Wie viele Trades pro Tag?

Wie viele Trades pro Tag ausführen?Wer neu ins Daytrading einsteigt, stellt sich häufig die Frage, wie viele Trades pro Tag überhaupt sinnvoll sind. Die Antwort auf diese Frage ist wesentlich komplexer als du im ersten Moment vielleicht annehmen würdest.

Es gibt viele verschiedene Strategien, die natürlich auch eine unterschiedliche Handelsfrequenz mit sich bringen. Außerdem ist Daytrading so viel mehr als nur das Eröffnen und Schließen von Positionen.

In diesem Artikel gehen wir auf alle Faktoren ein, die für einen erfolgreichen Trader relevant sind und schauen uns genau an, wie viele Trades pro Tag notwendig sind, um das Handwerk des Daytradings zu lernen und langfristig erfolgreich zu werden.


Wie viele Trades pro Tag machen Sinn?

Wie viele Trades pro Tag machen Sinn?

Wir wollen hier im ersten Abschnitt gleich mit der sprichwörtlichen Tür ins Haus fallen und die Frage nach der besten Anzahl von Trades pro Tag beantworten.

  • Wie du dir vielleicht schon denken kannst, gibt es nicht wirklich eine pauschale Antwort auf diese Frage.
  • Wie viele Trades du pro Tag durchführst, hängt von deiner Trading Strategie und vor allem von deinem Zeitkontingent ab.
  • Daytrading ist ein sehr breit definierter Begriff für alle Personen, die täglich am Handel an der Börse teilnehmen.

Dabei sollte klar sein, dass ein Trader, der lediglich eine Stunde nach seinem Feierabend handelt, weniger Zeit hat und deshalb auch weniger Trades durchführen kann als ein Profitrader, der sich mehrere Stunden täglich mit der Börse und dem weltweiten Wirtschaftsgeschehen beschäftigt.

Selbst erfahrene Experten sind sich nicht einig, wie viele Trades pro Tag ideal sind.

Für eine solch pauschale Antwort ist die Vielzahl an Strategien schlicht und einfach zu groß. Was jedoch klar ist: Wenn du als Daytrader den ganzen Tag nur vor dem Rechner sitzt und nur jeden zweiten Tag überhaupt einen Trade ausführst, bist du vermutlich zu ängstlich.

Neben der Tatsache, dass du ohne offene Positionen keine Gewinne erzielen kannst, wirst du mit dieser Strategie auch deine Trading Skills nicht verbessern.

Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch das sogenannte Übertrading, auf das wir in einem späteren Abschnitt noch genauer eingehen. Der Trader ist dabei aus verschiedenen Gründen übermotiviert und setzt zu viele Trades pro Tag.

Trading

Über kurz oder lang wird er so die Übersicht verlieren und seine eigenen Ergebnisse nicht mehr nachvollziehen können. Das führt meistens zu schlechten Ergebnissen.

Studien zufolge eröffnen die meisten langfristigen Trader, die auch dauerhaft Gewinne erzielen, lediglich zwei bis drei Trades pro Tag.

Ob das wirklich die optimale Anzahl ist, bleibt bis dato jedoch weiterhin ungeklärt.

Macht es Sinn, eine bestimmte Anzahl an Trades zu definieren?

Sinn

Nach dem Lesen des vorherigen Abschnitts könnte man meinen, dass es eigentlich vollkommen egal ist, wie viele Trades du pro Tag durchführst. Das ist aber nicht richtig. Tatsächlich ist genau das Gegenteil der Fall.

Jede Trading Strategie hat Stärken und Schwächen, welche durch die Anzahl der täglichen Trades ausgeglichen beziehungsweise verstärkt werden müssen.

  • Wer eine Strategie fährt, bei der er minimale Schwankungen innerhalb weniger Minuten ausnutzt, braucht ein ausreichendes Trading-Volumen, um überhaupt Gewinne erzielen zu können, ohne dabei extrem riskante Hebel zu benutzen.
  • Wer seine Trades auf Basis von Charttechniken oder dem Wirtschaftsgeschehen eröffnet und bereit ist, seine Position über mehrere Stunden zu halten, wird damit größere Gewinne pro Trade erzielen und braucht entsprechend weniger Handelsvolumen, um erfolgreich zu sein.

