaufen.

Wofür benötigt man den SMA?

Durchbruch durch den SMA 200

Durchbruch durch den SMA 200 – Plus 500 Screenshots – Beispielwerte

Der SMA Indikator wird in vielen Strategien eingesetzt. Durch seine simple Funktionsweise generiert der SMA aber auch bereits ohne spezielle Strategie Kauf- und Verkaufssignale.

Einerseits sind beim SMA Durchbrüche gut erkennbar. Wenn sich der Live-Chart etwa über einen längeren Zeitraum immer wieder unter dem SMA-200 befindet und öfter abprallt, dann liegt das an den vielen Tradern, die den 200er verwenden. Kommt es aber zu einem Durchbruch und der Live-Chart geht über den SMA-200 hinweg, dann kann das ein gutes Signal für eine Kaufposition sein. Umgekehrt, wie etwa im obigen Screenshot, wird eine Verkaufsposition durch den Durchbruch von oben nach unten generiert.

Generell gelten Phasen, in denen sich der Live-Chart über dem SMA-200 befindet, als Phasen mit Aufwärtstrend. Befindet sich der Kurs unter dem SMA-200, kann von einem Abwärtstrend die Rede sein. In Seitwärtsmärkten, in denen es nicht eindeutig nach oben oder unten geht, kann der SMA nicht so gut angewandt werden.

Der Simple Moving Average wird auch dafür genutzt, zwei verschiedene Durchschnitte miteinander zu vergleichen. Setzt man etwa einen sehr kurzfristigen SMA einem längerfristigeren SMA gegenüber, kann der langfristige gleitende Durchschnitt zwar nach oben zeigen, der kurzfristige aber eher nach unten.

Die Bezeichnung “Moving”, bzw. “Gleitend” kommt davon, dass sich der berechnete Mittelwert natürlich mit dem Fortschreiten des Kurses live verändert. Der Live-Kurs verändert sich also stetig, wird durch den SMA aber geglättet.

Erklärung: Wozu überhaupt Trading Indikatoren?

Trader werden

WarumMittlerweile ist bewiesen, dass sich die internationalen Märkte nach bestimmten Mustern bewegen.

Diese zu erkennen ist nicht einfach. Erfolgreiche Trader schaffen dies jedoch – mithilfe von Trading Indikatoren.

Wer ohne Trading Indikatoren handelt, versperrt sich selber den Blick auf eine Vielzahl wichtiger Informationen. Indikatoren sind über (oder unter) dem Chart eingeblendete Linien und andere Formen, die auf der Basis verschiedener Berechnungen angezeigt werden.

Abhängig vom verwendeten Indikator, kann dieser Aufschluss über wichtige Ereignisse und Ein-, bzw. Ausstiegssignale geben.

Manche Indikatoren sind “Trendfolge-Indikatoren”. So auch der SMA. Sie veranschaulichen Trends, indem sie meist den Durchschnittskurs berechnen. Je weiter der Zeitraum für die Berechnung des Durchschnittskurses, desto mehr wird die Linie geglättet. Ausbrecher werden ignoriert und verfälschen so nicht mehr den langfristigen Trend.

Auch “Momentum-Indikatoren” sind bei den allermeisten CFD-Brokern verfügbar. Diese, etwa der MACD, geben Aufschluss darüber, wie stark eine Kursbewegung – das Momentum – gerade ist.

Unserer Meinung nach gibt es wohl keinen längerfristig erfolgreichen Trader, der nicht den ein oder anderen Indikator verwendet. Indikatoren sind eines der mächtigsten Tools beim Traden und sollten nicht unterschätzt werden.

Wie wird der SMA berechnet?

 Animation

Für die Berechnung des einfachen gleitenden Durchschnitts benötigt man die Schlusskurse einer definierten Anzahl an Perioden sowie die Anzahl an Perioden.

Möchte man einen 10er SMA auf Tagesbasis berechnen, benötigt man den Schlusskurs der 10 letzten Tage.

