Beste Zeit zum Traden: Alles zu den Handelszeiten

Beste Zeit zum TradenWer tradet, tut dies (hoffentlich) immer mit einer Gewinnabsicht. Damit man erfolgreich traden kann, muss die Trading Strategie bis ins letzte Detail perfektioniert werden.

Zur Strategie zählen dann auch die angepeilten Zeiten zum Traden – und diese unterscheiden sich von Trader zu Trader teilweise sehr.

Während manche ihren Trading-Tag schon in den Morgenstunden abschließen, fangen andere erst am Nachmittag mit dem Handeln an. Es macht Sinn, sich über die beste Zeit zum Traden Gedanken zu machen.

Es stimmt nämlich, dass manche Märkte eher am europäischen Morgen aktiv sind, während es bei anderen erst nachmittags oder abends so richtig zur Sache geht.

Wir erörtern im folgenden Beitrag alles zur richtigen Trading-Zeit. Außerdem zeigen wir, wann welcher Trader-Typ am besten handelt. Das Definieren des passenden Zeitraums ist auch eine Voraussetzung für erfolgreiches Trading.


Wieso ist die Handelszeit wichtig?

CFD Handelszeiten Animation

Die vom Trader angepeilte Handelszeit spielt eine entscheidende Rolle in jeder Strategie, da sich die Volatilität der Märkte über den gesamten Tag verändert.

Außerdem ist es meist so, dass jeder Händler bestimmte Tageszeiten hat, an denen er die meisten erfolgreichen Trades abschließt.

Um das herauszufinden, lohnt es sich, ein Trading Tagebuch zu führen.

  • Obwohl die Trading-Zeit für alle Märkte eine gewisse Relevanz hat, ist die Zeit im Forex-Markt von besonderer Wichtigkeit.
  • Im Forex-Markt gibt es nämlich drei Sessions – die asiatische, die europäische und die amerikanische Session.
  • Für aktive Trader spielen natürlich volatile Märkte eine große Rolle – und auf die trifft man in der europäischen Session vor allem morgens, wenn die großen Player mit dem Traden beginnen.
  • Die höchste Volatilität gibt es, wenn sich die europäische Session und die amerikanische Session überschneiden. Das ist zwischen 14:00 und 17:00 mitteleuropäischer Zeit der Fall.
  • Doch die Zeiten zum Traden sind nicht nur für Forex-Händler wichtig, sondern auch für Daytrader in anderen Märkten. Denn auch diese Märkte verhalten sich von Tageszeit zu Tageszeit unterschiedlich.

Welche Zeiten sind für mich relevant?

Aktienmärkte & Indizes

Die Entwicklung des DAX seit 1989

Die Entwicklung des DAX seit 1989. An deutschen Börsen wird von 9:00 bis 20:00 gehandelt.

Wer Aktien oder Indizes tradet, kann dies nur innerhalb der Börsenöffnungszeiten tun.

TradingWährend die Forex-Märkte fast durchgehend getradet werden können, ist dies bei Aktien nicht der Fall.

An Aktienmärkten ist das Handelsvolumen bei Markteröffnung am höchsten. Hier findet ein großer Teil der Aktivitäten statt. Dies hat mehrere Gründe:

  • Aufträge, die am Vortag oder in der Nacht aufgegeben wurden, werden bei Börseneröffnung abgearbeitet.
  • Große Nachrichtenereignisse oder Unternehmensnachrichten beeinflussen die Märkte am morgen am stärksten.
  • Viele Händler traden morgens und setzen sich dementsprechend zwischen 8:00 und 10:00 zum Computer.
  • Erfahrene Trader möchten ein hohes Marktvolumen nutzen, um daraus schnell Profit schlagen zu können. Durch diesen Effekt kommt es morgens zu den meisten Trades.

Über die Mittagszeit wird es an den Aktienmärkten ruhiger. Bis zum Abend steigt das Volumen, bis es kurz vor Börsenschluss den zweiten Tageshöhepunkt erreicht.

Wer europäische Aktien handelt, findet das höchste Marktvolumen also zwischen 8:00 und 11:00 und dann wieder zu Börsenschluss – beim europäischen Börsen ist das zwischen 18:00 und 20:00.

Viele Profi-Händler hören übrigens schon vor der Mittagszeit mit dem Traden auf, da das Volumen geringer wird, je näher man der Mittagszeit kommt.

Tipp: Nutze in Märkten, in denen es eine hohe Volatilität gibt, den 1-, 2- oder 3-Minuten-Chart. Hier kommt es schnell zu starken Preisbewegungen, die man lieber in einem kurzfristigen Chart anzeigen sollte.