Egal für welche Trading Strategie du dich entscheidest: Jede dieser Strategien braucht eine gewisse Mindestanzahl an Trades, um langfristig wirklich funktionieren zu können. Der größte Fehler, den vor allem ein unerfahrener Trader machen könnte, ist ohne Strategie an das tägliche Trading heranzugehen. Das Resultat daraus sind meist kurzfristige unüberlegte Trades, die auf einer emotionalen Entscheidung basieren.

Selbst wenn der Trader damit manchmal ins Schwarze trifft und am Anfang vielleicht sogar Gewinne erzielt, wäre er so nicht in der Lage, sein Handwerk zu verbessern und auch langfristig ein erfolgreicher Trader zu werden.

Was ist Übertrading?

boerse

Im vorherigen Abschnitt haben wir ganz kurz das Übertrading angesprochen. Übertrading oder exzessives Trading beschreibt einen übermäßigen Handel mit zu vielen Trades innerhalb kurzer Zeit.

Ganz wichtig: Mit Übertrading ist keineswegs das Abweichen von der Strategie gemeint. Wenn du eigentlich nur drei Trades pro Tag eingehen möchtest, sich aber fünf gute Gelegenheiten ergeben, dann hat dieser intelligente Handel nichts mit Übertrading zu tun.

Umgekehrt gilt natürlich das Gleiche. Wenn sich keine guten Chancen ergeben, dann tradest du nicht, auch wenn du dein tägliches Handelsziel eigentlich noch nicht erreicht hast.

Übertrading basiert häufig auf negativen Emotionen und entsteht in erster Linie durch psychologische Faktoren, die wir jetzt etwas genauer beleuchten.

1. Ausgleichsmentalität

  • Es ist ganz normal, dass nicht jeder Trade erfolgreich abläuft.
  • Vor allem Anfänger machen den Fehler, schlechte Trades ausgleichen zu wollen.
  • Dafür eröffnen sie häufig Positionen, die sie unter anderen Umständen (zurecht) nicht eröffnet hätten.
  • Das Ergebnis sind meist noch größere Verluste.

2. Zu hohe Erwartungen an den Markt

  • Daytrader verdienen ihr Geld hauptsächlich mit der Volatilität des Marktes.
  • Läuft der Markt seitwärts, kann der Daytrader kein Geld verdienen.
  • Wenn sich der Markt eine Zeit lang seitlich bewegt hat, denken viele Trader, dass jetzt demnächst etwas passieren muss und eröffnen unüberlegte Positionen.
  • Wenn es keine eindeutigen Zeichen für eine Trendumkehr gibt, wird der Markt sich jedoch in den meisten Fällen weiterhin seitwärts bewegen.

3. Zu viel Vertrauen in die eigene Kompetenz

  • Vor allem Beginner neigen dazu, vorschnelle Schlüsse zu ziehen.
  • Sie glauben anhand einiger Indizien eindeutige Handelssignale zu erkennen und eröffnen auf Basis einer recht oberflächlichen Analyse, einen Trade.
  • Meist wäre es notwendig, weiter zu recherchieren, um den Trade besser beurteilen zu können.
  • Das verschlechtert nicht nur das Ergebnis, sondern führt auch automatisch zu Übertrading, da bei weniger Recherche auch mehr Trades ausgeführt werden können.

Wie sieht ein realistischer Tagesgewinn beim Daytrading aus?

Wer kennt sie nicht – die Geschichten, bei denen ein kleiner Trader aus dem Nichts innerhalb von kurzer Zeit Millionen machte?

Gerade über diese Geschichten werden viele Anleger überhaupt erst auf Daytrading aufmerksam.

Die Realität sieht leider anders aus.

Daytrading ist ein Handwerk und erfolgreich wird nur, wer bereit ist, zu lernen und hart zu arbeiten. Natürlich gehört beim Trading auch Glück dazu und nicht jeder Tag verläuft gleich. Deshalb ist es auch schwierig, eine realistische Gewinnerwartung pro Tag auszusprechen.

  • Gibt es Tage, an denen ein Trader mit zwei oder drei guten Deals 30 % Gewinn erzielt? Auf jeden Fall!
  • Genauso gibt es aber umgekehrt auch Tage, bei denen es nicht so gut läuft und innerhalb kurzer Zeit 10 oder 15 % Verlust eingefahren werden.
  • Um einen Richtwert für einen realistischen Tagesgewinn beim Daytrading geben zu können, schauen wir uns am besten die Ergebnisse der Profis an.