Anschließend werden die Schlusskurse der vergangenen 10 Tage addiert, sowie durch die Anzahl an Perioden (also 10) dividiert.

So hat man den SMA für den heutigen Tag berechnet. Für den folgenden Tag wird bei der Berechnung der Schlusskurs der ältesten Periode (mittlerweile 11 Tage her) entfernt und der gestrige Wert hinzugefügt.

Beispiel: Wir haben im folgenden 10 Schlusskurse der vergangenen 10 Tage, die wir zur Berechnung des SMA benutzen.

43+45+40+44+43+46+49+51+45+52 = 458

Jetzt wird die Summe der letzten 10 Tage durch die Anzahl der Perioden (10) dividiert.

Indikator interpretieren458:10 = 45,8

Der Wert für den heutigen SMA-10 ist 45,8. Am nächsten Tag wird der älteste Wert (43) entfernt und der Schlusskurs des vorherigen Tages (etwa 55) hinzugefügt.

45+40+44+43+46+49+51+45+52+55 = 470

Nun wird die Summe wieder durch die Anzahl der Perioden (10) dividiert.

470:10 = 47,0

Jetzt haben wir bereits zwei SMA Werte – von gestern und heute: 45,8 und 47,0. Aus diesen Werten wird dann die SMA Linie erstellt.

Im Alltag: Diese Berechnung passiert bei einem CFD-Broker natürlich im Hintergrund und rasend schnell. Außerdem müssen die Perioden nicht immer Tage sein, sondern können auch Stunden oder Minuten darstellen. Je höher die Anzahl der Perioden, desto mehr wird der Chart geglättet und desto weniger fallen womögliche Ausreißer ins Gewicht.

Interpretation des SMA: Was zeigt er mir?

Der SMA bietet durch seine Funktion als Trendindikator einige Interpretationsspielräume.

Wir zeigen im Folgenden, wie mithilfe von einfachen gleitenden Durchschnitten Schlüsse fürs Trading gezogen werden können.

Am schnellsten zeigt ein SMA die aktuelle Trendrichtung an. Während Live-Kurse oft hektisch und unüberschaubar wirken können, zeigt ein langfristiger gleitender Durchschnitt die geglättete Richtung an.

SMA Indikator bei eToro

SMA Indikator im Apple-Chart bei eToro

SMAs in verschiedenen Zeiträumen können auch auf Handelssignale deuten. Die meisten Trader nutzen einen kurzfristigen (etwa 21er) in Kombination mit einem längerfristigen (etwa 55er) Durchschnittswert. Kreuzt der kurzfristige gleitende Durschnitt die längerfristige Linie von unten nach oben, stellt das nach dieser Theorie ein Kaufsignal dar.

Wird die langfristige 55er-Linie von oben nach unten geschnitten, gibt es ein Verkaufssignal.

Der SMA-200 wird durch seine Popularität auch als Resistance oder Support interpretiert. Oft ist es nämlich so, dass steigende oder fallende Live-Kurse am SMA-200 abprallen. Das wird dann Resistance (Widerstand) bei steigenden und Support (Unterstützung) bei fallenden Märkten genannt.

Ob man sich nun für einen lang- oder kurzfristigen SMA entscheidet, hängt von der eigenen Strategie ab. Mit kurzfristigen gleitenden Durchschnitten bekommt man zwar öfter und schneller Kauf- und Verkaufssignale, diese könnten aber auch auf eine falsche Trendrichtung oder Trendwende deuten. Die Kombination zweier Linien ist da vielleicht schon die bessere Lösung.

SMA als Unterstützung und Widerstand

Der Simple Moving Average ist ein sehr beliebter Indikator, der von vielen genutzt wird. Daher kann die Linie des SMA bei manchen Kursen als Support oder Resistance angesehen werden.

Bei Support- und Resistance handelt es sich um Bereiche im Live-Chart, an denen der Kurs abprallt, weil dort viele Trader eine automatische Kauf- bzw. Verkaufsposition eingestellt haben.

