Wie funktioniert die Börse?

Wie funktioniert die Börse?Wer regelmäßig die aktuellen Nachrichten verfolgt, kennt die verschiedensten Meldungen von der Börse: Mal fallen die Aktienkurse, mal steigen sie wieder. Durch die ständige Thematisierung der Börse in den Medien interessieren sich immer mehr Privatpersonen für den Handel an der Börse. Mit den richtigen Anlage-Entscheidungen kann schließlich gutes Geld verdient werden – nicht von heute auf morgen, aber wenn ein Aktienkurs steigt, steigt auch der Wert dieser Wertpapiere.

Aber wie funktioniert die Börse eigentlich? Welche Dinge sollte man beim Handel beachten? Und kann jeder einfach so beginnen? Die Grundlage für solides und durchdachtes Handeln an der Börse ist Grundwissen. Im Folgenden gehen wir daher genau auf die oben gestellten Fragen ein.

Nach diesem Beitrag weißt du, was der Begriff “Börse” bedeutet, wie die Börse funktioniert und wie du mit dem Handeln an der Börse beginnen kannst.


Was bedeutet eigentlich “Börse”?

Börse Erklärung

Tipp: In diesem Artikel erklären wir, was eine Aktie ist. Das solltest du wissen, bevor du dich mit dem Thema Börse beschäftigst.

Als “Börse” wird einerseits das Gebäude bezeichnet, in der der Handel mit Wertpapieren abgewickelt wird und andererseits der Börsenmarkt an sich.

Börse: So funktioniert'sDie Börse ist also der organisierte Markt fürs Handeln von Vermögenswerten, die in verschiedene Kategorien eingeordnet sind.

Es gibt verschiedene Dinge, mit denen gehandelt werden kann. Normalerweise sind das Wertpapiere (zB. Aktien oder Anleihen), Devisen, Rohstoffe oder auch Derivate.

Wenn davon die Rede ist, dass der “Markt regelt”, dann ist das oft die Börse – sie bringt Angebot und Nachfrage zusammen. So entsteht ein festgesetzter Preis, der sich stetig verändert – abhängig von Angebot und Nachfrage.

Was die Bezeichnung betrifft, kommt der Ausdruck “Börse” aus dem Altgriechischen und steht für abgezogene Tierhaut, bzw. Fell.

Es gibt verschiedene Arten von Börsen. Neben Warenbörsen, wo Waren gehandelt werden, gibt es auch Termin- oder Wertpapierbörsen. Wertpapierbörsen sind heutzutage die klassischen Aktienbörsen. Wenn von Börsen die Rede ist, dann ist oft diese Art von Handelsplatz gemeint.

Wie funktioniert die Börse?

Börsenparkett

Wie bereits in der Begriffsdefinition erklärt, ist die Börse im heutigen Sinne ein Handelsplatz für Wertpapiere.

Da es sich bei einer Börse eigentlich um nichts anderes als einen Markt handelt, ähnelt die Börse in ihrer Funktion auch zB. einem Wochenmarkt.

Heutzutage läuft auf Aktienbörsen jedoch das meiste über Computersysteme ab, die in Sekundenschnelle tausende Handelsaufträge verarbeiten.

Der Preis wird ermittelt, indem ein Gleichgewichtspreis gefunden wird. Die Computersysteme machen das automatisch, indem sie zur Berechnung das höchste Kaufangebot und das niedrigste Verkaufsangebot nehmen. So wird ständig ein Preis ermittelt, welchen wir dann auf unseren Bildschirmen in Form des Aktienkurses sehen. Steigt der Preis, geht der Kurs nach oben. Bei fallenden Preisen geht’s mit der Linie bergab.

Das Interessante am Marktplatz Börse ist, dass es keine festen Rollen gibt. Mal ist man Käufer, mal Verkäufer.

Heutzutage werden die Börsengeschäfte von Privatpersonen über Broker abgewickelt. Das sind Unternehmen, die für Privatanleger den Kauf und Verkauf von Aktien übernehmen und als “Depot” dienen. Loggt man sich beim eigenen Broker ein, sieht man die eigenen Wertpapiere und kann weitere dazukaufen, bzw. welche verkaufen.