Forex

Forex Märkte Symbol

Am Forex-Markt werden Devisen gehandelt, zum Beispiel EUR/USD.

Die Forex-Märkte unterscheiden sich von den Aktienmärkten, da man sie theoretisch 24/7 traden könnte (abhängig von den Öffnungszeiten).

DevisenmarktDas wird jedoch nicht empfohlen – es gibt spezielle Tageszeiten, an denen eine hohe Volatilität und somit bessere Gewinnchancen herrschen.

In Zeiten geringer Volatilität sollte man die Forex-Märkte eher meiden.

Für gewöhnlich ist die Aktivität am Forex-Markt während der europäischen Session am Höhepunkt – das ist zwischen 9:00 und 18:00 mitteleuropäischer Zeit der Fall.

Hierbei gibt es jedoch zwei Höhepunkte: Einerseits am morgen kurz nach der europäischen Marktöffnung und andererseits dann, wenn die Märkte um 14:00 in New York öffnen und sich dann die europäischen und US-amerikanischen Trading-Zeiten überlappen.

Da Händler natürlich auch eine Mittagspause brauchen, ist das Volumen zu Mittag eher gering und steigt dann gegen 14:00 relativ sprunghaft an.

Zusammengefasst sind die besten Zeiten für das Trading an Forex-Märkten also erstens kurz nach der Eröffnung und zweitens, wenn sich der amerikanische und europäische Markt zwischen 14:00 und 17:00 überlappen.

Übrigens: Die asiatischen Märkte sind bei uns in der Nacht offen. Sie gelten jedoch als ruhigere Märkte und weisen oft eine niedrige Volatilität auf.

Krypto

Krypto Coins

Kryptowährungen stellen seit einiger Zeit eine komplett neue Form von Finanzmitteln dar. Deshalb sind auch die Trading-Zeiten verändert.

Während andere Assets definierte Handelszeiten haben, ist das bei Bitcoin, Ethereum und Co. nicht der Fall.

Kryptowährungen werden non-stop und rund um die Uhr gehandelt.

Zwar kann Forex wegen der internationalen Überlappungen auch rund um die Uhr getradet werden, man ist aber trotzdem von den Handelszeiten der einzelnen Märkte abhängig. Außerdem wird Forex am Wochenende nicht getradet. Bei Kryptowährungen ist das nicht so. Hier könnte man tatsächlich 24/7 handeln.

Händler von Kryptowährungen müssen also Wochenends nach einer überraschenden Nachricht beispielsweise nicht warten, bis sie einen Trade durchführen – sie machen es direkt.

Deshalb gibt es bei Kryptos auch nicht spezielle Hochphasen. Hier springt man eher von einem Hype zum nächsten.

Laut einer englischsprachigen Analyse ist bei Kryptowährungen aber interessanterweise genau das Wochenende die Phase, in der es die höchsten Preissprünge gibt.

Während die klassischen Finanzmärkte an Samstagen und Sonntagen ruhen, geht es in der Krypto-Welt also genau in diesen Zeiträumen am stärksten zur Sache.

Welche Wochentage eignen sich zum Traden?

kalenderDie passenden Wochentage zu deuten ist nicht leicht.

Grundsätzlich kann man aber davon ausgehen, dass der Montagmorgen sehr volatil und vielleicht nicht für jeden Anfänger optimal ist.

Von Dienstag bis Donnerstag geht es ruhiger zur Sache, am Freitag vor Börsenschluss kann es wieder deutlich aufregender werden.

Wie genau man es angeht, bleibt aber natürlich jedem selbst überlassen.

Außerdem gelten die hier genannten Thesen für die Wochentage auch nicht immer – wie das Wetter ist auch der Aktienmarkt von zu vielen Variablen abhängig, um für Wochentage genaue Prognosen abgeben zu können.

Wer sollte wann traden?

Fortgeschrittene

Beispiel: Gaps im DAX

Beispiel: Gaps im DAX, welche wegen eines hohen Volumens in den Tagesrandzeiten entstehen

In den Morgenstunden geht es auf den Finanzmärkten heiß her.

Wenn die Märkte in der Früh öffnen, müssen so schnell wie möglich alle Veränderungen, die während der geschlossenen Phase aufgetreten sind, eingepreist werden.

Deshalb kann es direkt nach Marktöffnung zu starken Ups und Downs kommen, die von findigen Händlern zu ihrem Vorteil genutzt werden.

Hier wären wir auch schon beim wichtigsten Punkt: Während fortgeschrittene Trader in dieser Zeit das Fundament für die größten Gewinne des Tages legen können, empfehlen Experten, dass Anfänger diese Zeit meiden.