Manche schwören dabei auf den SMA-200, andere auf den SMA-50. Die beiden Zeiträume gehören sicherlich zu den populärsten.

Ob man jetzt den 200er oder 50er einblendet, bleibt jedem Trader selbst überlassen. Die Experten von Investopedia empfehlen beispielsweise den 50-Tages-SMA.

Wer den SMA (egal ob 50 oder 200) als Unterstützung und Widerstand interpretieren möchte, sollte sich jedoch darüber bewusst sein, dass dies keine Allgemeingültigkeit hat.

Wie bei allen Trading-Strategien kann auch diese Taktik aufgehen – sie muss jedoch nicht. Außerdem kommen die SMAs bei einigen Index-Kursen wie dem DAX häufiger zum Einsatz als bei weniger gehandelten Basiswerten.

Vor- und Nachteile des Simple Moving Average

Vor- und Nachteile

Der SMA ist einerseits ein sehr populärer Indikator, der für viele Trading-Entscheidungen genutzt wird. Dieser Indikator ist die simpelste Lösung, wenn es darum geht, den Chart zu bereinigen und klare Trendlinien anzuzeigen.

Durch seine Popularität dienen die Bereiche um den SMA oft als Widerstand oder Unterstützung. Außerdem sind die Kauf- und Verkaufssignale des einfachen gleitenden Durchschnitts oft sehr eindeutig – vor allem, wenn ein längerfristiger Zeitraum eingestellt wurde.

Gleichzeitig ist der SMA jedoch auch sehr träge und reagiert deutlich schwächer auf aktuelle Kursentwicklungen als etwa der EMA Indikator (Exponential Moving Average). Der EMA passt den Verlauf der Linie deutlich schneller auf aktuelle Kursentwicklungen an, da eine andere Berechnungsmethode genutzt wird. Das ist auch der Grund dafür, dass viele den Exponential Moving Average Indikator bei ihren Analysen dem SMA vorziehen.

Der SMA ist zusammengefasst zwar ein empfehlenswerter Indikator, aber nur eine von vielen Methoden, um Handelssignale zu generieren.

Erfahrene Trader sind sich darüber einig, dass der Simple Moving Average nicht als einziger Indikator Einfluss auf die Trading-Entscheidungen haben sollte. Daher sollte er eher dafür genutzt werden, Annahmen und Signale anderer Indikatoren zu bestätigen.

Ist der Zeitraum des SMA zu groß eingestellt, reagiert die Linie zu langsam und die Glättung ist zu stark. Zu kleine Zeiträume reagieren jedoch auf jeden kleinen Ausbruch. Hier sollte man die beste Periodeneinstellung für sich selber finden.


3 SMA Trading Strategien

1. Crossover-Strategie

Crossover

Die erste Strategie, die wir hier vorstellen möchten, ist vergleichsweise simpel und für den Einsatz in Märkten mit höherer Volatilität empfehlenswert.

Grundlage der Crossover-Strategie ist die Annahme, dass es bei größeren Trendumkehren zur Durchkreuzung einer langfristigen SMA Linie durch eine kurzfristige kommt.

Zuerst müssen bei dieser Strategie zwei SMA Linien über den Chart gelegt werden – eine lang-, sowie eine kurzfristige. Empfehlenswert sind hierfür beispielsweise der SMA-50 und der SMA-200.

Schneidet der SMA-50 die SMA-200 Linie von unten nach oben, deutet das auf ein Kaufsignal hin. Das gilt vor allem, wenn ein Kombinations-Indikator auch darauf hindeutet.

Schneidet die 50er Linie die 200er Linie von oben nach unten, ist das ein Verkaufssignal.

2. SMA-MACD-Strategie

MACD Strategie Erdgas

Beim MACD handelt es sich um einen Indikator, der “Oszillator” genannt wird. Oszillatoren verlaufen als separater Chart an einer Nuller-Linie entlang.

Um die SMA-MACD-Strategie zu nutzen, wird neben einer mittelfristigen SMA-Linie (etwa 50), auch der MACD aktiviert.