Wer bestimmt den Preis?

Börse Preis BestimmungAn der Börse treffen beide Komponenten des Marktes – Angebot und Nachfrage – aufeinander.

Während die Verkäufer ihre Aktie zum höchstmöglichen Preis verkaufen möchten, möchten Käufer die gewünschte Aktie natürlich so billig wie möglich ergattern.

Damit das funktioniert und nicht alles in einem riesigen Chaos endet, gibt es den Gleichgewichtspreis.

Der Gleichgewichtspreis wird durch eine Berechnung, welche auf Basis des höchsten Kaufangebots und des niedrigsten Verkaufsangebots erstellt wird, generiert.

Heutzutage passiert das alles automatisch und wird von vielen Börsencomputern auf der ganzen Welt durchgeführt.

Beispiel: Wenn sich sehr viele Menschen für ein Wertpapier interessieren und bei ihrem Broker Kaufaufträge abgeben, wird der Preis solange steigen, bis sich auf Verkäuferseite genug Menschen finden, die bereit sind, ihre Aktie zu verkaufen. Wenn also viele Menschen an einer Aktie festhalten und sie nicht verkaufen möchten, während immer mehr neue Käufer dazukommen, steigt der Preis.

Wie kann ich an der Börse handeln?

Um als Privatanleger an der Börse handeln zu können, benötigt man zuallererst einen Broker. Diesem teilt man die eigenen Kauf-, bzw. Verkaufsabsichten mit, welcher sie dann durchführt.

So kann man an der Börse handeln:

Broker finden: Einen Broker zu finden, kann eine Herculesaufgabe darstellen. Wichtig ist, auf Kennzahlen, wie beispielsweise die Kontoführungs- oder Depotgebühren zu achten. Ebenfalls sollte man auf das Webinterface schauen: Wirkt es modern oder altbacken? Außerdem: Was halten andere Kunden vom Broker?

Tipp: Als Alternative zum klassischen Handel mit Aktien eignet sich auch das CFD-Trading. Wer Daytrading betreiben möchte (am gleichen Tag kaufen & verkaufen), ist mit CFDs auch besser beraten.
Was CFDs sind, erfährst du hier. Die besten CFD-Broker findest du in dieser Vergleichstabelle.

Registrieren: Nachdem man sich für einen Anbieter entschieden hat, muss man sich natürlich registrieren. Hierbei geht es auch darum, die eigene Identität zu verifizieren. Das wird bei den meisten Brokern über das “PostIdent”-Verfahren gemacht. Dazu muss man zur nächstgelegenen Poststelle gehen und sich mit dem eigenen Personalausweis ausweisen. Der genaue Registrierungsprozess ist aber von Broker zu Broker unterschiedlich.

Wie kann ich an der Börse handeln? Geld überweisen: Sobald man vollwertiges Mitglied beim Broker ist, hat man dort auch ein eigenes Bankkonto, worauf man dann Geld überweisen muss, wenn man mit Aktien handeln möchte.  Abhängig von der Überweisungsmethode dauert es dann einige Tage, bis das Geld beim Broker eingetroffen ist.

Mit dem Handel beginnen: Das Geld ist überwiesen, die Identifikation beendet. Jetzt kann man an der Börse handeln. Wer Erfolg beim Anlegen haben möchte, sollte sich vor dem Kauf von Wertpapieren grundsätzlich mit den Anlageklassen auseinandersetzen und nicht wild drauflos irgendwelche Aktien kaufen, weil es gerade “hipp” ist.

Jede Anlageentscheidung sollte dreimal bedacht werden. Außerdem ist es wichtig, den Kopf einzuschalten und nicht emotional zu handeln. Essentiell ist, dass man sich vor dem Kauf einer bestimmten Aktie immer mit dem dahinterstehenden Unternehmen auseinandersetzt: Was macht das Unternehmen besonders? Wie sieht es mit der Konkurrenz aus? Welche Zukunftsperspektiven hat das Unternehmen? Oft passiert es auch, dass man sich in die Aktien einer bestimmten Firma “verguckt”.