Das bedeutet: In der ersten Stunde des Handelstages sollten Neulinge vorsichtig agieren und lieber zweimal nachdenken, bevor ein Trade getätigt wird.

Zwar bietet die erste Stunde nach der Öffnung oft die größten Chancen des Tages, sie ist gleichzeitig jedoch auch die riskanteste.

Professionelle Händler traden nur am Vormittag und schließen ihren Trading-Tag bis zum Mittag bereits ab, da hier die Volatilität dann stark abfällt.

Anfänger

Wellen

Attraktive Strategie für Einsteiger: Die Trendfolge

Während viele Experten zu Mittag also ihren Handelstag bereits abgeschlossen haben, eignen sich die ruhigen Zeiten des Tages für Anfänger besser.

Zwischen den wilden morgendlichen und abendlichen Handelsaktivitäten gibt es meist einen ruhigen Mittag und Nachmittag.

In diesem Zeitraum entwickeln sich die Preise meist stabil in die Richtung, die am morgen vorgegeben wurde. Anfänger, die eine einfache Trendfolgestrategie einsetzen möchten, finden zu Mittag meist attraktive Chancen mit geringer Volatilität.

Anfängern empfehlen wir außerdem, vor dem Echtgeld-Trading das Traden mit einem Demokonto zu probieren. Alle größeren Broker bieten ein kostenloses Demokonto an, bei dem in einer sicheren Umgebung mit virtuellem Kapital getradet wird.

Daytrading Demokonto: Top 5 Anbieter

Wann handeln langfristige Aktieninvestoren?

Vor allem im anglo-amerikanischen Raum wurden bereits Analysen zu den besten Kaufs- und Verkaufszeitpunkten gemacht.

Vorab sei gesagt, dass es schlicht unmöglich ist, als Privatinvestor immer den perfekten Ein- und Ausstiegszeitpunkt zu finden. Die folgenden Erklärungen sind deshalb Pauschalisierungen, die zwar zutreffen können – eine Garantie dafür gibt es aber natürlich nicht.

Kauf einer Aktie

Fürs Kaufen einer Aktie empfehlen manche den Montag, da am Montag der Monday Effect eine große Rolle spielt.

Vom “Monday Effect” ist die Rede, wenn der Aktienmarkt in den frühen Stunden der Marktöffnung am Montagmorgen absackt.

Tatsächlich ist es oft so, dass die Märkte Montagmorgens einbrechen – eine rationale Erklärung dafür gibt es aber nicht. Die Autoren auf Investopedia vermuten eine Kombination mehrerer Ursachen: Es könnte beispielsweise sein, dass am Wochenende meist viele negative Nachrichten veröffentlicht werden, die dann die Marktstimmung am Montag drücken.

Es könnte aber auch einfach daran liegen, dass die Marktteilnehmer am Montagmorgen nach einem Wochenende einfach nicht so gut drauf sind.

Der Monday Effect war vor einigen Jahren noch ein zuverlässiger Faktor für die Vorhersage der Märkte, ist mittlerweile jedoch nicht mehr so relevant.

Übrigens: Eine andere Theorie des Monday (oder Weekend) Effect besagt, dass die Märkte in den ersten Minuten am Montagmorgen den Trend von Freitagnachmittag weiterverfolgen. Auch hierfür gibt es keine endgültige Erklärung.

Verkauf einer Aktie

Auch was das Verkaufen von Aktien betrifft, gibt es einige Theorien.

Einer der wohl bekanntesten Tipps: Verkaufe Aktien am Freitag.

Aktien tendieren dazu – wie bereits weiter oben erwähnt – montags abzusacken. Deshalb verkaufen viele Händler ihre Aktie freitags, um so dem Monday-Dip auszuweichen.

Natürlich ist auch dieser Ratschlag nicht immer treffend, könnte aber in manchen Fällen hilfreich sein.

Wenn du also demnächst planst, eine Aktie zu verkaufen, dann mach das am Freitag. Mit einer höheren Wahrscheinlichkeit kannst du dann mehr rausholen, als wenn du sie am Montag verkaufen würdest.

Was ist die beste Zeit fürs Daytrading?

Wir haben in diesem Ratgeber mittlerweile schon einiges zum Daytrading und zu den verschiedenen Handelszeiten erfahren.

  • Für Trader, die sich schon etwas mehr zutrauen, sind die volatilen Phasen am Anfang und am Ende des Tages empfehlenswert.
  • Blutige Anfänger sollten lieber in den Mittagsstunden in den Markt einsteigen, da hier das Volumen an Trades gering und somit auch die Volatilität niedriger ist.

