Was ist “Scalping?” | Erklärung der Trading-Strategie

Was ist Scalping?Der Begriff “Daytrading” wird vor allem für den schnellen, kurzfristigen Handel genutzt. Positionen werden geöffnet und nur schnelle Zeit später wieder geschlossen. Doch Daytrading ist nicht die extremste Form des schnellen Handels: Noch schneller ist “Scalping”. Beim Scalping werden Positionen innerhalb weniger Sekunden geöffnet und gleich geschlossen.

Die Scalper sind die aktivsten Trader. Im folgenden Beitrag erklären wir Scalping im Detail und zeigen, wie es eigentlich funktioniert.


Übers Scalping

Scalping

“Scalping” wird eine Tradingstrategie genannt, bei der die Händler ihre Positionen nach dem Öffnen innerhalb weniger Momente wieder schließen.

Das Ziel eines Scalpers ist es, in wenigen Sekunden viel Geld zu verdienen – die Profite sollen aus dem Chart herausgetrennt werden.

Im Normalfall halten Scalper ihre Positionen einige Sekunden bis zu einigen Minuten. Länger nicht. Binnen weniger Sekunden kann sich ein Kurs um mehrere Pips in die eine oder andere Richtung entwickeln – und genau davon profitiert diese Art von Tradern. Gewinne können bereits mit Kursschwankungen im Bereich von 3 Pips oder mehr realisiert werden.

Der Handel mit CFDs eignet sich durch den Leverage-Effekt (CFD-Hebel) fürs Scalping.

Dadurch können mit vergleichsweise kleinen Einsätzen sofort große Geldmengen bewegt werden (als Profit oder auch als Verlust).

Wer ein Scalper sein möchte, muss jedoch ein hohes Maß an Eigendisziplin mitbringen und sich an die eigenen Risiko-Regeln halten. Denn nur ein einziger Trade in die falsche Richtung kann die Gewinne mehrerer Tage sofort zerstören.

Wie funktioniert Scalping im Detail?

Mit einer Vielzahl von sehr kleinen Trades soll beim Scalping ein Gewinn erzielt werden.

Dazu steigt man in eine Position ein und schließt diese nach wenigen Augenblicken wieder.

Damit man beim Scalping positiv aussteigt, benötigt man eine ganz klare Strategie, wann man in die Trades einsteigt. Wichtig ist, dass man öfter und mit höheren Summen einen Profit macht, als einen Verlust. Daher werden die Verluste beim Scalping im Regelfall durch Risikomanagement-Tools, wie den Stop-Loss, auf gerademal 1-2 Pips reduziert. Bei der kleinsten Entwicklung in die falsche Richtung wird die Position geschlossen.

Der Stop beim Stop-Loss muss eng gesetzt werden, damit die Verluste so gering wie möglich gehalten werden.

Im Gegensatz dazu werden Gewinne so lange wie möglich ausgefahren.

Tipp: Das ideale Risikomanagement-Tool fürs Scalping ist der Trailing Stop Loss. Mit dem Trailing Stop Loss werden Verluste automatisch beschränkt, während Gewinne weiterlaufen.

Welche Arten von Scalping gibt es?

Es gibt mehrere Strategien, die fürs Scalping infrage kommen.

Eine Strategie ist das Traden mithilfe der technischen Analyse. Mit den sogenannten Bollinger Bändern und anderen Analysetools lässt sich herausfinden, ob der aktuelle Kurs überkauft, bzw. überverkauft ist.

Etwas anders ist die Breakout-Strategie. Dort wird mithilfe von Trends gehandelt und auf die Entstehung von Trends gewartet, bevor dann Hochs, bzw. Tiefs getradet werden.

Viele verschiedene Scalping Strategien finden sich beispielsweise auf der Webseite von Admiral Markets.

Bei welchen Brokern kann man scalpen?

Scalping Screenshot

Fürs Scalping muss man sich einen sehr schnellen Broker suchen.

Viele herkömmliche Broker sind zu langsam, bzw. benötigen zu lange zwischen Orderaufgabe und Orderausführung. Der Broker muss es ermöglichen, eine Order extrem schnell zu eröffnen. Auch die eigene Internetverbindung sollte eine geringe Latenz haben, damit die Ausführung der Order so wenig Zeit wie möglich in Anspruch nimmt.

Bei der Auswahl des Brokers sollte auf geringe Spreads geachtet werden. Hat der Broker nämlich zu große Spreads, senkt das die Zahl der gewonnen Pips und somit auch die Chancen auf einen großen Gewinn. Vor allem oftgehandelte Währungspaare (zB. EURUSD) haben in der Regel bei vielen Brokern kleinere Spreads.

Außerdem sollte der Broker, den man fürs Scalping nutzen möchte, auf jeden Fall moderne Risikomanagement Tools bieten – wie zB. den Trailing Stop Loss.

Ob ein Broker fürs Scalping geeignet ist, testet man am besten mit einem Demokonto. Die meisten Broker bieten heutzutage ein kostenloses Demokonto an, mit welchem man die Anbieter testen kann. Wir empfehlen dazu einen Blick in unseren CFD-Broker Vergleich und in den CFD-Demokonto Vergleich.

Für wen eignet sich das Scalping?

Das Scalping-Trading eignet sich definitiv nicht für jeden.

Scalping ist die stressigste und zugleich aufregendste Form des CFD-Trading. Positionen werden in Sekundenbruchteilen geöffnet und geschlossen, der Trader muss mit vollster Konzentration dabei sein.

Wer also Lust auf schnelles (und zugegebenermaßen auch ziemlich riskantes) Traden hat, der dürfte am Scalping vielleicht Gefallen finden. Wer jedoch mehr Zeit für die eigenen Entscheidungen benötigt, sollte es beim klassischen CFD-, bzw. Aktienhandel belassen, wo nicht in jeder einzelnen Sekunde viel Geld auf dem Spiel steht.

Tipp: Scalping eignet sich eher weniger für Anfänger. Wir empfehlen Scalping all jenen, die bereits Erfahrungen mit dem klassischen CFD-Handel gemacht haben und eine neue, schnellere Form des Tradings ausprobieren möchten.

Fazit: Was ist Scalping?

ScalpingBeim Scalping handelt es sich um eine sehr schnelle Art des Tradens, bei welcher einzelne Positionen wenige Sekunden gehalten werden.

Der Begriff “Scalping” kommt aus dem Englischen und bezieht sich auf das “Herausschneiden” einzelner Trades aus dem Chart.

Damit man mit dem Scalping erfolgreich sein kann, benötigt man einen schnellen Broker, der die Order-Ausführung in (Nahezu-)Echtzeit erlaubt. Außerdem wird Scalping nur dann funktionieren, wenn man sich an die eigene Strategie für das Bestimmen des richtigen Einstiegszeitpunkts hält.

Damit beim Scalping Verluste so weit wie möglich reduziert werden können, ist die Nutzung von Risikomanagement-Tools, wie zB. dem Stop Loss, unabdingbar. Gewinne werden laufen gelassen, Verluste so stark wie möglich minimiert.

Da die Gewinne pro Trade meist nur gering sind, ist es für einen Scalper nicht ungewohnt, pro Tag mehrere hundert Trades abzuschließen. Scalping eignet sich daher nur für fortgeschrittene CFD-Trader, die vor einer großen Herausforderung nicht zurückschrecken, stressresistent sind und bestimmte Muster im Kurs sofort erkennen.

Das könnte Dich auch interessieren...

Platz 1 in unserem Vergleich: Plus500

    

 

Jetzt zu Plus500
 

Risikohinweis: 76,4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.
Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.