Die besten Daytrader, die täglich viele Stunden an der Wall Street vor ihrem PC sitzen, hochintelligent sind und ausgeklügelte Analysewerkzeuge benutzen, erzielen durchschnittlich monatliche Renditen von ein bis zehn Prozent.

Ja du hast richtig gelesen, monatlich.

Wenn man das auf den Tag runterrechnen möchte, sprechen wir also von etwa 0,2 % Rendite im Mittel. Möglicherweise bist du jetzt ein wenig enttäuscht, weil du eine höhere Antwort erwartet hast. Aber so sieht nun mal die Realität aus.

Wenn du nur nebenbei traden möchtest, wirst du dich im Mittel wahrscheinlich eher mit 0,5 bis einem Prozent pro Monat zufriedengeben müssen.

Was kann ich tun, um einen guten Daytrading Gewinn pro Tag zu erzielen?

Was kann ich tun?

Viele Beginner gehen davon aus, dass die Arbeit beim Daytrading hauptsächlich im Eröffnen und Schließen der Positionen liegt.

  • Auch diese Arbeitsethik ist ein Grund für das sogenannte Übertrading, da viele Händler sich im wahrsten Sinne des Wortes untätig fühlen, wenn sie keine Positionen eröffnen und schließen.
  • Die Hauptarbeit beim Trading und somit auch die Grundlage für den Erfolg ist jedoch etwas anderes.

Anstatt massenweise Positionen zu eröffnen, solltest du dich zunächst intensiv mit den Trading Grundlagen und den Märkten beschäftigen.

Es kann sein, dass du dies über mehrere Wochen oder sogar Monate tust und nebenbei deine Strategien und Ideen auf einem Demokonto ausprobierst, ohne jemals echtes Geld eingesetzt zu haben.

Das Sammeln von Erfahrung und Wissen und die Auswahl der richtigen Strategie sind der Schlüssel zu erfolgreichem Daytrading.

Aber auch wenn du die richtige Strategie hast, gibt es noch einige Dinge zu beachten.

Diese fassen wir dir hier kurz und knapp zusammen.

1. Disziplin

  • Die beste Trading Strategie bringt dir nichts, wenn du nicht dazu in der Lage bist, sie konsequent umzusetzen.
  • Ohne diese Disziplin wirst du langfristig nicht erfolgreich sein.

2. Buchführung

  • Du solltest deine Erfolge und Misserfolge beim Trading aufzeichnen und damit messbar machen.
  • So kannst du rückblickend erkennen, wo deine Stärken und Schwächen liegen und welche Fehler du in Zukunft vermeiden solltest.

3. Vorarbeit, Nacharbeit und Fleiß

  • Sehr erfolgreiche Trader beginnen jeden Tag mit einer ausführlichen Analyse des Tagesgeschehens und möglichen Auswirkungen auf die Börsenkurse.
  • Der Tag endet mit einer Rückschau auf die durchgeführten Trades und mit dem Erkennen der eigenen Fehler.
  • Wie jedes andere Handwerk auch, ist Trading, wenn es denn einmal erlernt wurde, in erster Linie Fleißarbeit.

Kannst du mit nur einer Stunde Trading pro Tag Gewinne erzielen?

Interpretation

Wie eingangs erwähnt, gibt es unzählige Trading Strategien, mit denen du Gewinne an der Börse erzielen kannst.

Einige sind sehr zeitaufwendig und sicherlich nicht mit einer Stunde täglich durchführbar, andere dagegen erfordern nur geringen laufenden Aufwand und eine größere Zeitinvestition zu Beginn.

Letztere sind gut für das Trading mit nur einer Stunde am Tag geeignet.

Allerdings muss dir in diesem Fall auch bewusst sein, dass eine solche Strategie mit wenig Zeitaufwand nicht die selben Renditen ermöglicht, wie eine zeitaufwendige Profistrategie.

Wenn du erwartest, mit einer Stunde pro Tag schnell reich zu werden und monatlich zweistellige Renditen zu verdienen, wirst du vermutlich enttäuscht werden.