Wie bei echten Beziehungen sollte man aber auch hier die rosarote Brille runternehmen und sich auch mit den möglichen negativen Punkten auseinandersetzen. Bei vielen Brokern werden die Aktien auch in mehr oder weniger riskante Kategorien eingeteilt. Anfangs sollte man sich auf jeden Fall für die weniger volatilen, risikoärmeren Aktien entscheiden.


Die Geschichte der Börse

Seit dem 12. Jahrhundert gibt es Börsen. Die ersten gab es ein Frankreich, als dort mit Schulden gehandelt wurde.

Die erste “echte” Börse wurde in Brügge gegründet – und zwar bereits im Jahre 1409.

Weitere große Börsen, die bis heute existieren, wurden in den darauffolgenden Jahrhunderten eröffnet. Die erste Börse in Deutschland war die Augsburger Börse, die 1540 eröffnete. Heute ist die Frankfurter Wertpapierbörse die größte in Deutschland. Sie wurde bereits 1585 eröffnet. Die Wiener Börse wurde 1771 gegründet, die New York Stock Exchange im Jahre 1792.

Mit dem weltweiten Aufstieg des kapitalistischen Wirtschaftssystems gab es weltweit auch immer mehr Börsen. Die erste Börse in China, die Shanghai Stock Exchange, wurde beispielsweise erst 1990 eröffnet.

Zwar ist Frankfurt noch immer die wichtigste Börse in Deutschland, was auch darauf beruht, dass Frankfurt immer schon ein reicher Handelsplatz war – die größte Börse auf der Welt ist jedoch die Wall Street in New York. Ebenfalls ziemlich relevant sind heute die Börsen in London, Korea und China.

Während früher alles am Börsenparkett abgewickelt wurde, wo sich Verkäufer und Käufer mehr oder weniger angeschrien haben, passiert im 21. Jahrhundert alles digital. Dadurch sind die Börsen auch internationaler geworden und man kann weltweit mit Aktien handeln.


Kann jeder mit Aktien handeln?

Dank des Aufstiegs des Internets kann heutzutage theoretisch jeder mit Aktien handeln.

Doch nur weil jeder online handeln könnte, sollte es nicht jeder sofort tun.

Bevor man mit dem Handel beginnt, muss man sich ein Basiswissen von der Börse aneignen und sich über die Aktien, die man handeln möchte, informieren.

Wichtig ist außerdem, dass man nur mit Geld handelt, welches man auch verlieren kann. Kapital, welches man für andere Dinge reserviert hat (Miete, Kredite, etc.) sollte nie in Aktien investiert werden. Im Extremfall kann es nämlich auch zum Totalverlust kommen.

Gute und aktuelle Börseninfos findet man etwa bei finanzen.net!


Fazit: Wie funktioniert die Börse?

Wie in diesem Beitrag ersichtlich wurde, ist das Grundprinzip der Börse eigentlich relativ simpel.

Die Börse ist der Platz, an dem es durch Angebot und Nachfrage zu einem Preis kommt, welchen wir dann als Aktienkurs in unseren Charts sehen. Wenn die Nachfrage nach einer Aktie steigt, steigt auch ihr Preis. Möchten jedoch viele Aktienbesitzer ihr Wertpapier eines bestimmten Unternehmens loswerden, aber es gibt nicht so viele Käufer, dann sinkt der Kurs.

Heute laufen die Börsengeschäfte hauptsächlich online ab und dank Brokern kann jeder zum Privatanleger werden. Bei der Auswahl des Brokers sollte man jedoch die Gebühren vergleichen, damit man nicht zu einem zu teuren oder unattraktiven Portal greift.

Zusammengefasst lässt sich also behaupten, dass die Börse heute ganz anders funktioniert, als noch vor 100 Jahren. Aus dem Börsenparkett wurden blitzschnelle Server, die weltweite Transaktionen verarbeiten und es jedem ermöglichen – egal ob in Norwegen oder Südafrika – an den internationalen Aktienmärkten mitzuspielen. Damit es nicht zum bösen Erwachen kommt, sollte sich jedoch jeder ein grundlegendes Basiswissen aneignen, bevor mit dem Aktienhandel begonnen wird.

Eine interessante Alternative zum klassischen Aktienhandel sind CFDs. Wie es funktioniert, erfährst du hier.

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