Aber was ist denn nun die beste Zeit zum Traden?

Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es nicht, denn das hängt auch von der eigenen Strategie ab.

Wir können uns aber Analysen und andere Beiträge zum Thema ansehen: Zu welcher Tageszeit sollte man handeln?

Demnach wurde 2018 eine Studie von der Jefferies Group veröffentlicht, die besagt, dass 2018 25% des gesamten Trading-Volumens in den letzten 30 Minuten der Marktöffnungszeiten gehandelt wurde. 5,5% des Volumens wurde in den ersten 30 Minuten gehandelt.

Wie man sieht, ist also vor allem an den Tagesrandzeiten besonders viel los. Wer vom gesteigerten Trading-Volumen der Märkte profitieren möchte, sollte also morgens und abends traden.

Die letzte Stunde ist demnach voller starker Ausreißer nach oben und unten, da hier viele Privat-Trader nochmals einsteigen und noch die letzten Profite des Tages generieren möchten.


Was ist beim Daytrading sonst noch wichtig?

FazitEine passende Zeit fürs Trading zu finden ist essentiell, aber sicherlich nicht der größte Faktor für Erfolg oder Misserfolg.

Werfen wir im Folgenden daher einen Blick auf 7 weitere wichtige Punkte.

  1. Seriösen Anbieter aussuchen
    Das Internet ist voller Broker, die einem das blaue vom Himmel versprechen. Viele Anbieter werben aber nicht nur mit unrealistischen Versprechen, sondern wirken auch unseriös und betrügerisch. Suche dir also unbedingt einen seriösen Anbieter, bevor du mit dem Handel beginnst. Wir empfehlen dazu einen Blick in unseren Top 5 Vergleich oder in den Direktvergleich zwischen eToro und Plus500.
  2. Anfangs Demokonto nutzen
    Die meisten Broker bieten ein virtuelles Konto an, in welchem mit virtuellem Kapital getradet werden kann. Hier kann man als unerfahrener Trader risikofrei testen, wie sich der Handel anfühlt, bevor man mit dem Echtgeldhandel beginnt.
  3. Nur Geld investieren, welches man riskieren kann
    Da Daytrading so riskant ist, sollte nur Geld investiert werden, welches man auch verlieren kann. Niemals sollte Kapital investiert werden, welches für andere Zwecke (etwa fürs Abbezahlen eines Kredits) reserviert ist.
  4. Passende Strategie aussuchen
    Es gibt mehrere Strategien, nach denen man handeln kann. Nebem dem klassischen Daytrading gibt es etwa das noch kurzfristigere Scalpen oder aber auch längerfristiges Buy&Hold-Investieren.
  5. Chartanalyse Tools verwenden
    Mit sogenannten Chartanalyse Tools kann ein Aktienkurs analysiert werden – die Tools berechnen im Chart neue Linien, etwa einen Gleitenden Durchschnitt oder einen Relative Strength Index. Mit diesen können Trading-Signale generiert werden.
  6. Emotionslos handeln
    Leichter gesagt als getan: Daytrader sollten es sich als Ziel setzen, diszipliniert und ohne Emotionen zu traden. Je länger man es übt, desto besser wird es funktionieren. Wer nur “nach Gefühl” tradet, wird früher oder später verlieren.
  7. Nur auf einige, wenige Aktien konzentrieren
    Jeder Aktienkurs hat seine eigenen Muster und Eigenheiten. Konzentriere dich anfangs nur auf eine Handvoll Assets, anstatt immer wieder mit neuen Werten zu traden. So bekommst du ein Gespür.

Fazit: Beste Zeit zum Traden

Wie der Beitrag gezeigt hat, gibt es Zeiträume, in denen der Markt volatiler ist und Zeiten, in denen es gemächlicher zur Sache geht.

Grundsätzlich suchen Daytrader nach einem hohen Trading-Volumen und Volatilität, gleichzeitig sollten vor allem Anfänger eher in ruhigen Märkten traden. In sehr volatilen Umgebungen kann es nämlich starke Ausbrüche nach oben oder unten geben – das sollten Neueinsteiger vermeiden.

Obwohl bereits viele Analysen zu den besten Marktzeiten durchgeführt wurden, gibt es diesbezüglich keine endgültigen Wahrheiten.

Als ziemlich sicher gilt mittlerweile jedoch, dass die erste und letzte Marktstunde besonders hohe Trading-Volumina aufweisen.

Generell empfiehlt es sich, neben der Trading-Zeit aber auch auf andere Dinge zu achten – etwa auf ein sinnvolles Risikomanagement oder auf eine ausgeklügelte Strategie.

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