Wenn dir aber bewusst ist, dass du mit einer Stunde Trading pro Tag nur ein begrenztes Handelsvolumen abdecken kannst und entsprechend keine zu hohen Gewinnerwartungen hast, kann sich das Daytrading mit einer Stunde Aufwand pro Tag trotzdem für dich lohnen.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Traden?

CFD Handelszeiten Animation

Grundsätzlich sind die Märkte von Sonntagabend 23:00 Uhr (asiatische Märkte) bis Freitagabend 23:00 Uhr (amerikanische Märkte) geöffnet.

Innerhalb dieser Öffnungszeiten gibt es jedoch verschiedene Zeitfenster, die sich besonders gut fürs Trading eignen. Vor allem wenn du eine Strategie mit wenig Zeitaufwand und geringem Handelsvolumen fährst, ist zu empfehlen, die sogenannten Midsessions zu nutzen, in denen die Trader weltweit besonders aktiv sind.

Die meisten Händler sind direkt nach Eröffnung der Märkte, in der Mittagszeit oder direkt nach Feierabend, aktiv.

Durch die Zeitverschiebung ergeben sich hier Fenster, in denen eines dieser Ereignisse an mehreren Orten der Welt gleichzeitig stattfindet.

Tipp: Wir haben im Beitrag Beste Zeit zum Traden alle Infos zu den verschiedenen Handelszeiten zusammengefasst.
  • Generell kann gesagt werden, dass zwischen 9:00 und 18:00 Uhr europäischer Zeit am meisten gehandelt wird.
  • Besonders aktiv sind die Händler dabei ab 09:00 Uhr morgens wenn die Börsen öffnen und ab 14:00 Uhr mittags, weil dort die Börseneröffnung in New York und die Mittagspausen in Europa aufeinander fallen.

Bei diesen Zeitpunkten handelt es sich um Orientierungen und Faustregeln, die nicht immer allgemein gültig sind. Einen bestimmten Zeitraum, der endgültig empfehlenswert ist, gibt es also nicht.


Fazit: Wie viele Trades pro Tag?

Um Daytrading zu betreiben, braucht es theoretisch nichts – außer einen Laptop oder ein Handy und einen Internetanschluss.

Um ein langfristig erfolgreicher Trader zu werden, sind aber mehr Dinge nötig. Nur die wenigsten schaffen es, langfristig positiv zu traden.

In diesem abschließenden Fazit möchten wir die wichtigsten Punkte für Daytrader in Bezug auf die Anzahl der Trades pro Tag noch einmal zusammenfassen.

1. Es gibt nicht die „perfekte Anzahl“ an Trades

  • Märkte unterliegen Schwankungen und Phasen.
  • Nicht an jedem Tag ergeben sich die gleichen Chancen und manchmal ist es besser, einen ganzen Tag lang keine Position zu eröffnen.
  • Eine pauschale Aussage zur richtigen Anzahl von Trades kann daher nicht getroffen werden.

2. Die Anzahl an Trades wird durch deine Strategie bestimmt

  • Wie viele Trades du tatsächlich durchführen solltest, hängt stark von deiner persönlichen Strategie und deinem Zeitkontingent ab.
  • Selbst bei einer sehr zeitsparenden Strategie solltest du versuchen, wenigstens auf zwei bis drei Trades pro Tag zu kommen.

3. Viele Trades benötigen viel Zeit

  • Je mehr Trades du pro Tag durchführen willst, umso mehr Zeit musst du in Vorbereitung, Nachbereitung und Recherche stecken.
  • Es gibt also keinen besseren Stundenlohn durch das Ausführen von mehr Trades, da erfolgreiche Handelsstrategien eben diese zusätzliche Zeitinvestition benötigen.

4. Für erfolgreiches Trading brauchst du vor allem eine gute Strategie

  • Viel wichtiger als die exakte Anzahl an Trades ist am Ende des Tages eine gute Strategie, die auf dein Zeitkontingent und deine Trading Erfahrung angepasst ist.
  • Daraus ergibt sich automatisch die Zielanzahl an Trades pro Tag.
  • Fähigkeiten wie Disziplin, strategisches Denken, Fleiß und die Bereitschaft ständig zu lernen, sind viel wichtiger für langfristigen Erfolg an der Börse, als die Suche nach dem heiligen Gral der perfekten Trade Anzahl.

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