Kreuzt der aktuelle Live-Chart den Simple Moving Average von unten nach oben, stellt das bereits ein Kaufsignal dar. Nun kann diese Annahme mithilfe des MACD bestätigt werden: Da der MACD nachläuft und erst nach der Bestätigung des Trends ein Signal generiert, dauert dies etwas.

Durchschneidet der MACD die Nullerlinie aber jetzt (neben obigem Ereignis) auch noch, ist das ein zweites Kaufsignal.

Das gleiche gilt natürlich umgekehrt auch: Wenn der aktuelle Live-Chart den SMA von oben nach unten kreuzt und der MACD die Nullerlinie von oben nach unten, sind das zwei Verkaufssignale.

3. Dreifache SMA-Strategie

Natürlich ist man bei der Verwendung des SMA nicht auf eine bestimmte Anzahl von gleitenden Durchschnitten limitiert. Für die folgende Strategie benötigen wir nämlich gleich 3 SMA Linien – eine kurz-, mittel- und langfristige.

Wie bei der simpelsten Strategie, die wir in diesem Beitrag schon einige Male erwähnt haben, stellt das Durchkreuzen der kurzfristigen Linie durch die mittelfristige Linie ein Handelssignal dar.

Schneidet beispielsweise die kurzfristige Linie die mittelfristige von unten nach oben, ist dies ein Kaufsignal. Bevor jetzt aber wirklich eine Kauf-Position geöffnet wird, nutzt man die dritte Linie als “Trendfilter”.

Die Kauf-Position wird in unserem Beispiel nur dann eröffnet, wenn der langfristige SMA auch einen Aufwärtstrend andeutet. Wer eine weitere Sicherheitsstufe benötigt, eröffnet die Position nur dann, wenn sich die kurz- und mittelfristige Linie über der langfristigen befinden.

Auch hier gilt: Die Strategie funktioniert auch in die umgekehrte Richtung. Wenn die kurzfristige Linie die mittelfristige von oben nach unten schneidet, ist das ein Verkaufssignal. Der Trendfilter (langfristige Linie) bestätigt dies, indem die Trendrichtung auch nach unten geht und sich beide kurzfristigeren Linien unter der langfristigen befinden.


Unterschied zwischen EMA und SMA

Beim EMA und beim SMA handelt es sich um gleitende Durchschnitte. Sie werden jedoch unterschiedlich berechnet.

In der Praxis wird der SMA Indikator durch einen Durchschnittswert aller letzten Kurse berechnet. Beim Simple Moving Average hat jede Periode die gleiche Gewichtung – egal ob gestern oder vor 10 Tagen.

Der EMA nennt sich “Exponential Moving Average”. Hier wird der letzte Kurs deutlich stärker gewichtet, als ältere Kurse – durch eine andere Rechenmethode.

Die beiden Durchschnitts-Linien reagieren also unterschiedlich auf aktuelle Entwicklungen im Kurs.

Während der SMA als vergleichsweise träger Indikator gilt, werden beim EMA Kursänderungen schneller angezeigt. Dadurch werden auch Trendwechsel schneller sichtbar, wodurch auch Trader rascher eine Position eröffnen. Das kann ein Nachteil sein, denn der EMA erzeugt somit öfter Fehlsignale.

Doch nicht nur der EMA ist in dieser Hinsicht nicht fehlerfrei – auch der SMA hat ein entscheidendes Problem mit Fehlsignalen: Da es beim Simple Moving Average keine spezielle Gewichtung gibt, ist der älteste Wert genau so wichtig wie der letzte. Dadurch kann es passieren, dass es plötzlich einen Ausschlag nach oben oder unten gibt, wenn ein abweichender Wert (als letzter Wert) aus der Liste fällt. Somit kann sich der SMA stark nach unten oder oben bewegen, auch wenn es dafür keine Anzeichen im Live-Chart gibt.

Bei welchen Brokern gibt es den SMA-Indikator?

Wie bereits am Anfang dieses Artikels erwähnt, ist der SMA sehr populär und kommt bei vielen Tradern regelmäßig zum Einsatz. Er ist wohl einer der Grund-Indikatoren.

Daher bietet jeder größere CFD-Broker den SMA als Indikator an. Meist gibt es dafür neben oder über dem Chart ein Indikatoren-Symbol, wo neben einer Vielzahl von verschiedenen Tools auch der SMA ausgewählt werden kann.

Anschließend öffnet sich ein Fenster, in dem die Zeitperiode eingestellt wird. Manchmal gibt es auch schon vordefinierte Zeitperioden, die sich als besonders empfehlenswert herausgestellt haben.

Von Brokern ohne Indikatoren sollte lieber Abstand genommen werden, da Indikatoren als Basis-Werkzeug von vielen Tradern tagein tagaus genutzt werden. Alle Broker in unserem Vergleich verfügen über eine große Auswahl an verschiedenen Indikator-Tools.

Alternative Indikatoren

Werfen wir neben dem SMA noch einen Blick auf weitere Indikatoren, die Trader kennen sollten.

Ein sehr ähnliches Tool ist der EMA. Wie der SMA auch, wird der EMA durch die Schlusskurse einer bestimmten Anzahl an Perioden berechnet. Im Gegensatz zum Simple Moving Average gibt es beim Exponential Moving Average aber eine Gewichtung. Für die Berechnung des EMA sind aktuelle Kurse also wichtiger, als weiter zurückliegende. Dadurch generiert der EMA mehr Handelssignale, die jedoch nicht immer stimmen. Beide Indikatoren haben ihre jeweiligen Vor- und Nachteile.

Interessant ist auch der sogenannte RSI (“Relative Strength Index”). Zu Deutsch heißt der RSI “Relativer Stärke Index”. Der RSI misst das Momentum – die Stärke – einer Kursbewegung. Schlägt der RSI über 70 nach oben aus, gilt der Markt als “überkauft”. Das kann als Verkaufssignal für einen Trade interpretiert werden. Gelangt der RSI unter 30, gilt der Markt als überverkauft. Hier sollten Händler nach einer Kaufgelegenheit suchen.

Ein ähnlicher Indikator ist der Stochastik-Oszillator. Bei der Stochastik gibt es zwei Durchschnittslinien, die sich zwischen 0 und 100 bewegen. Die zwei Linien werden in %D (Gleitender Durchschnitt) und %K (Signallinie) unterteilt. Kreuzt der %K von oben nach unten den %D und befindet sich der Stochastikwert über 80 (überkauft) gilt dies als Verkaufssignal. Umgekehrt: Befindet sich der Stochastikwert unter 20 (überverkauft) und kreuzt der %K den %D von unten nach oben, ist dies ein Kaufsignal.


Fazit: Der SMA Indikator – einfach, aber stark

CFD-StrategieDer einfache gleitende Durchschnitt gehört zu den populärsten Trade-Signalgebern und ist daher auch bei nahezu jedem CFD-Broker als Indikator mit dabei.

Er kann für verschiedene Zeiträume konfiguriert werden, was sich auch auf die Reaktionsschnelligkeit des Indikators auswirkt. In vielen Strategien werden zwei oder sogar 3 SMAs genutzt, um verschiedene gleitende Durchschnitte miteinander zu vergleichen.

Da der SMA Indikator so bekannt ist, dient er in einigen Markets als Unterstützungs- oder Widerstandslinie. Kreuzt eine kurzfristige SMA-Linie durch eine längere, kann dies als Verkaufs- oder Kaufsignal dienen.

Manche Händler nutzen den EMA (“Exponential Moving Average”) lieber, da hier aktuelle Kurse höher gewichtet werden als ältere. Das sorgt jedoch auch für eine Häufung von Fehlsignalen.

Abschließend lässt sich sagen, dass der SMA ein hilfreiches Werkzeug ist, welches Signale liefern kann und in der Grundeinstellung eine einfache Trendrichtung anzeigt, was beim Traden auch schon sehr hilfreich ist.

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